Merkwürdig kommt es mir schon vor, wenn ich die Vorgehensweise zum Hamburger Volksentscheid lese, die heute im Hamburger Nachrichtenblog veröffentlicht wurden. 

Das weglassen von Veröffentlichungen, Zustellpannen bei Informationspost weil diese durch private Zusteller übernommen wurden, 10 Tage zum Auszählen der Stimmen, nur 1 Sechstel der üblichen Anzahl an Wahllokalen. 

Allein mit diesen vier Punkten kann man durchaus eine Volksabstimmung verzerren und als unwichtig deklarieren, ohne es dabei offen auszusprechen. Zum Schmunzeln sind auch die Plakate die in Hamburg zu finden sind, auf denen sinngemäß steht 

Stimmen Sie mit „Nein“, damit Minderheiten zukünftig nicht an der Verfassung rütteln können!

Was heißt hier Minderheiten? Findet eine Volksabstimmung statt und es beteiligt sich nur eine sog. Minderheit, geht dies anhand der wenigen Stimmen sowieso in die Binsen. Sind es stattdessen relativ hohe Beteiligungszahlen und die Volksabstimmung war erfolgreich, wo ist dann bitte die Minderheit? 

Hier bin ich der Meinung, dass der eine oder andere Politiker doch nochmal die Schulbank drücken sollte um zu wissen, was Minderheiten sind. Warum fürchtet man sich vor der Volksmeinung überhaupt derartig? Doch wohl nur deswegen, weil es dann vorbei ist mit der Selbstherrlichkeit in den vermeintlich christlichen Politikerkreisen und deren Entscheidungen.