Der innerliche Reichsparteitag

genugtuung zufriedenheit

Da lassen wir jetzt mal das Thema mit den Geisterspielen hin oder her komplett weg – gehört hier jetzt nicht hin. Aber so ein Großkampftag in der Bundesliga, an dem der Tabellenführer zu Gast beim Tabellenzweiten ist – das ist für mich egal wie ich es auch dreh und wende ein innerlicher Reichsparteitag. Und das um so mehr, wenn das Spiel so endet wie es das gestern Abend tat. Dortmund 0 – FC Bayern 1 . In keinem aller Spiele einer Saison ist soviel Zündstoff drin – sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz – wie in diesem deutschen Classico der er nicht immer gewesen ist.

Herr F. aus D. hat sich einmal mehr verzockt. Diesmal hat es wohl Folgen für den Schweizer Trainer, entweder er wirft selbst hin oder wird – wie man so schön sagt – gegangen“. Mit ersterem Schritt würde er zumindest nicht sein Gesicht verlieren. Ich mag Schweizer generell schon, ihre besonnene Art Dinge anzugehen gefällt mir. Doch Lucien Favre, mit dem kann ich so rein gar nichts anfangen, im Gegenteil er geht mir richtig auf den Senkel wenn ich ihn nur schon sehe. Lange wird das wie ich vermute nicht mehr der Fall sein – zumindest nicht als Trainer bei Bor. Dortmund. Bayern hat ihm quasi gestern Abend den letzten Zahn gezogen.

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Auch Teile des Präsidiums von Borussia haben sich ebenfalls verkalkuliert. „Letztes Mal haben wir auch gewonnen“ oder auch „im Super-Cup haben wir sie auch besiegt“ – solche Aussagen sind reine Milchmädchenrechnungen, nichts als plumpe Milchmädchenrechnungen. Ein Spiel mit einem anderen zu vergleichen, es diesen vielleicht sogar gleichzusetzen ist wie der hinkende Vergleich von Birnen mit Äpfeln. In Dortmund scheint noch nicht angekommen zu sein, dass jedes Spiel anders ist und Statistiken eben nur ein Zahlenwerk darstellen.

Der beste Beweis dafür das hochgelobte norwegische Ungetüm Haaland. Er hatte einen guten Lauf zu Beginn der Saison, will ich nicht absprechen diese Tatsache. Aber seit dem Neustart der Corona-Saison ist von Haaland auch nicht wirklich nennenswertes zu sehen auf dem Platz – so auch gestern. Den gesamten Spielbericht kann man hier detailliert nachlesen.

Jetzt noch 6 Spiele und Stand heute 7 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten – für Bayern sollte es das gewesen sein, die 8. Meisterschaft in Folge wird wohl zu reinen Formsache ohne den Tag vor dem Abend loben zu wollen. Bayern ist zu sehr profihaft als dass sie sich hier noch die Butter vom Brot stehlen lassen würden. Jetzt kommt erst mal Düsseldorf und dann sehen wir weiter…. was für eine schönes Bergfest heute!

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