Blog AdventskalenderWahnsinn, ist es schon wieder soweit….! Spätestens wenn ich meinen Artikel zum Adventskalender schreibe wird mir bewusst wie schnell die Zeit, das Jahr vergangen ist. Na dann woll’n wir mal.

Dieser Blog Adventskalender 2014 findet schon sechs Jahre in Folge statt und ich bin seit Anfang an mit dabei. Also ist es auch dieses Jahr Ehrensache einen Artikel beisteuern zu dürfen, diesmal in Form des 3. Söckchens.

Dieser Artikel hier soll gewissermaßen auch eine Hommage an meinen verstorbenen Vater sein aufgrund dessen handwerklichen Fähigkeiten eigentlich erst der „weihnachtliche Schreibstoff“ für diesen in Form einer Geschichte geschriebenen Artikel entstanden ist.

Der Holzwurm

Holz war zwar nur einer von vielen Werkstoffen welcher mein Vater bearbeitet hatte, aber es nahm speziell zu Weihnachten hin den größten Anteil ein. Bei mir sind es Elektronikmärkte die mir unter Umständen Glanz in die Augen zaubern, bei meinem Vater waren es Baumärkte und Geschäfte für Bastelzubehör aller Art. Nicht zuletzt dort holte er sich seine nächsten Bastelideen die er tagsdrauf gleich in die Tat umgesetzt hatte. Für jedes noch so alte Brett welches ich dem Sperrmüll zugeführt hätte fand er noch eine sinnvolle Verwendung gefunden.

Seine Bastelergebnisse waren Krippen, Krippen in allen möglichen Größen und Bauarten (von alpenländisch bis orientalisch) die er auch auf Bestellung angefertigt hatte. Es versteht sich hahezu von selbst, dass er auch das Zubehör zur dekorativen Ausgestaltung der Krippen vom Spaten über Heugabeln, Schubkarren, Milchkannen und dergleichen selbst angefertigt hat. Ein besonderes Augenmerk legte er auch auch kleine Details wie z.B. einen rauchenden Kamin den er über eigens dafür integrierte kleine Metallkammern und Räucherkerzchen realisierte. Auch die Beleuchtung der Krippenställen durfte nicht fehlen.

Die Bäume vor dem Haus, der Wasserbrunnen oder auch der Holzstapel für das Kaminholz – auch Bänke und Tische wie sie nun mal vor alpenländischen Hütten stehen, kein Handgriff war im zuviel gewesen um es in die Tat umzusetzen. Das ganze Jahr ist er in seiner wirklich sehr gut ausgestatteten Werkstatt tätig gewesen um anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Sich selber machte er damit aber die aller größte Freude weil sein Hobby geeignet war Freude weiterzuschenken.

Und seine Freude war durchaus berechtigt wie ich finde. Zu Beginn der Adventszeit standen in seinem der eigentlichen Werkstatt angeschlossenen „Krippenlager“ neben den vielen anderen Bastelarbeiten zwischen 15 und 20 verschiedene Krippen, die 7 bis 10 Sonderanfertigungen aus Bestellungen hier einmal nicht mit eingerechnet.

Auf drei aufeinanderfolgenden Adventsbasaren wurden die Krippen dann komplett und ohne Abzug von Materialkosten zu Gunsten von sozialen Zwecken verkauft. Die vielen Arbeitsstunden welche in jeder einzelnen Krippe steckten hätte man sowieso nicht dazurechnen dürfen, die Krippen wären sonst unverschämt teuer geworden. Und weil dem nicht so war wurden über gut 10 Jahre hinweg stets alle Krippen verkauft und keine musste wieder zurück ins Lager.

Eine dieser selbstgebauten Krippen steht heute in unserem Wohnzimmer, sie verkörpert Weihnachten und erinnert zugleich an eine unwiederbringliche Zeit. Dieses Foto möchte ich hier natürlich nicht vorenthalten.

selbstgebaute weihnachtskrippe

Weihnachteskrippe Marke „Eigenbau“

Die unzählig vielen Stunden die mein vater in seiner Werkstatt zugebracht hat geraten somit nie in Vergessenheit. Denn auch eine selbstgebaute Krippe – oder besser gerade eine solche – sind bei pfleglichem Umgang ein Stück für die Ewigkeit. Wieviele Krippen meines Vaters so quer durch Deutschland verteilt sind kann ich nicht sagen, im dreistelligen Bereich ist es aber garantiert. Und ich bin mir sicher dass diese Krippen in diesem Tagen wieder aus dem Keller geholt und aufgebaut werden… ist auch ein schönes Wissen wie ich finde. Mein Vater lebt (nicht nur) dadurch weiter und man wird immer wieder von ihm sprechen.

Vielleicht hat dieser Artikel auch dazu animiert selbst in den Krippenbau einzusteigen, dieses Buch könnte Euch dann eine Einstiegshilfe sein. Ich hoffe mit dieser sehr persönlichen Geschichte ein wenig auf die Adventszeit und das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt zu haben und freue mich auf alle Artikel die im Rahmen des Blog Adventskalenders 2014 noch kommen werden.

Und so gehts weiter

Das vierte Söckchen des Blog Adventskalenders 2014 gibt es morgen bei einem dieser Blogkollegen (-innen):

Klickt Euch durch und findet heraus wer den nächsten weihnachtlichen Artikel für Euch hat. Abgesehen vom Adventskalender lohnt es sich sowieso bei allen Teilnehmern mal vorbeizuschauen. Wer alles am diejährigen Adventskalender mit seinem Blog teilgenommen hat erfahrt ihr spätestens am 24.12.2014 beim OffenenBlog von Alex, dem Initiator dieser wie ich finde schönen Blogaktion.

Zum Schluss wünsche ich allen Teilnehmer-(innen), allen Lesern und Leserinnen sowie deren Familien die diesen Artikel hier lesen eine besinnliche Adventszeit ohne Stress und Hektik wie er in dieser Jahreszeit schon fast vieler Orts zur Normalität gehört.