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Google Chrome: Wir müssen draußen bleiben!

Die Diskussionen über den neuen Google-Browsers Chrome ziehen sich wie ein unendlich scheinender, roter Faden durch das Netz, von TV-, bzw Presseberichten mal ganz abgesehen.

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Während sich die einen himmelhochjauchzend über das neue Softwareprodukt zeigen, entwickelten andere aus Protest gegen den „Schnüffelbrowser“ bereits ein Plugin für WordPress, dass Besucher via Chrome komplett aussperrt.

Ganz sicher ist, dass die EULA von Google Chrome nicht jedem geschmeckt haben dürfte, auch wenn diese inzwischen korrigiert wurde und Google sich dafür mehr oder weniger entschuldigt hat. Die Korrektur als solches wurde für mein Empfinden doch nur vorgenommen, weil entsprechend viel öffentliche Kritik daran geübt wurde.

Google selbst hatte sicherlich mit dem typischen Verhaltensmuster der Internetnutzer gerechnet….. Nutzungsbedingungen (EULA) Häkchen rein ohne zu lesen, damit es mit der Installation schnell weiter geht. Wenn wir mal ehrlich sind, wer liest die Nutzungsbedingungen schon immer komplett durch, die sich uns oftmals endlosscrollend darstellen? Die Zahl derer, die sich diese Zeit tatsächlich nehmen, dürfte erheblich kleiner sein als jene der „pauschalankreuzenden“ Softwarenutzer.

Von die Sicherheitslücken (Heise) des Google Chrome will ich der Fairness wegen nicht anfangen, zumal diese jeder Browser irgendwann und irgendwo mal aufweist. Google selbst wird großes Interesse daran haben diese Mängel schnellstmöglich nachzubessern, ein Drängen der Nutzer wird nicht notwendig sein. Ob der herrschende Browserkrieg durch das Googleprodukt allerdings abgeschwächt werden kann, wenn selbst das Bundesamt für Sicherheit (BSI) vor dem Browser regelrecht warnt? In Zeiten in denen der Datenschutz in aller Munde ist kommt es gar nicht besonders gut, wenn neu auf den Markt kommende Produkte als Datensammelmonster betitelt werden.

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Wie auch immer, Google Chrome wird niemandem aufgezwungen. Jeder Internetnutzer kann selbst entscheiden zu welchem Browsermodell er sich hingezogen fühlt. Als Linuxnutzer stellt sich mir die Frage Google Chrome ja oder nein sowieso nicht. „Aussperren“ werde ich Chrome-User von hier nicht. Denn wenn ich gegen die „Datensammelwut“ generell etwas einzuwenden hätte, müsste ich auch den Google-Bot vor die Türe setzen. Einfacht entspannt weiterbloggen und Chrome einfach Chrome sein lassen.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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2 Kommentare

  1. Google ist echt eine enorme Datensammelmaschine….

    Der gute alte Firefox ist doch immernoch der beste :)

  2. Bleibe vorerst bei Firefox.

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