So kann es gehen….. dabei ist es doch „nur“ freie Meinungsäußerung!

Da „wettert“ jemand via Facebook über seinen Arbeitgeber, beschwert sich über die viele Arbeit, andere Kollegen und dergleichen mehr und plötzlich bittet die Personalabteilung diesen jemand zum Gespräch.

Unter Vorlage eines Stapels an Ausdrucken der Facebookeinträge darf der Mitarbeiter nun dem Personalchef gegenüber erklären „was das soll“? Und weil sich wie das so üblich ist gleich mehrere Arbeitskollegen an den Beiträgen beteiligt haben dürfen gleich noch 20 weitere Mitarbeiter in den kommenden Tagen in der Chefetage antanzen.

Und wie man so hört ist in den Gesprächen von Abmahnungen und sogar Kündigungen die Rede. Tolle Wurst…..

Jetzt darf man darüber spekulieren, ob die Personalabteilung selbst bei Facebook mitgelesen   oder ob ein anderer „lieber Kollege“ aus A….kriecherei Eigennutz seitenweise Facebookbeiträge ausgedruckt und weitergeleitet hat. Wie auch immer, der Ärger steht nun definitiv ins Haus und die bislang weiße Weste hat einen dunklen Schatten weg. Denn mindestens einer Aktennotiz dürfen sich die beteiligten Mitarbeiter sicher sein.

Darum sollte sich jeder genauestens überlegen:

  • wen er als „Freund“ bei Facebook hinzufügt
  • was er über wen veröffentlicht
  • ob es immer klug ist sich über den Arbeitgeber in sozialen Netzwerken auszulassen bzw.
  • den Arbeitgeber generell im Profil zu benennen

Nicht jeder Freund muss wenn es darauf an kommt wirklich ein solcher sein. Die Ellenbogengesellschaft ist auch in den sozialen Netzwerken bestens vertreten. Freie Meinungsäußerung hin oder her – Chefetagen sehen dies ggf. mit ganz anderen Augen und handeln dann in einer Weise die dem Mitarbeiter ganz sicher nicht schmecken dürfte. Die Existenz kann dadurch ganz schnell in große Gefahr geraten. Deshalb erst denken und dann schreiben – auf keinen Fall dabei nur von den eigenen Gefühlen leiten lassen.

So kürzlich geschehen bei einem großen deutschen Transportunternehmen. Sicher ist man vor derartigen Vorgängen aber in keiner Branche. Soziale Netzwerke hin oder her, das Hobby darf aber keineswegs zur Existenzvernichtung werden!