Wordpress

Ein zwar leidiges aber immerwährendes Thema – Kommentarspam. Mal ist es weniger und dann wieder geht es sprunghaft nach oben mit den Spamzahlen. Dauerhaft in den Griff ist diese Problematik wohl nicht zu bekommen. Und trotzdem gibt es Mittel und Wege sich der Plagegeister größtenteils zu entledigen.

Spam oder Spam? Wo ist der Unterschied?

Hört sich vielleicht zunächst merkwürdig an und dennoch gibt es einen feinen Unterschied. Automatisierter Spam stammt – und jetzt spreche ich von meinen Blog – zu 99,9% aus dem Ausland. Polen, Russland, China und die Türkei bilden hierbei das Spitzenquartett. Automatisiert deswegen, weil er von sogenannten Spambots verursacht wird ohne dass im Moment des Absetzens tatsächlich ein Mensch am anderen Ende sitzt. Spambots wählen ihre Ziele mehr oder weniger zufällig aus. Inhalt sind größtenteils sinnbefreite Texte, unzählige Links zu dubiosen oder nicht existierenden Seiten oder wirre nur Buchstabenfolgen.

Manueller Spam ist diese Art von Müll die im Gegensatz zu Spambots meist ganz gezielt an einen Blog geschickt werden, nicht selten auch als „getarnter Trackback“. Ziel von manuellem Spam ist es meist Backlinks zu ergattern. Gerade jener Spam der nicht nur aus 2, 3 Worten besteht (z.B. „Danke, gut zu wissen“ usw.) deutet auf Backlinkjägerei hin. Ein wirkliches Interesse am gespamten Artikel besteht eigentlich nicht.

Ein besonderes Merkmal für manuellen Spam – die verwendete Mailadresse, deren Existenz man oftmals bezweifeln darf. Auch ein Indiz wenn auch kein 100%iger Hinweis, der Kommentator gibt im Namensfeld „Jürgen“ an und die Mailadresse wird z.B. mit „katja@xxx“ angegeben. Besonders auffällig auch wenn angegebener Name und ein eventuell angebrachter Gruß abweichen (z.B. Name = Jürgen, und dann am Ende des Kommentars „Gruß Robert“. Von einem Flüchtigkeitsfehler ist hier eher nicht auszugehen.

Spam erkannt und gleich gebannt

spamGerade was den häufiger auftretenden und automatisierten Spam betrifft gibt es sehr effektive Spam-Plugins die gute Kommentare vom Müll trennen. Akismet, das Standard-Plugin von WordPress, findet hier im Blog keinen Vorzug. Stattdessen liefert das Plugin Antispam Bee von Sergej Müller hervorragende Dienste. Gleichzeitig läuft als zweites Schutzschild sozusagen NoSpamNX von Sven Kubiak. Im Prinzip reicht auch eines der beiden Plugins um Spam abzufangen. Doch vielleicht ist es gerade die Kombination aus beiden Plugins die hier im Blog dafür sorgt, dass Spam seit 1 Jahr hier kein Durchkommen findet. Gute Kommentare wurden in dieser Zeit etwa 3 oder 4 mal als Spam aussortiert. Das ist eine hervorragende Quote!

Besondere Empfehlung: Bei Antispam Bee das integrierte Honey Pot Projekt nutzen. Kostet nichts und bringt zusätzlichen Schutz mit sich.

Über ein halbes Jahr lang hatte ich Spam erkennen und „nur markieren“ lassen. Bedeutet, Spam wurde ausgefiltert und ich habe ich per Hand durchsortiert ob sich darunter eventuell ein guter Kommentar befindet der versehentlich gefiltert wurde. Endergebnis: Es kam zu keinem „Fehlgriff“. Seitdem wird Spam sofort gelöscht, die manuelle Kontrolle ist völlig überflüssig geworden.

Follow oder Nofollow

Links generell auf Nofollow zu setzen bringt hinsichtlich des automatisierten Spams gar nichts. Spambots sind einfach stupide Programme die ihren Schrott abladen wollen, ob die Links auf follow oder nofollow stehen spielt hier keine Rolle. Beim manuellen Spam könnte es eventuell zur Abnahme des Spamaufkommens führen – Betonung hier auf „könnte“. Mit oben genannten Plugins kann dem Problem auch anders zu Leibe gerückt werden ohne mi Linkgeiz um sich zu werfen.

Nur wegen ein paar Spinnern alle anderen „bestrafen“ halte ich für eine ganz ungeeignete Art der Spambekämpfung. Wer dennoch nicht ab dem 1. Kommentar einen follow-Link spendieren möchte dem empfehle ich einen Codeschnipsel von Tanja, der erst ab dem 3. Kommentar aus nofollow ein follow macht.

Die Minimierung des Kommentarspams kann meines Erachtens nicht komplett automatisiert werden. Eine gewisse Portion Sorgfaltspflicht des Bloginhabers gehört einfach mit dazu und sollte selbstverständlich sein. Mit den genannten Plugins kann diese „Arbeit“ jedoch auf ein Minimum reduziert werden.

Anzeige

Der Webmasterfriday hat dies zum Wochenthema gewählt. In den dort zusammenlaufenden Beiträgen können sich insbesondere Blogeinsteiger Tipps und Tricks ergattern, aber auch für die fortgeschrittenen Blogger kann es dort wertvolle Informationen geben. Schaut einfach mal vorbei.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
23 Kommentare
  1. Dangerblood sagte:

    Also ich benutze die Biene als Spamplugin. Bin da auch mehr als zufrieden mit. Manueller Spam hat bei mir keine Chance, auch wenn der Kommentar zum Artikel passt. Geht alles in den Papierkorb.

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Dangerblood: DoFollow als Ehrensache zu sehen finde ich gut. Wie erwähnt, ob es wegen NoFollow weniger Spam gibt ist eine Rechenaufgabe. DoFollow sollte auf jeden Fall über den Spam gestellt und nicht deswegen wegreduziert werden.

      Antworten
  2. Dangerblood sagte:

    Achja, und DoFollow ist für mich Ehrensache. Ich kann das ganze Gejammer von wegen „Ohh, mehr Spam“ und „Was wird Google dazu nur sagen“ etc. echt nicht mehr hören.

    Antworten
  3. DanielB sagte:

    Mir fällt gerade auf, dass ich komischerweise auf das Thema eingegangen bin, aber nicht wusste, dass es zum Webmaster Friday passt. Also DoFollow oder NoFollow ist mir relativ egal. Ich habe zwar ein Plugin dafür installiert, aber grundsätzlich lasse ich die Links auf DoFollow.

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @DanielB: DoFollow oder Nofollow ist mir insoweit egal, dass ich trotzdem kommentiere wenn ich was zu sagen habe. Gut kann ich NoFollow nicht heißen.

      @Timo: Beliebt und verwirrend… viele Webmaster schauen dann sofort nach was da nicht stimmt. In Sachen Keyword kommt es ganz auf das Wort an. Verwendet jemand seinen Blognamen sehe ich das nicht so eng wenn der Rest stimmt. Im Zweifelsfall gibts dann immer noch meine Mülldeponie :cool: .

      Antworten
  4. Timo sagte:

    „Hey dein Theme sieht aber auf dem iPad komisch aus“

    Ist auch sehr beliebt :=) Ich selber schau meistens, ob die Person ein Keyword als Namen verwendet. Das ist für mich ein NoGo.

    Antworten
  5. Alex sagte:

    Hallo,
    wieder die alte Leier mit Follow und NoFollow. Ich bin der Meinung wer was zu sagen hat, sagt es im Kommentar und wird nicht von so einem Link abgehalten. Zweitens heißt NoFollow das der Link keinen Juice überträgt, der Link wird trotzdem verfolgt von Bots und hat fast gleichen Effekt.

    Grüße,
    Alex

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Alex: Aber eben der Juice ist es, auf den viele Spammer und SEO-Jäger abzielen. Von daher hat NoFollow sicherlich seinen tieferen Sinn… wenn man nicht selbst Hand anlegt und aussortiert.

      Antworten
  6. Alex sagte:

    Was Spam-Kommentare angeht, da gibt es bei mir 3 Kategorien.
    1. Schublade: Spam und weg – gelöscht.
    2. Schublade: Versuch von SEO Lin Platzierungen – wenn es zum Artikel passt, auf nofollow setzen aber bestehen lassen.
    3. Schublade: Doch kein Spam – freischalten
    So halte ich es zumindest! :)
    Gruß, Alex

    Antworten
  7. Alex sagte:

    Hey Thomas

    Also für die Hammels mache ich mir nicht noch extra Mühe um eine eigene Mülldeponie anzulegen.
    Auch wenn mir der Name bei dir hier natürlich gefällt! :D

    Besten Gruß, Alex

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Alex: Die Deponie war schnell angelegt. Ich sag mal so, so ein SEO-Jäger hat schon einen gewissen „Schaden“, wenn sein Keyword-Name mit einer Mülldeponie in Verbindung gebracht wird :mrgreen: . Den Spaß gönne ich mir, kostet ja nichts.

      Antworten
    • Thomas sagte:

      @Alex: Ja nä…! Und der Kommentar hinter Dir wollte offenbar gleich mal testen wie die Mülldeponie funktioniert :mrgreen: . So schnell kann das manchmal gehen :wink: .

      Antworten
  8. Marko sagte:

    Ich denke deine Unterscheidung zwischen manuellen und automatischen Spam ist nicht ganz richtig.
    Es ist problemlos möglich themenspezifische Blogs automatisch zu finden und darauf Spam Kommentare abzusetzen. Nur weil jemand themenspezifisch spammt, ist das kein Hinweis darauf dass er es manuell getan hat. Auch Trackbacks lassen sich automatisch versenden.
    Und das Ziel ist bei automatischen sowie manuellem Spam das gleiche, es geht immer um den Backlink. Was sonst sollte der Sinn eines Spambots sein? Der macht das ja nicht weil er grad nichts besseres zu tun hat :mrgreen:
    Irgendwelche wirren Buchstabenfolgen oder Links zu nicht existenten Seiten sind einfach nur reine Test Postings.

    Antworten
  9. Alex sagte:

    Zu viele Alex(en) hier auf dem Blog unterwegs, ich weiß schon nicht mehr auf wenn was bezogen ist ;)

    Das stimmt nicht ganz Thomas, die meisten Spams werden nicht manuell eingegeben und vom Programm übernommen – Email und weiteres wird automatisch generiert, aber die manuell erstellten Spam- Kommentare, die werden meist geprüft und die Stärke des Links wird untersucht :)

    Grüße,
    Alex

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Alex (Zabang): Gegen die „Alex-Flut“ bin ich leider machtlos. Ich spreche hier jetzt nur für meinen Blog, hier werden im Verhältnis die meisten Spams manuell eingegeben. Das liegt daran, dass der ganze Automatenspam komplett verschluckt wird und mir erst gar nicht angezeigt wird. Insgesamt betrachtet magst Du durchaus recht haben.

      @Marko: Ich erkläre es Dir sehr gerne. Dein Kommentar war zum Thema passend, stimmt. Genau deswegen wurde er ja auch als solches zugelassen und nicht ganz ins Jenseits geschickt. Den Link habe ich aus zwei Gründen entfernt:

      1. Im Impressum Deiner Webseite steht ein ganz anderer Name als der von Dir hier verwendete. Sorry, ich mach mir eben die Mühe und „kontrolliere“ Links in dem ich einfach mal vorbei schaue. Ich persönlich kenne keinen Grund warum ich mich z.B. Leo nennen soll wenn ich eigentlich Moritz heiße :wink: . Sowas ist bei mir bereits ein Indiz für „Spam“.

      2. Du setzt hier in genau diesen Beitrag eiskalt einen Link der zum Ziel eine Software hat, die u.a. zum Vollspammen von Blog und Foren dient und erwartest meine Freischaltung? Ich glaube das muss ich nicht weiter kommentieren bzw.überhaupt erklären warum hier der Link entfernt wurde.

      Ich vergraule hier garantiert keine Leser, bei mir hat jeder Kommentar der sich an meine Nutzungsbedingungen hält eine 100%ige Chance für Veröffentlichung.

      Antworten
  10. Marko sagte:

    @Thomas: Was genau war jetzt an meinem Kommentar Spam? Sorry aber das versteh ich jetzt wirklich nicht.
    Mein Kommentar passte zum Thema, war garantiert nicht automatisch geschrieben, kein Link im Kommentar außer im Webseite Feld wo er hingehört, keine Keywords, etc.
    Find ich nicht besonders nett meinen Kommentar als Spam zu bezeichnen, den Link zu entfernen aber den Kommentar trotzdem zu behalten.
    Ich hab mir die Zeit genommen und hab versucht dir etwas zu erklären, als „Dank“ bezeichnest du das als Spam. So kann man seine Leser auch vergraulen.

    Antworten
  11. Marko sagte:

    Die Seite gehört meinem Vater, mit dem ich zusammen arbeite. Sorry ich möchte nicht unhöflich sein, aber das geht dich im Grunde überhaupt nichts an und ist doch vollkommen irrelevant. Mein Name ist Marko und den hab ich dazu geschrieben. Was du daran ungewöhnlich findest wenn in einer Firma mehrere Leute arbeiten ist mir leider unverständlich.

    Hättest du unsere Seite gelesen, hättest du im 1. Satz lesen können das diese Software zu mehr als nur Spam zu gebrauchen ist.

    Wenn du meine Kommentare nicht haben möchtest, dann entferne sie doch einfach komplett. Aber den kostenlosen Content nimmst du scheinbar gerne mit, aber den Link entfernst du. „Nette“ Einstellung.
    Dabei hatte ich den Kommentar nicht mal wegen dem Link geschrieben. Ein Nofollow Link mit Marko als Keyword, ist sicher nichts wofür ich mir ein Bein ausreiße.

    Und ja, so vergrault man sich Leser. Du hattest in mir einen gefunden. Ich hab deinen Blog über Webmaster Friday gefunden, fand das Thema interssant und hab einen freundlichen Kommentar geschrieben in dem ich dir sogar weiterhelfen wollte. Ich wäre sicher mal wieder gekommen, aber wenn man gleich so unfreundlich behandelt wird, dann hat sich das natürlich erledigt.

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. Wann ist ein Kommentar Spam? | www.toalster.de sagt:

    […] Ab wann ist ein Kommentar als Spam einzustufen? | Nicht spurlos.de […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt. Du kannst aber auch abonnieren ohne zu kommentieren.