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Der Ernst des Lebens (Stöckchen)

Kürzlich bin ich mal auf ein Stöckchen gestoßen, das sich mit durchaus ernsten Themen auseinandersetzt – aber lest selber! Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für mein Dafürhalten durchaus Fragen, mit denen man sich einmal auseinandersetzen sollte.

1. Hast Du Angst vor dem Tod?
Nein.

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2. Hast Du Angst vor dem Sterben?
Ja und Nein. Ja, weil man (zum Glück) nicht weiß unter welchen Umständen man aus dem Leben scheidet. Und Nein, weil bereits mit der Geburt der Weg des Sterbens beginnt.

3. Würdest Du der Sterbehilfe zustimmen, wenn sie erlaubt wäre in Deutschland?
Definitiv Nein, weil der Grad zwischen   Sterbehilfe und Mord verdammt schmal ist. Wer sich mit dem Gedanken trägt Sterbehilfe einmal in Anspruch zu nehmen sollte sich für mein Empfinden lieber mit einer Patientenverfügung befassen und sich nicht auf u.U. geldgierige Sterbehelfer verlassen.

4. Hast Du schon einmal über Organspende nach gedacht?
Ja. Die Organspende ist ebenso wie die Sterbehilfe ein heißes Eisen. Sie kann durchaus Leben retten und speziell hierfür wäre ich jederzeit bereit. Doch wer garantiert mir, dass man mich nicht wegen geringer Überlebenchancen nicht vorzeitig über die Klinge springen lässt, weil man mein Herz, meine Niere oder sonst etwas brauchen kann?

5. Kannst Du verstehen, wenn Menschen Selbstmordgedanken hegen?
Ja kann ich verstehen auch wenn es für mich selbst niemals in Frage käme. Es gibt Situationen mit denen der eine oder andere Mensch einfach nicht umgehen kann und absolut keinen anderen gangbaren Weg sieht.

6. Würdest Du gerne zu Hause im Kreis deiner Familie sterben, wenn das möglich wäre?
Unbedingt, sofern ich meiner Familie dadurch nicht zusätzlichen Nervenstress bereite, weil sie den kompletten Sterbeweg mitgehen „müssen“.

7. Wie würde Deine Beerdigung aussehen? Hast oder würdest Du sie testamentarisch festlegen?
Darüber habe ich mir zugegebener Maßen noch keine konkreten Gedanken gemacht. Testamentarisch festlegen würde ich auf jeden Fall, dass all jene „Freunde“ die keine wirklichen Freunde waren fernbleiben sollen. Schleimerei und falsches Beileid mag ich nämlich überhaupt nicht, auch nicht meiner Familie gegenüber!

8. See-, Feuer-, oder Erdbestattung?
Diese Frage ist bislang komplett offen, weil jede Form der Bestattung sein Für und Wider hat.

9. Welches Lied würde bei deiner Beerdigung gespielt?
Hamburg meine Perle von Lotto King Karl.

10. Kommt für Dich ein Anonymes, Teilanonymes oder eine Friedwald – Grabstätte in Frage?
Diese Frage hängt massiv von Nr. 8 ab, ich kann dazu im Augenblick noch nichts sagen.

11. Würdest Du wollen das deine Angehörigen ewig schwarz tragen zum Zeichen der Trauer?
Nein. Zur Trauer gehören andere Dinge als wie reine Äußerlichkeiten. Davon hat niemand etwas und außerdem werden die Angehörigen auf Grund ihrer Kleidung vermehrt darauf angesprochen, was die eigene Verarbeitung alles andere als positiv beeinflußt.

12. Glaubst Du an ein Leben nach dem Tod?
Glauben heißt auf weiten Strecken „nichts wissen“.

13. Was passiert wenn Du gestorben bist?
Ich bin noch nie gestorben, woher soll ich das wissen. Klingt vielleicht zynisch, aber stimmt doch. Es kam noch keine(r) zurück und konnte darüber Bericht erstatten.

14. Glaubst Du an Wiedergeburt?
Nein, wenngleich in manchmal scherzhaft sage „wenn ich wieder auf die Welt komme…..“. In meinen Augen Humbug.

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Wer das Stöckchen findet und sich auch zu diesen Themen äußern möchte nimmt es einfach mit…

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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4 Kommentare

  1. Sehr interessant. Sobald ich in den nächsten Tagen Zeit finde, werde ich das aufnehmen.

    Zu deinen Antworten: Glaubst du wirklich, dass weniger getan wird im Falle eines Unfalls, wenn du einen Organspendeausweis hast? Hast du einen solchen Fall erlebt oder beruht das allein auf Angstmacherei? Ich finde es sehr wichtig, einen Ausweis zu haben – denn da steht ja drin, ob du spenden möchtest oder nicht und du kannst sogar bestimmte Organe angeben oder ausschließen. Wenn mehr (=genug) Menschen einen Ausweis hätten und somit der Mangel an Organen nicht mehr gegeben ist, würde sich deine Frage gar nicht stellen.
    Sehr schöner Artikel dazu: http://gesichtet.net/2009/02/organspende-und-organspendeausweis/

    • Schön wenn ich Dich inspirieren konnte. Dachte mir, es handelt sich mal um ein „etwas anderes“ Stöckchen – warum auch nicht.

      Ich weiß von einem Fall, bei dem sich der Verdacht dazu regelrecht aufzwängt, unterstelle natürlich keiner Klinik ein solches Vorgehen. Über Organhandel wurde und wird immer wieder mal berichtet, solche Berichte besänftigen mich allerdings in meinem Denken nicht unbedingt.

      Es darf auf keinen Fall so laufen, dass mit dem „richtigen Scheck“ in der Hand jemand eine lebenswichtige Transplantation früher erhält als weniger betuchte aber schon länger wartende Patienten. Der Gedanke an ein „Ausschlachten“ von Unfallopfern und die Erzielung von Profit stellt mir ehrlich die Nackenhaare.

  2. Hallo Thomas,
    kann mich da nur Julia anschließen.
    Hatte selber auch mal etwas dazu geschrieben: Tabuthema Nr.1.

    Toll das Du dieses „schwierige“ Stöckchen aufgenommen hast.
    Für meinen Geschmack viel interessanter als die ganzen Handy-Beiträge in meinem Feeder.
    Schönen Gruß
    Gorden

  1. Pingback: Der Ernst des Lebens | tonnendreher

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