Bloggen ist rechtlich bedenklich

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Deutschland – Du und Dein Datenschutz.

Ist ja wirklich lachhaft was da so abgeht. Noch gar nicht lange her, da war Subscribe-to-Comments rechtlich höchst bedenklich. Reihenweise hatte es die Blogger(-innen) deaktiviert um nicht in die Paragrafenfalle zu tappen, die irgendwelche spitzfindigen Leute aufgestellt haben. Das Problem wurde zum Glück relativ schnell gelöst und von Infogurke kam eine dem deutschen Recht enstprechende Version heraus. Das rechtliche Gleichgewicht war wieder hergestellt.

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Denkste! Wäre ja auch sowas von langweilig. Jetzt ist das Spamplugin Akismet rechtlich bedenklich, weil es Daten an einen amerikanischen Server überträgt, gerade hab ich’s via Gillys Playground gelesen. Einfach nur bescheuert sowas. Jetzt deaktivieren dann alle wieder Akismet, nehmen andere Alternativen und öffnen ggf. den Spammern Tür und Tor, nur um den Datenschutzrechtlern Genüge zu tun.

Gute Alternativen gibt es, aber sind diese unbedenklich hinsichtlich des Datenschutzes. Defensio über das ich schon berichtete, „telefoniert“ doch auch mit Zuhause, oder irre ich mich da? Wenn ja, dann bestünde hier das gleiche rechtliche Problem wie bei Akismet. Wird ja langsam wirklich kompliziert.

Das neue Antispam Bee von Sergej Müller befindet sich bei mir derzeit noch im Test. Es arbeitet bislang einwandfrei. Für eine konkretere Aussage muss es aber noch ein wenig schuften :wink: .

5 Kommentare zu „Bloggen ist rechtlich bedenklich“

  1. Ganz ehrlich? Ich finde es könnte sich mal irgend ein Anwalt *lawblog hust* der WordPress nutzt mal die Mühe machen könnte, nen gescheites Impressum für Blogs zu erstellen. Ich habe meinen vorhin mal angerufen, der will mal lieber 1200€ dafür haben :-(

    1. Umsonst Gilly wird man da nichts bekommen. Einen Dienst für die Allgemeinheit darf man glaube ich nicht erwarten. Es wäre ein großer Schritt nach vorne, was den ganzen Abmahn- und Datenschutzsumpf betrifft. Und der Schritt ist lange überfällig.

  2. Pingback: Und noch'n Blog ... » Werden Computer bald verboten?

  3. Pingback: Akismet-Plugin rechtswidrig? | Datenschutz-Blog

  4. Bei den diversen DSBs der Länder können kostenfrei Vorlagen herunter geladen werden, z.T. auch Checklisten, mit denen man eine Datenschutzerklärung erstellen kann.
    Die Arbeit steckt nämlich in erster Linie in der Anpassung der Datenschutzerklärung und in dem Wissen, welche Dienste wie was nutzen und machen. Das Kann ein Anwalt nicht für alle Blogs veröffentlichen, weil nicht alle Blogs dieselbe Software nutzen:
    der eine Google, der nächste Piwik, ein anderer speichert gar nicht.
    Aber so ist das heute nun mal: haben wollen alle – aber zahlen keiner. Ich arbeite übrigens auch nicht gern umsonst…

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