Eine Aussage die schnell gemacht ist und die für den Beschuldigten massivste Auswirkungen mit sich bringt – vorläufige Untersuchungshaft könnte da noch zu den kleineren Übeln gezählt werden. Soll nicht bedeuten, dass ein Gefängnisaufenthalt ein schönes Erlebnis ist, aber die Spätfolgen einer solchen Anschuldigung können ganze Existenzen vernichten während die U-Haft vorbei geht.

Man kennt ja die gesellschaftliche Haltung zur Genüge. „Da wird schon was dran sein“ bekommt man zu hören auch wenn die vermeintliche Straftat nicht nachgewiesen werden kann bzw. sich als erfunden erweist. Ohne hier irgendwelche Wertungen abzugeben oder eine solche Tat rechtfertigen zu wollen , aber dass Frauen in so einem Fall zunächst „pauschaler Glaube“ geschenkt wird ist nicht von der Hand zu weisen. Und damit bin ich auch schon beim eigentlichen Grund meines Beitrages.

Diese pauschale Glaubwürdigkeit machen sich einige Frauen / Mädchen auch zu Nutze um Rachefeldzüge gegen (Ex-)Ehemänner und Freunde zu starten – getreu dem Motto „Dir zahle ich es heim“. Auslöser kann durchaus auch eine ganz normale Trennung eines Paares sein. Die möglichen Folgen dieser Anschuldigung wird dabei bewusst in Kauf genommen. Je heftiger diese ausfallen desto größer die Genugtuung.

Haftstrafen zwischen einem und zehn Jahren sieht das Gesetz bei Vergewaltigung oder sexueller Nötigung vor. Gab es die Tat denn wirklich sind diese Strafen meines Erachtens noch viel zu gering ausgelegt. Handelte es sich um eine Erfindung des vermeintlichen Opfers, die von den ermittelnden Behörden nicht als solche aufgedeckt werden konnte wird der „Täter“ damit für den Rest seines Lebens aus dem selbigen gerissen. Den Ruf des Vergewaltigers bringt er nie wieder los.

Nur bis zu fünf Jahren Haft sind bei falscher Verdächtigung möglich. Die Obergrenze wird hier wohl in den seltensten Fällen wirklich verhängt. U.U. nicht zuletzt Dank geschickter Schachzüge des Strafverteidigers. Auch nur mit einer „lächerlichen“ Geldstrafe kann die Frau davonkommen.

Hier sollten die Gerichte exakt die gleiche Strafe verhängen, die auch der Beschuldigte bekommen hätte – selbst wenn das 10 Jahre sind. Denn trotz Freispruchs erlangt dieser Mann nie wieder seinen alten Status in der Gesellschaft. Der „Kratzer“ des Gerichtsverfahrens bleibt und auch zukünftig rückt er ins Licht ermittelnder Behörden… weil es ja schon mal einen Verdacht gegeben hatte.

Sehe ich das zu hart?