Treibstoffkosten sparen mit Gasantrieb. Jetzt auf Fahrzeuge mit Gasantrieb umsteigen und über 800 Euro pro Jahr einsparen. Alternative Energien oder eine andere Art der Abzocke?

Klingt ja im Prinzip nicht schlecht, 800 € an Treibstoffkosten pro jahr einzusparen ist für viele eine Menge Holz. Vorallem für jene, die auf das Auto nicht verzichten können und den hohen Spritkosten einfach ausgeliefert sind. Fahrberichte, Sicherheitstest und Kostenprognosen für Gasfahrzeuge, all dies kann man in einem jetzt beim ADAC erschienenen Artikel nachlesen.

Anzeige

Ich zweifel die dortige Berichterstattung in keiner Form an, letztlich hat es der ADAC als solches auch nicht in der Hand, wer sich welches fahrzeug kauft, umrütstet oder sonst was. Doch irgendwie erinnert mich das an länger verstrichene Zeiten, in denen es dann hieß, „kauf dir einen Diesel, da kannst Du richtig Geld sparen, die Anschaffung ist etwas teurer aber der Sprit ist dafür erheblich günstiger, das lohnt sich!“

Immer die selbe Masche – erst anlocken dann abzocken

Und heute? Heute kostet der Diesel bestenfalls noch 1-2 Cent weniger als Normalbenzin, oftmals gleich und manchmal hat man auch schon Zapfsäulen gesehen, an denen der Diesel teurer als Super bleifrei war. Die Tendenz ist weiter steigend, an der Börse wird Diesel teurer gehandelt als Benzin. Erst hat man die Autofahrer zum Dieselfahrzeug „gelockt“ und nachdem viele dorthin gewechselt sind zockt man sie nun ab. Können ja nichts anderes tanken…. Pech gehabt.

Dazwischen kam dann noch der Boom mit den Rußpartikelfiltern, Leute kauft Rußfilter, das ist wichtig, das spart Kfz-Steuern und und und….. Wieder konnte man den Dieselfahrer schröpfen. Schon eine feine Sache, wenn fast jedes zweite zugelassene Fahrzeug mit Diesel fährt, da klingeln die Kassen so richtig und die Wirtschaft freut sich. Und nun der Rückgang bei den Zulassungen von Dieselfahrzeugen hinsichtlich der extremen Preisentwicklung.

Doch was einmal so kassenfüllend funktionierte, das klappt bestimmt ein zweites Mal genauso ertragreich, man muss nur wieder eine Locktaktik anwenden, dann kommen die dummen Autofahrer und steigen um. „Leute steigt um auf Gas, das schont die Umwelt und ist sooo günstig im Verbrauch!“

Und wieder steigt man um und hat dann ein Fahrzeug, dass keine Treibstoffalternativen zulässt, wieder kommen irgendwelche Filterboxen oder sonst ein Quatsch und dann schraubt man den Preis für Autogas nach oben… so richtig kräftig. Und wieder reingefallen!

Wie oft dieser billige, miese Trick wohl noch klappen wird, bis der Autofahrer merkt, er ist und bleibt die Melkkuh der Nation, egal mit welcher Treibstoffsorte und Motorisierung auch immer.

Anzeige

Spinnen locken mit einer ähnlichen Taktik ihre Beute ins Netz. Der Autofahrer sollte klüger sein!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
3 Kommentare
  1. Sebastian sagte:

    :mrgreen:

    Genau,wechselt alle auf Gas. Vor allem weil die Gaspreise mit den Ölpreisen irgendwie gekoppelt sind.

    Was mich an meinen Diesel nur tröstet ist, das ich trotzdem noch ein wenig Geld spare bei den jetzigen Preisen,da ich mit einem Liter weiter komme als bei Benzin.

    Antworten
  2. E.R. sagte:

    Ganz meine Meinung. Gas ist absolut keine Alternative, imho einzig ist einzig und alleine Elektroantrieb die Zukunft, gekoppelt mit zunehmender Erzeugung elektrischer Energie per Fotovoltaik.

    Antworten
  3. Thomas sagte:

    @E.R.
    Die von Dir aufgezeigten Alternativen sind voll in Ordnung. Was aber speziell die Besteuerung und sonstige „unsinnige staatliche Abgaben“ hierfür betrifft könnte man sich heute schon sicher sein, dass der Erfindungsgeist nicht lahmen würde. Schließlich will man ja Mindereinnahmen ausgleichen. Und das ist es was ich verurteile. Aus Gründen des Umweltschutzes etwas einzuführen ist lobenswert, es aber dann finanziell auszuschlachten alles andere als das.

    Spätestens dann war der Umweltgedanke nicht mehr vordergründig!

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt. Du kannst aber auch abonnieren ohne zu kommentieren.