Die Computerkriminalität nimmt immer mehr zu. Die Vorgehensweisen werden dabei stets raffinierter. Das Bundeskrimnalamt rät Internetnutzern deswegen zu zwei voneinander getrennten Computern, einen für das Internetsurfen, den anderen für Onlinebanking bzw. Online-Konten überhaupt. Grundsätzlich ist dieser Rat nicht falsch.

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Aber selbst wenn man zwei getrennte PC’s nutzt, haben dennoch beide Zugang zum Internet und sind somit immer irgendwie Angriffen von Kriminellen ausgesetzt. Vielmehr liegt ein grundlegendes Problem darin, dass eine Vielzahl an Internetnutzern weniger als die Mindestkenntnisse davon haben, wie mit entsprechenden Gefahrenquellen umzugehen ist, welche dann Daten auf dem PC zu kriminellen Zwecken ausspionieren.

Dies hat insbesondere die Spamwelle von letztem Wochenende gezeigt. Ein zweiter PC hätte die Infizierung mit Schadcode hier auch nicht verhindert! Der Verweis auf die Wichtigkeit der Vorratsdatenspeicherung im Zusammenhang mit Computerkriminalität und der Aufklärungsmöglichkeit für das BKA durfte natürlich auch nicht fehlen. Doch nicht selten sitzen die Täter weder in Deutschland noch in der EU. Vorratsdatenspeicherung hin oder her, eine IP-Verfolgung nach Russland, China oder sonst wohin würde auch keinen großen Erfolg bringen.

Solange landesinterne Probleme wie die flatterhafte Kontrolle von Unterschriften bei deutschen Kreditinstituten nicht beseitigt sind, muss über eine Anschaffung eines zweiten PC’s nicht unbedingt nachgedacht werden.

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Beim Umgang mit dem PC muss man sich der Zeit anpassen, sich den Gefahren stellen und entsprechend reagieren. Reagieren, in dem man sich kundig macht wo die Gefahren versteckt sind und wie man ihnen entweder aus dem Weg geht oder „geschickt umschifft“. Den PC einzuschalten und einfach drauflos zu chatten etc. kann nicht das Amen in der Kirche sein. Man kann auch heute im Straßenverkehr nicht mehr so aggieren wie vor 40 Jahren. Anpassung war und ist notwendig. Warum nicht bei der digitalen Kommunikation mit all ihren Fallstricken?

4 Kommentare
  1. oller Osel
    oller Osel sagte:

    Das ist ein wahres Wort. Wie bei allem im Leben sollte keiner das Programm „Brain 1.0“ (oder den gesunden Menschenverstand) vergessen. Auch ich bin diese Woche in einem meiner Blogs von einer Spam-Kommentar-Welle heimgesucht worden. Doch – gottseidank – habe ich das mit „Brain 1.0“ in die Reihe bekommen.

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  2. Thomas
    Thomas sagte:

    Klar ist es eine Schweinerei, was an Computerkriminalität alles so unterwegs ist. Das streite ich nicht ab. Und wenn man die Gauner dingfest machen kann ist das grundsätzlich richtig und gut so.

    Doch im Herbst/Winter sind die Straßenverhältnisse auch gefährlicher als das übrige Jahr. Man passt sich an und gibt acht, überlegt was man tut oder besser bleiben lassen sollte. Anders ist es am PC auch nicht.

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  3. Dandu
    Dandu sagte:

    Trotzdem wird man nie gefeit sein von Gefahren aus dem Web. Wie du sagst ist ein bewusster Umgang wichtiger denn je. Wirklich noch erschreckend viele Menschen die ich kenne besitzen keine oder sehr wenige PC-Mindestkenntnisse, aber surfen unverblümt und unvorsichtig im Web herum und wundern sich dass der Computer „seit letztens“ plötzlich seltsam reagiert…

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  4. Thomas
    Thomas sagte:

    @Dandu:
    Keine Frage, 100%-ige Sicherheit gibt es nicht, weder im von mir beispielhaft genannten Straßenverkehr noch am PC. Ahnungsloses „Herumklicken“ und das von Dir benannte „unverblümte“ Surfen steigern die Wahrscheinlichkeit Opfer zu werden jedoch erheblich.

    Dass auch Du persönlich so viele kennst, die unvorsichtig im Netz aggieren unterstreicht die eigentliche Problematik nochmals.

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