Nein, ich meine jetzt nicht das Cocktailkleid meiner Frau….. aber die Bezeichnung „Das kleine Schwarze“ trifft doch auch nunmal auf meinen neuen Begleiter zu, den EeePC Asus 1000HE, der heute angekommen ist. Nachdem es bereits am Samstag die Nachlieferung meines Surfsticks auch geschafft hatte, steht dem Eintauchen in die mobile Welt nun nichts mehr entgegen.

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Das eine oder andere kleine Häckmäck gibts natürlich immer, wenn man Hardware einsetzt die seitens des Herstellers der „Windows-Diktatur“ unterlegen ist. Denn trotz des Debianpakets umtsmon wurde der Surfstick zunächst vom System nicht erkannt. Zwei Eigenarten sind mir dabei aufgefallen. Der Stick musste auf der rechten Seite des EeePC eingesteckt werden und beim ersten Mal war es notwendig das Skript über den Terminal aufzurufen (Befehl: umtsmonscript).

Jetzt wurde der Stick ornungsgemäß erkannt und forderte die Eingabe des PINs. Die erste Verbindung stand und hat mich auch von der Geschwindigkeit absolut überzeugt. Ohne in der Nähe eines Hotspots zu sein hatte ich durchwegs 3,0 Mbit/s. Die Mühen rund im die Installation haben sich allemal gelohnt, macht richtig Spaß.

Und der EeePC selbst? Genau das was ich mir vorgestellt habe ist auch geliefert worden. Einzigste Abweichung zur Standardausführung des 1000HE ist die mit 2 GB RAM doppelte Leistung des Arbeitsspeichers. Mit 1440 Gramm (inkl. Akkupack) und bei einer Größe von 265 x 190 x 42 mm ist der 1000HE ein wirklich handlicher Begleiter.

Die beiliegende Neoprentasche tut vorerst ihren Dienst. Eine andere, auch das Zubehör fassende Tasche kann ich mir ja noch zulegen. Ein Vorteil des Neoprenmaterials: Fingerspuren, die auf dem schwarzen Klavierlack nunmal schneller zu sehen sind werden beim Transport nahezu entfernt. Ein bisschen polieren bringt niemanden um und in schwarz sieht er einfach edler aus – finde ich.

Auch der Bildschirm bei Sonneneinstrahlung hat mich überzeugt, das Bild ist deutlich erkennbar – nichts spiegelt. Die beiden eingebauten Lautsprecher sind für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichend, kratzen bzw. scheppern nicht und sind durchaus auch für musikalische Hintergrundbeschallung dienlich – wer das unbedingt benötigt.

Touchpads sind immer eine gewöhnungsbedürftige Angelegenheit, nicht jeder kommt damit zurecht, ungeachtet deren Größe. Das Touchpad des 1000HE reagiert schnell und präzise, die beiden „Maustasten“ sind vielleicht ein wenig schwergängig, aber lieber etwas härter als wie eine versehentliche Reaktion beim Vorbeistreifen.

Die Akkulaufzeit von 9,5 Stunden wie sie versprochen ist trifft zu. Erst nach 9 Stunden und 18 Minuten wollte der EeePC wieder ans Netz zum „Auftanken“ angeschlossen werden. Somit braucht man sich unterwegs nicht ständig nach einer Steckdose umschauen.

eee pcDer von Asus zur Verfügung gestellte Onlinespeicher (Storage) von 10 GB kann nicht genutzt werden. Hierfür ist unbedingt Windows XP erforderlich um diese verwalten zu können. Aber mal ehrlich, ein Onlinespeicher dessen Verwalter man nicht selbst ist…. ich weiß ja nicht so recht. Sollen den mal die Windowsnutzer in Beschlag nehmen :wink: .

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Dass dieser Artikel natürlich auf dem EeePC verfasst wurde muss ich glaube nicht unbedingt erwähnen, das versteht sich doch von selbst. Auch die Bildbearbeitung mit Gimp funktionierte trotz kleinerem Bildschirms und des Touchpads problemfrei. Eben alles nur eine Übungssache. Zusammen mit (K)ubunu werde ich garantiert noch viel Spaß haben und so manchen Beitrag (natürlich auch von unterwegs) bearbeiten.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
8 Kommentare
  1. Ecki sagte:

    Irgendwie scheint ja jeder diesen Stick anzubieten. Im Prinzip alle Mobilfunkanbieter. Ich besitze den von Fonic, und bin ganz zufrieden. mehr als zwei Tage im Monat benutze ich den ja nicht. Dafür ist die Tagesflat schon in Ordnung :)

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  2. Thomas sagte:

    Naja, Fonic ist ja nichts anderes als O2, eben nur der „Billigableger“ davon. Bei nur zwei Tagen im Monat ist das vollkommen ausreichend. Für meine Bedürfnisse würde ich das massiv draufzahlen. Die Sticks sind gerade auf dem Vormarsch, das stimmt.

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    • Thomas sagte:

      @Aquii: Ne, ist kein Flashspeicher, sondern eine ganz normale 160 GB HDD. Und trotzdem hat es erstaunliche Power ohne Ende.

      @Toby: Willkommen bei Nicht-spurlos. Ich konnte bislang nicht nachteiliges feststellen. Wobei Kubuntu auch nicht solche Ansprüche stellt wie das Window tut – muss man auch zugeben.

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  3. Toby sagte:

    Ich habe auch 2GB im Netbook, das ist wirklich eine sinnvolle Investition, macht das ganze Arbeiten viel flüssiger.

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  4. David sagte:

    Ich kann mir nicht helfen, aber mir sind die Dinger zu klein. Hatte mir auch ein Netbook geholt, und nachdem ich 50 mal die Krise bekommen habe, weil ich damit einfach nicht tippen kann, es wieder in die Ecke gestellt.

    Liegt’s an mir? :)

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  5. Thomas sagte:

    @Robert: Wenn man dem You-Tube-Fetischismus oder der Musikpiraterie unterlegen ist mag das schon sein. Ich habe damit keine Probleme, man muss eben immer vorab klären, was man damit anfangen möchte. Als Mega-Download-Maschine ist ein Netbook eigentlich nicht gedacht.

    @David: Ich würde sagen ja, es liegt an Dir. Einzigster Ausweg – Zweittastatur für Sehbehinderte :mrgreen: !

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