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„Der gute alte Fritz 7570“ hat ausgedient und wurde heute gegen das aktuellste Model von AVM – der Fritzbox 7390 – ausgetauscht. Im Laufe der Zeit sind nach und nach Ausfallerscheinungen aufgetreten, insbesondere auch im WLAN-Betrieb. Bei einer dauerhaften Betriebszeit von über 2 Jahren einerseits kein Wunder, andererseits aber doch nicht ganz nachvollziehbar was die Kundenfreundlichkeit betrifft.

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Die entscheidenden Vorteile der Fritz!Box 7390 aus meiner Sicht habe ich hier mal zusammengefasst.

WLAN-Standard 802.11n – Dual-WLAN

Ein für mich ganz bedeutender Vorteil gegenüber der Fritzbox 7570 liegt im WLAN-Betrieb. Die 7570 beherrscht zwar im WLAN die Netze aus dem 2.4 GHz Band ebenso wie die aus dem 5 GHz Band. Der „Nachteil“ dabei, ich konnte das WLAN entweder 2.4 GHz nutzen oder 5 GHz. Beide WLAN-Netze gleichzeitig bereitzustellen ist nicht möglich gewesen.

Es beherrschen zwar noch lange nicht alle WLAN-fähigen Geräte den WLAN-Standard 802.11n (2.4 und 5 GHz) obwohl es diesen bereits seit 2009 gibt, trotzdem befinden sich in unserm Haushalt Geräte die das weitaus weniger störanfälligere 5 GHz-Band nutzen können. Bislang war situationsbedingt immer abzuwägen welche Geräte ins Netz sollen – die mit 2.4 GHz oder jene mit 5GHz. Speziell die Playstation 3 vom Sohnemann ist so ein „rückschrittlicher“ Kandidat der ausschließlich im 2.4 GHZ-Band funken kann.

Immer wieder zwischen den Funkbändern umzuschalten entsprach auf Dauer auch nicht dem technischen Standard. Mit der Fritzbox 7390 können beide Funkbänder von nun  an gleichzeitig bedient werden!

Fritzbox 7390 mit MyFritz! fernbedienen

Mit integriert in die Fritzbox 7390 ist der kostenlose Zusatzdienst von AVM –  MyFritz!  mit dem es möglich ist von jedem Computer aus auf die heimische Fritzbox zuzugreifen.  Dabei kommuniziert die Fritzbox automatisch mit dem Portal MyFritz.net (Registrierung vorausgesetzt), sodass die IP für die heimische Fritzbox dort hinterlegt und die Weiterleitung überhaupt möglich ist. Genauere Informationen zu MyFritz! bietet mein Praxistest.

4 Gigabit LAN-Anschlüsse

Was nützen schnelle Gigabit-Netzwerkkarten in den Rechnern wenn der Router nur 100 Mbit unterstützt? Die Fritzbox 7390 bietet vier Gigabit-Ethernetanschlüsse. Damit ist zukünftig für einen schnellen und dauerhaft staulosen Datenverkehr gesorgt.

Der schnellste Weg um in den Genuss einer Fritzbox 7390 zu kommen wäre sicherlich eine Bestellung der Fritzbox 7390 beim Versandhändler meines Vertrauens*. Der idealste Weg und sicher auch der günstigste an eine Fritzbox 7390 zu kommen ist der über den Internetprovider.

Auf einen schriftlichen Antrag hin hatte unser Internetprovider (WilhelmTel) die bisherige Fritzbox 7570 gegen eine Fritzbox 7390 ausgetauscht. Manchmal hilft es entgegen allen anderen Meinungen in Foren etc. einfach einen Antrag zu stellen und den Anbieter mit  schlagkräftigen Argumenten davon zu überzeugen einen Austausch vorzunehmen.

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Das macht WilhelmTel im Vergleich zu manch anderen etwas störrischen wirkenden Anbietern sehr kundenfreundlich und darüber hinaus empfehlenswert.

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Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
9 Kommentare
  1. Markus sagte:

    Hi Thomas,

    ich nutze die 7390 schon seit 2 Jahren und bin zufrieden damit.

    Bei mir kommt die Box als DSL-Modem, Router und Telefonanlage zum Einsatz, mit 3 kabelgebundenen und 6 WLAN-Geräten, einem ISDN-Telefon am S0-Bus und einem Faxgerät am A/B-Anschluss. Dazu eine 2TB-Festplatte am USB-Port.

    Ich habe zudem DynDNS und einen Sipgate-Account eingerichtet. Über Erstes kann ich via Internet auf die Festplatte zugreifen, Zweites lässt mich auch mit meiner Festnetz-Hardware über Internet telefonieren.

    Im Moment habe ich jedoch Probleme mit der Internet-Anbindung, die Daten kommen nur noch Bit-weise rein. Ich tippe da aber auf ein Problem mit dem Provider…

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Die 7570 leistete gute Dienste, aber die 7390 ist schon ein ganz anderes Kaliber wie ich bis jetzt feststellen kann. Der Tausch hat sich jetzt schon gelohnt. Vor allem der gleichzeitige Einsatz von 2,4 und 5 GHz bringt große Vorteile. Die Funktion und Handhabung von MyFRITZ! werde ich mir noch genauer ansehen und dann entsprechend berichten.

      Deine Anlage ist sehr gut ausgenutzt wie ich sehen kann.

      Antworten
  2. Guenter sagte:

    Hallo Thomas,

    Du bist von der 7390 sehr angetan. Ich stehe vor der Entscheidung den Provider zu wechseln und zwar von 1u1 mit Fritzbox 7170 zur Entertain-Komplettlösung der Telekom. Die bietet aktuell einen Router SPEEDPORT 921V an, der im T-Forum nicht gerade gut wegkommt. Ich bekomme einen sog. 16000+ ADSL Zugang. Bereits mehrfach habe ich den Hinweis gelesen, dass die 7390 gerade zu einer16000+Leitung nicht so richtig passen würde. Das hört sich dann im T-Forum https://telekomhilft.telekom.de/t5/Geraete-Zubehoer/Speedport-W-921V-vs-AVM-Fritzbox-7390/m-p/885069 “ so an : „Obwohl ich kein Fan von Fritz Boxen bin klebt dennoch die 7390 an meiner KomWand.:-)
    Fuer den 16000 Anschluss nicht das Optimale aber vom Sync her….“
    Negativ kommt offenbar auch der billige VDSL-Chipsatz weg, der offenbar zu Synchronisationsverlusten führen soll.
    Frage:
    a) kann ich anstelle des Telekom-Routers 921V auch die Fritzbox 7390 verwenden oder entstehen bei einem „Fremdprodukt“ erfahrungsgemäß Probleme. Wenn ich damit Probleme bekäme würde die Telekom da keinen Finger krumm machen.

    b) wie bewertest Du den Einwand des angeblich billigen Chipsatzes ?

    Ich bin an Deiner Meinung sehr interessiert.

    Danke für die Mühe

    Gruss Guenter

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Guenter: Willkommen bei Nicht spurlos. Zunächst muss ich mal sagen, dass trotz eines DSL-Standards jeder Anbieter ein bisschen „sein eigenes Süppchen“ kocht. Soll bedeuten, die Firmware der Fritzbox wird ggf. etwas angepasst. Wie das bei der Telekom aussieht kann ich nicht sagen da ich dort zwar mal Kunde war, allerdings zu Zeiten in denen ADSL+ & Co. noch kein Thema waren.

      Generell kannst Du die Fritzbox 7390 an jedem DSL-Anschluss betreiben, also auch bei der Telekom. Hinsichtlich des DSL-Standards ADSL2+ schreibt AVM:

      Annex J unterstützen nur FRITZ!Box-Geräte, deren Seriennummer nicht in diesen Bereichen liegt: ****.330.00.000.001 – ****.330.00.054.465 oder ****.348.00.000.001 – ****.348.00.008.389.

      Die Seriennummer findest Du auf dem Aufkleber der FB 7390. Zu Deinen Fragen:

      a) Unter Beachtung der Sache mit den Seriennummern würde ich sagen ja Du kannst die FB 7390 verwenden. Bei Problemen macht muss die Telekom ihre Finger nur kann krumm machen, wenn der Fehler auf der Strecke BIS ZUR ANSCHLUSSDOSE zu suchen ist. Alles was ab der Anschlussdose kommt wäre dann u.U. kostenpflichtig wenn es sich um Fremdgeräte handelt.

      b) Von einem „billigen Chipsatz“ kann meiner Ansicht nach nicht die Rede sein. Zumindest kann ich hier nicht feststellen, dass die Qualität nicht stimmen. Die FB 7390 läuft seit ihrer ersten Minute störungsfrei und mit voller Leistung. Sicherlich kann man mal ein sog. „Montagsprodukt“ erwischen, doch passiert überall mal. Verallgemeinern würde ich das deswegen nicht. Wie es natürlich bei einer 16000er DSL-Leitung aussieht kann ich mangels Nutzung nicht beurteilen.

      Kein Anschluss ist wie der andere. Deswegen kann man nicht pauschal sagen was bei Nutzer A Sache ist trifft auch zu 100% bei Nutzer B zu. Es spielen viele Komponenten eine Rolle wie bspw. auch die Strecke bis zum DSL-Port an dem Du hängst. Egal was Du mit der Telekom aushandelst, mach es nur auf schriftlichem Wege damit hinterher keiner den berühmten Satz sagen kann: „Das haben Sie dann falsch verstanden“. ;-)

      Antworten
  3. Guenter sagte:

    Danke Thomas für die schnelle und hilfreiche Antwort. Ich werde in jedem Fall durch schriftliche Fixierung aufpassen, dass die Telekom später nicht das SCHWARZE PETER Spiel treiben kann. Danke nochmals und schöne Weihnachtsfeiertage und bis zu weiteren Neuigkeiten Gruss Guenter

    Antworten
  4. Markus sagte:

    Für die 7390 gibt es seit ein paar Tagen eine aktualisierte Firmware. Beim Update hatte ich Schwierigkeiten, das über die Box angestoßene Auto-Update hat sich aufgehangen. Tipp aus den FAQ von AVM: Wenn die Info-LED länger als zehn Minuten blinkt, Die Stromversorgung der Box für fünf Sekunden unterbrechen. Die neue Firmware ließ sich nur manuell installieren.

    Mit der neuen Firmware habe ich hier ebenso wenig Probleme, wie mit der Vorversion. Aber hier bei mir gibt es aus technischen Gründen auch nur ne 2000er oder 3000er Leitung, je nach Anbieter.

    Interessant sind aber die erweiterten myFritz-Funktionen, den Zugriff darauf vom Smartphone aus, den Sync des Telefonbuches z.B. mit Google und die intelligente Haussteuerung Smart Home. Speziell mit letzterem werde ich mich noch näher beschäftigen, da werden wohl schaltbare Steckdosen über DECT angesteuert, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Antworten
  5. Daniel sagte:

    Das mit dem „Billigen“ Chip bei ADSL Leitungen kann ich bestätigen.
    Diverse Fritzboxen schafften keine stabile Verbindung zum DSLAM bei meinem 16000+ Anschluss.

    Irgendwann habe ich den Tipp gelesen ein Linksys WAG54G2-E1 zu kaufen, da dieser besser mit ADSL2 / ADSL2+ und längeren Leitungen klarkommt.

    Gesagt getan und den Linksys als reines DSL-Modem degradiert.
    Siehe da: ca. 1 Mbit mehr Bandbreite ( Vorher teilweise nur 4 Mbit über die 16000+ bekommen) aber was noch viel wichtiger war: Keine Abbrüche mehr.

    Auf die Fritzbox möchte ich aufgrund der Features nicht verzichten, aber der (Gebraucht-)Kauf des oben genannten Linksys-Routers hatte sich wirklich gelohnt.

    Antworten
  6. Andi sagte:

    Hallo Thomas,

    vielen Dank für deinen Bericht.
    Ich bin Kunde bei Willy Tel und die wollen €34,90 für den Austausch der 7570 gegen eine 7390 haben.
    Wie hast du dein Anliegen begründet?

    MfG
    Andi

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Andi: Willkommen bei Nicht spurlos. Ich habe als Begründung geschrieben, dass u.a. meine Leitung mehr hergibt als dass die 7570 umsetzen kann und deswegen der Austausch im Sinne des techn. Fortschritts erforderlich ist. Ein weiterer Grund, die 7570 kann im WLAN-Bereich kein 5GHz. Auch hier ist der Fortschritt so, dass immer mehr Geräte auf 5GHz senden und der Austausch deswegen nötig ist. Ich drück mal die Daumen ;-)

      Antworten

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