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Fragwürdige Mehrheiten

Laut dem Ergebnis einer Befragung, sind zwei von drei Bundesbürgern für Schäuble´s  geplante Onlinedurchsuchungen zur Terrorabwehr.

 

Bei derartigen Umfrageergebnissen befällt mich immer ein komisches Gefühl in der Magengegend hinsichtlich der wirklichen Aussagekraft solcher Auswertungen. Ohne hier jemanden etwas unterstellen zu wollen, aber man kann ein Ergebnis auf in die gewünschte Richtung lenken, indem man einen „geeigneten“ Personenkreis befragt.

 

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Mal angenommen:

 

Ich möchte, dass eine Umfrage als Ergebnis hervorbringt,

 

 „Ich könnte ohne weiteres auf das Internet verzichten“

 

dann würde ich eine benötigte Anzahl an Bewohner von Alten- und Pflegeheimen zum Thema befragen und kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ich ein gewünschtes Ergebnis erhalten werde. Anschließend wende ich mich dann an die Öffentlichkeit und verkünde

 

74,5 % der Deutschen könnten jederzeit auf das Internet verzichten.

 

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Wie gesagt, nur mal angenommen ……

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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4 Kommentare

  1. anno dazumals hatte es einen super Beitrag über dieses Thema im MAD … wer erinnert sich noch an dieses Magazin?

    Dabei ging es genau darum wie man mit selektivem Personenkreis Umfrage Ergebnisse manipulieren kann…

  2. M.A.D., klar kenne ich das noch. An diesen Beitrag kann ich mich zwar nicht erinnern, aber ich kann ihn mir lebhaft vorstellen. M.A.D. war für solche Themen wie geschaffen!

    Aber es ist so, das fällt nicht nur bei dieser Umfrage auf. Was soll ich von solchen Analysen halten, die ein Durchschnittseinkommen der Deutschen von 3500 Euro belegen? Hallo? Schon klar, wenn ich dazu die „oberen Schichten“ hernehme, dann erreiche ich diesen Schnitt bestimmt. Aber sind solche Ergebnisse wirklich repräsentativ bzw. glaubwürdig?

  3. tja.. dann lies mal so eine Schlagzeile in der Zeitung…

    Schweizer haben am meisten auf dem Sparkonto
    Laut einer Studie der Allianz Dresdner Economic Research liegen die Schweizer beim Sparvermögen weltweit an der Spitze – noch vor den Amerikanern und Japanern.
    Jeder Schweizer hat im Schnitt 235500 Franken Vermögen in Form von Sparguthaben, Wertpapieren und bei Lebensversicherungen und Pensionskassen. Insgesamt haben die 7,6 Millionen Schweizer Einwohner 1650 Milliarden Franken auf der hohen Kante.

    Ich kann kaum die laufenden Kosten unserer Familie decken…

  4. Genau das meine ich Tom. Aber solange es sich auf solche in meinen Augen blödsinnigen Statistiken handelt ist das noch im Rahmen.

    Aber spätestens dann, wenn man Gesetze aufstellen oder vorhandene ändern möchte, mit Unterstützung solcher „Umfragen“, dann hört der Spaß wirklich auf. Das ist Bürgerverarschung hoch drei.

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