Einen Blog zu betreiben ohne das er irgendwie wahrgenommmen, also gelesen wird macht wenig bis gar keinen Spaß. Das ist nichts Neues, das wissen wir alle. Leser gehören zu einem Blog wie das Salz in die Suppe. Der richtige Umgang mit den Lesern ist ein ganz wichtiger Punkt den man nicht außer Acht lassen sollte. Aber wie es ihm Leben eben so ist, es gibt immer „solche und solche“ Leser.

Nicht alle Blogbesucher haben Interesse an einer Diskussion und konzentrieren sich lieber darauf Zoff zu machen. Gründe dafür gibt es einige – einer der meisten jedoch ist die Meinungsverschiedenheit. Via gesichtet.net bin ich nun auf so einen typischen Fall von Meinungsverschiedenheit gestoßen der sich kürzlich bei der Zeitzeugin zugetragen hat. Anlass für den Ärger – inklusive einer Wortwahl aus der Gosse – war die Kritik aus der Leserschaft der Zeitzeugin an den Themen über die geschrieben wird.

Sascha fragt sich hier also ganz zu recht, „wieviel Einfluss darf ein Leser auf einen Blog haben“.

Meine oberste Meinung dazu: Mein Blog ist mein Wohnzimmer und dieses richte ich mir ein wie ich möchte!  Soll nichts anderes bedeuten als, ich betreibe meinen Blog als Hobby und schreibe über die Themen die mir persönlich wichtig und interessant bzw. berichtenswert erscheinen. Dies können kritische Berichte, lustige oder auch ganz persönliche Beiträge sein, eben ganz so wie ich persönlich es für richtig halte.

Jedem Leser kann man nicht gerecht werden, zumindest nicht immer. Natürlich achte ich auch darauf was meine Leser gerne vorfinden und was wiederum weniger. Das klappt jedoch mal mehr und mal weniger, verbiegen lasse ich mich jedoch zu keiner Zeit.  Alles andere würde in die Richtung „sich nach dem Wind richten“ gehen und das geht meines Erachtens gar nicht.

Wer nicht gerade einen reinen Themenblog betreibt wird immer wieder mal auf andere Wege sprich Themen stoßen über die er schreibt. Natürlich auch auf die Gefahr hin, dass deswegen dann Leser dem Blog fernbleiben. Keineswegs kann es jedoch sein, dass sich ein Blogbetreiber von einigen wenigen Lesern vorschreiben lassen muss was er zu tun und zu lassen hat, wenn der Tonfall dabei nicht stimmt.

Offen für Kritik von Lesern

Ich lese in vielen Blogs mit, manchmal auch ohne dort zu kommentieren. Wenn ich zu einem Thema nicht zu sagen habe oder dieses mir nicht gefällt halte ich mich einfach raus. Niemals würde ich allerdings auf die Idee kommen den Blogbetreiber mit beleidigenden Kommentare zu kritisieren. Dies steht mir als Besucher definitiv nicht zu.

Kritik ist natürlich auch etwas das mit zum „Geschäft“ gehört. Für berechtigte Kritik bin ich jederzeit offen. Ich vertrete die Ansicht, dass man über alles reden kann. Und über einen konstruktiven Hinweis aus der Leserschaft freue ich mich immer. Die Netiquette sollte natürlich schon noch gewahrt sein. Wünsche von Leser über was sie hier lesen möchten habe ich bisher noch nie bekommen, darauf eingehen würde ich natürlich im Rahmen meiner Möglichkeiten schon.

Es ist ein ziemlich großer Spagat den man bewältigen muss um für eine Rundumzufriedenheit im Blog zu sorgen. Nicht jeder Blogbetreiber schafft diesen und hierbei muss auch nicht stets das Wollen eine Rolle spielen. Wenn ich nicht weiß was die Leserschaft geändert haben möchte ist es schwierig dies zu vollziehen. Mein Fazit also: Nur Redenden kann geholfen werden. Und eine gemeinsame Linie lässt sich meistens finden… irgendwie.

Gemeinsam (Blogbetreiber und Leserschaft) einen Blog zu führen ist nicht einfach und teilweise auch gar nicht möglich. Muss auch gar nicht im Vollpaket sein. Ein gutes Zusammenspiel zwischen beiden Parteien ist m.E. ein ganz wichtiger Punkt für ein langlebiges Blogprojekt – und dazu zählt eben auch die Offenheit für Kritik und Wünsche.