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Freitag um 20:30 Uhr ist es soweit, der Ball in der höchsten deutschen Spielklasse rollt wieder. Mit dem Anpfiff in die Saison 2012/2013 begibt sich die Fußball-Bundesliga in eine Jubiläumssaison – 50 Jahre Bundesliga. Erstmals wurde 1963/1964 mit der Bezeichnung Bundesliga gekickt und  Timo Konietzka  von Borussia Dortmund schoss damals das erste Tor – am 24. August 1963 im Spiel gegen Werder Bremen.

Fünfzig Jahre später wird die Saison mit der gleichen Spielpaarung eröffnet in der damals das erste Tor der Geschichte gefallen ist – Dortmund vs. Bremen. Damals endete die Partie mit einem 4:3 für den BVB, ob Werder diesmal auch dreimal den Kasten des amtierenden Meisters treffen wird?

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Die Mannen von der Weser scheiterten kürzlich im DFB-Pokal gegen den damaligen Bundesligisten Preußen Münster mit 4:2. Münster und der 1. FC Saarbrücken waren 1964 die ersten Absteiger aus dem Fußball-Oberhaus, heute spielt Preußen Münster in der 3. Liga.

Rekorde in 50 Jahre Bundesliga

Aufsteiger – Absteiger. In fünfzig Jahren haben sich jede Menge Rekorde angesammelt die zum Teil auch ein wenig kurios sind. So halten bspw. der 1. FC Nürnberg  zusammen mit Arminia Bielefeld den Rekord in ihrer Bundesligalaufbahn einerseits zu den häufigsten Aufsteigern zu zählen und andererseits auch zu den Mannschaften die am häufigsten in die 2. Liga abgestiegen sind – beide jeweils 7 mal. Die Jubiläumssaison betrachtet Bielefeld aus der 3. Liga, Nürnberg nimmt direkt daran teil.

Tore – Tore – Tore

Das Salz in der Suppe sind Tore, je mehr desto zufriedener sind die Zuschauer. Die ewige Tabelle der Toptorschützen wird nach wie vor von Gerd Müller angeführt der in 427 Bundesligaspielen 365 mal ins Netz traf. Kein anderer Spieler ist bis heute auch nur annähernd so effektiv wie Müller – 0,854 Tore pro Spiel.

Tore welche von den eigenen Fans nicht so gerne gesehen sind – Eigentore.  Nikolce Noveski (derzeit bei Mainz 05) traf in seinen 183 Spielen 6 mal ins eigene Tor und ist damit „erfolgreichster Eigentorschütze“ in 50 Jahren Bundesliga.

Tore vom Punkt sind in meinen Augen zu 80% reine Glücksache. Ein Umstand den sich Günter Netzer in 230 Spielen insgesamt 29 mal zu Nutze machte und für seine Mannschaft traf.

Den Rekordtreffer in Sachen Torentfernung hält Giorgos Tzavelas. Aus satten 73 Metern traf er für Eintracht Frankfurt gegen Schalke 04 und wird damit wohl nicht so schnell überboten werden.

Ohne Gegentreffer geblieben  – Den Kasten so lange wie möglich „sauber“ zu halten wird von Torhütern jeden Spieltag aufs Neue versucht.  Oliver Kahn  gelang dies bei 557 Spielen insgesamt 204 mal. Statistisch gesehen – wenn auch insgesamt nur auf Platz 27 folgt  Manuel Neuer  dem Titan auf den Fuß. In 188 Spielen brachte Neuer seine Gegner 79 mal zur Verzweiflung und ließ keinen Treffer zu. Meister Roman Weidenfeller hat „nur“ den Faktor 0,33 (258 Spiele, 86 mal „zu Null“).

Schießbude der Nation  –  Jürgen Rynio  von Hannover 96. Unter zwei Gegentreffer pro Spiel lies es Rynio nicht angehen und brachte es in 186 Begegnungen auf satte 388 Gegentore.

Gelb-Rot – In 94 Spielen dreimal den roten Karton zu sehen schaffte  Sergei Gorlukovitch in seiner Zeit bei Bayer Uerdingen und Borussia Dortmund, ein Rekord der eher weniger unter den ruhmreichen zu suchen ist. Bernd Hollerbach, der heute einer von zwei  Assistenztrainer beim VfL Wolfsburg ist ist es gelungen in 222 Partien 95 mal mit Gelb verwarnt zu werden. Mehr Verwarnungen (114) kassierte nur Stefan Effenberg, dies allerdings in 370 Einsätzen.

So richtig eilig den Platz gleich wieder zu verlassen hatte es 2011  Marcel Titsch-Rivero seinerzeit bei Eintracht Frankfurt. Er stand beim Spiel in Dortmund erst 43 Sekunden auf dem Platz und sah wegen einer Notbremse sie Rote Karte.

Der TSV 1860 München brachte es innerhalb einer Saison (1994/1995) auf 12 Platzverweise und steht damit auf Platz 1 der Vereine in Sachen Roter Karten. 1994/1995 war aber auch die Saison der hösten Zahl an Platzverweisen insgesamt. In 306 Bundesligaspielen zückten die Herren in schwarz 98 mal den roten Karton. Wirft man einen Blick auf die eben verlinkte Statistik bleibt festzustellen, dass es auf den Plätzen in 50 Jahren Bundesliga immer härter geworden ist.

Meistertitel – Die absolute Krönung für jeden Spieler am Ende einer Saison. Keinen anderen Spieler außer  Willy Sagnol und  Roque Santa Cruz ist es in jeweils nur 8 Spielzeiten gelungen fünfmal die Schale in Händen zu halten.  Bixente Lizarazu gelang es in 9 Spielzeiten sechs mal. Angeführt wird die Liste der häufigsten Meistertitel von Oliver Kahn (8 Titel in 20 Spielzeiten). Als erfolgreichster Trainer geht Udo Lattek  mit 8 Meistertiteln hervor, gefolgt von  Ottmar Hitzfeld (7),  Hennes Weisweiler (4),  Otto Rehhagel und Felix Magath mit jeweils 3 Titeln.

Ohne Schiedsrichter geht es nun mal nicht, auch wenn man als Zuschauer bzw. Fan nicht immer mit deren Entscheidungen einverstanden ist. Dr. Markus Merk, der „pfeifende Zahnarzt aus der Pfalz“ ist für mich nicht nur einer der sympatischsten Schiris der Bundesligageschichte sondern auch Rekordhalter. Von 1988 bis 2008 pfiff Merk insgesamt 339 Bundesligapartien.

Nur am Rande erwähnt, bei einem Spiel in Kaiserslautern konnte ich Merk einmal sogar persönlich kennenlernen und erinnere mich noch heute gerne daran. Für mich ist Merk eine Ikone der Bundesliga wie auch  Walter Eschweiler, der den etwas „älteren“ Fussballfans unter Euch noch ein Begriff sein dürfte.

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Das war jetzt ein wenig Einstimmung auf die bevorstehende Spielzeit. Wer die Bundesligaspiele immer noch mit Zettel und Stift in der Hand tippt, dem lege ich das kostenlose Tippspiel von Bloggertipp ans Herz – auch dort kann man Geschichte schreiben, wenn auch noch nicht so eine ausgedehnte :cool: .

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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1 Antwort
  1. Alex sagte:

    Das ist doch mal eine klasse Einstimmung auf die 50. Saison hier. Danke, ich liebe Statistiken!
    Nun ist der erste Spieltag schon „fast“ durch, der BVB und FCB haben sich wacker geschlagen und sogar die Düsseldorfer dürfen feiern! :)
    Ich bin gespannt auf die Saison und endlich rollt der Ball wieder.

    Antworten

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