DSGVO

Diese Zeit hat es wirklich in sich. Das meines Erachtens absolute Schreckgespenst im Internet heißt derzeit DSGVO (Datenschutzgrundverordnung). Es gibt unwahrscheinlich viel rund um dieses Thema zu lesen im Netz. Zum Teil schafft das aber wieder für mehr Verwirrung unter den „Nicht-Rechts-Experten“ unter uns und das dürfte der wohl größere Teil der Internetgemeinde sein. Was ist denn nun zwingend notwendig, was kann man machen muss es aber nicht und was sollte man auf gar keinen Fall tun. Fragen über Fragen also.

Im Moment sind sehr viele Webseitenbetreiber damit beschäftigt sich für den 25.05.2018 zu rüsten, dem Tag nämlich an dem diese unsägliche DSGVO endgültig greift. Der Countdown läuft quasi und es gibt ggf. viel zu tun.

Anzeige

0Wochen0Tage0Stunden0Minuten0Sekunden

Checkbox für das Formular – ja oder nein?

Zugegeben, ich hatte bis gerade eben auch noch so eine Checkbox unter meinem Kommentarformular stehen, es war das WP GDPR Plugin für WordPress. Ein sehr anschauliches Plugin das im Prinzip ordentlich seine Aufgaben erledigt(e). Wegen seiner nur sehr kurzen Einsatzzeit von einer Nacht hat wahrscheinlich gar niemand seine Existenz bemerkt. Marcus wies mich darauf hin, dass diese Checkbox auch „nach hinten losgehen kann“ und gab mir diesen Link vom Datenschutz-Guru. Danke dafür.

DSGVO Checkbox Kommentarfunktion

Screenshot Checkbox DSGVO

In einem rund 16 minütigem Podcast erläutert der Rechtsanwalt für Datenschutzrecht sehr ausführlich was es mit der DSGVO so auf sich hat. Ganz anhören lohnt. Anschließend habe ich das Plugin wieder entfernt, besser ist es wohl. ich kann die Aufregung von Datenschutz-Guru gut verstehen, dass er genervt ist was die DSGVO betrifft und vor allem von den vielen Fragen rund um diese Verordnung. Aber unter dem Strich betrachtet liegt es doch daran, dass am 25.05.2018 eine Verordnung in Kraft tritt welcher es an verständlicher und für den Laien nachvollziehbarer Aufklärung von offizieller Seite absolut fehlt.

Das würde auch so manchem Missverständnis vorbeugen und die Flut an teils unsinnigen „Aufklärungen“ einzudämmen. Jetzt ist es ohnehin zu spät dafür. 

Checkliste für die DSGVO für Blogger

Anzeige

Eine Checkliste speziell für Blogger was es alles rund um die Datensicherheit zu tun gibt bis zum 25. Mai 2018 gibt es hier beim Datenschmutz, Sehr ausführlich und sehr gut als Leitfaden geeignet. Aber fangt langsam damit an, wer es immer noch vor sich herschiebt. Je nach dem kann es wirklich in Arbeit ausarten was es alles zu regeln gibt.

Hinweis

Dieser Beitrag hier stellt keine Rechtsberatung dar. Er basiert auf eigener Meinung. Auch der Inhalt der verlinkten Seiten muss nicht zwangsläufig richtig sein. Informiert Euch bitte selbst oder holt unter Umständen eine rechtliche Beratung bei einem Rechtsanwalt dieses Fachgebietes ein.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
3 Kommentare
  1. Marcus sagte:

    Gern geschehen.

    Das Teil ist – bei allem Verständnis für den Datenschutz – aber auch absolut zum Abgewöhnen.

    Aber absolut den Vogel schießen natürlich wieder die ab, die in irgendwelchen Büros sitzen, von der Materie Internet noch weniger Ahnung haben als unsere #Neuland-Regierung – was eigentlich unmöglich sein sollte, und die sich dann Datenschutzbeauftragte nennen.

    Und die haben jetzt ein Papier rausgehauen, wonach, wenn ich die Reaktionen darauf richtig verstehe – man eigentlich erst einmal ein großflächigen Layer auf die Webseite klatschen müsste, wo der Besucher zustimmt oder ablehnt, das er getrackt wird.

    Die zerstören mal einfach so mit einem Handstreich die Existenzgrundlage von tausenden von Leuten, die auf Analytics und Co angewiesen sind, weil die Besucherzahlen über ihr Einkommen mitentscheiden.

    Hier die ganze Soße zum Nachlesen. Vor allem Punkt 9.

    Ich würde der Bundesregierung oder der EU vorschlagen, sie kappen das Netz wieder und wir korrespondieren wieder via Pferdekutschen-Post.

    So beamt sich ein Staat, der in Sachen IT und Internet eh schon im hinteren sechstel aller europäischen Staaten liegt, endgültig ins Nirwana.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Das Teil ist – bei allem Verständnis für den Datenschutz – aber auch absolut zum Abgewöhnen.

      Wie die ganze DSVGO auch…! Ich habe dem was Du geschrieben hast nichts hinzuzufügen, ich sehe es genauso. Deutschland (samt den entsprechenden Herren in der EU) und das Internet – das sind zwei Komponenten die irgendwie nie richtig zueinander passen werden. Knüppel zwischen die Beine werfen, das kann man in Regierungskreisen m.E. perfekt. Das war es dann aber auch schon. Ab dem 25. Mai wird es sicherlich noch heißer hergehen als es das bisher schon tut.

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt. Du kannst aber auch abonnieren ohne zu kommentieren.