Minarett

Ich nenne es einen durch Drohung ausgelösten Beugezwang, was Libyen jetzt gegen die Schweiz ausübt, nur weil man sich dort per Volksentscheid gegen den Bau von Minaretts gestellt hat. Die Schweiz sei abtrünnig, ungläubig und zerstöre die Häuser Gottes so der libysche Staatschef beim Aufruf zum Heiligen Krieg gegen die Schweiz. Und dieser Krieg müsse mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln geführt werden. Unter dem Strich bedeutet das nichts anderes als „Minarett oder Krieg“. Das kann man jetzt auslegen wie man es möchte, was „mit allen Mitteln“ genau bedeuten mag.

Einerseits sind Minaretts Bauwerke die, wenn wir ehrlich sind, nicht wirklich in die westliche Baukultur passen. In den Gebirgsstaat Schweiz passen sie noch viel weniger. Andererseits haben sich die Schweizer dagegen ausgesprochen und somit ihren Willen offen gelegt.

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Diese Mehrheitsentscheidung haben sowohl Gäste als auch „Einheimische“ zu akzeptieren. Hier endet eigentliche jegliche Diskussion darüber. Es kann ja nicht angehen, dass sich die Schweiz von Libyen vordiktieren lassen muss was getan wird oder auch nicht. Noch ist Bern die Hauptstadt und nicht Tripolis.

So wie ich mich in anderen Ländern an deren Gepflogenheiten anzupassen habe, kann ich das im umgekehrten Falle auch erwarten wenn von „dort“ jemand hierher kommt. Ist diese Bereitschaft der Anpassung und Akzeptanz nicht vorhanden, muss ich da bleiben wo ich bin. Klingt vielleicht hart, mir egal, ist definitiv so! Stell Dir mal vor, Du gehst in ein muslimisches Land, stellst dort Forderungen (gerne auch den Bau einer katholischen Kathedrale) und drohst mit Terror wenn diese Forderung nicht erfüllt wird….. Deine Tage wären gezählt.

Minarett IstanbulDie Schweiz hat ihre Bürger gefragt was sie möchten, sie haben entschieden. In Deutschland wird nicht gefragt, da wird einfach gemacht. Wer sich mit seiner Meinung dagegen stellt wird als fremdenfeindlich abgestempelt. Ja Hallo wo sind wir denn? Der Gast muss sich an seinen Gastgeber anpassen, nicht umgekehrt. Zugeständnisse ja, aber keinen Freibrief der ggf. noch mit Gewalt erpresst wird.

Muss die Schweiz jetzt Angst haben? Müssen nicht, Vorsicht walten lassen auf jeden Fall. Eine Religion, die einen heiligen Krieg verfolgt ist nicht unbedingt berechenbar. Alleine schon die Wörter heilig und Krieg passen für meinen Geschmack nicht zusammen – aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das Aufzwingen eines fremdländischen Willens kann auf gar keinen Fall eine Grundlage für ein Miteinander sein, in der Schweiz nicht und nirgendwo!

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Bildquelle: Wikipedia, Giovanni Dall’Orto

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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17 Kommentare
  1. Sebastian sagte:

    Immer diese Minarettdiskussionen. Wo ist denn das Problem wenn gläubige Menschen ein Haus ihrer Religion errichten wollen ?

    Weil es der Mehrheit nicht passt, weil es nicht hierher gehört oder wo ist das Problem ?

    Es hat nichts mit Fremdenfeindlich zu tun, wenn man gegen Minarette oder Moscheen ist, es gibt schliesslich aus einheimische Gläubigen.

    Es hat was damit zu tun das man intolerant ist. Gegenüber andern, Dingen, Menschen und Religionen die man nicht kennt.

    Man sollte den Menschen die Freiheit lassen ihre Religion auszuüben wie und wo sie wollen. Oder einfach alle Religionen zu verbieten.

    Denn wie sehr gehört das Christentum nach Europan ,wenn man so argumentiert ? Eigentlich überhaupt nicht.

    Ferner, geht es um den Verwendungszweck eines Minaretts, seinem aussehen oder worum geht es in der ganzen Geschichte überhaupt.

    Ferner , dein Argument das man sich als Gast anpassen müsse ist soweit nicht richtig da auch Deutsche Moslems werden können und dürfen und auch sind.
    Ergo sind sie kein Gast, oder verliert man mit der Religion seine Staatsbürgerschaft ?

    Ich bin Gott und Religionslos, von mir aus können alle Religionen mal verschwinden, aber mir ist eine öffentliche Moschee lieber als eine Hinterhofgaragenmoschee, vor allem weil sie hübscher aussehen und die Obtik vieler Stadtteile einfach verschönern.

    Wenn die Deutschen und auch die Schweizer gegen Moscheen und dem Islam sind sollten sie einfach mal alle die Herkunft ihrer tollen christlichen Religion überdenken. Kommt aus der gleichen Ecke der Welt.
    Somit haben sich die Gastgeber wohl vor einigen hundert Jahren in der Schweiz schon den Gästen unterworfen.

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  2. kopflast sagte:

    Erstmal schlage ich mir mal mit der flachen Hand vor die Stirn. (patsch) Aber es ändert sich nix. Die spinnen ja, die Lybianer. Ich stimme dem Tenor Deines Beitrags zu. Volksentscheid ist besser, als die Methode in BRD einfach die Bürger für zu dumm zum Abstimmen zu erklären.
    Die Methode „Moschee oder Krieg am Hals“ ist genau das Instrument, wie man sich als vertrauenswürdiger Nachbar empfiehlt. Das nun gerade die neutralen Schweizer für ihre Meinung an den Pranger in der Wüste gestellt werden, ist schon ein besonderer Schlag. Man merkt mir meine Fassungslosigkeit an, oder?
    Was an einem Krieg heilig sein kann, habe ich schon bei den Kreuzzügen nicht verstanden. Vielleicht muss man da schon eine gute Portion Fanatismus gefrühstückt haben, um dahinter zu kommen.
    Die Schweizer sind jedoch ein wehrhaftes Bergvolk, ich denke da haben sich die Lybier ganz schön im Feindbild vergriffen. Spätestens wenn sie den nächsten Kredit brauchen oder die Maulhelden an eines ihrer Nummernkonten wollen, werden sie das zu spüren bekommen.
    Muss gleich mal meinen Bruder in der Schweiz fragen, was seine Nachbarn davon halten.

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  3. Thomas sagte:

    @Sebastian: Es geht nicht um das errichten von Gebetsstätten als solches, sondern um den Bau von nicht in unseren Kulturkreis passenden Gebäuden. Gebetsräume als solches gibt es und wird es auch in Form von Begegnungsstätten weiterhin geben – sowohl in der Schweiz als auch hier.

    Mit Toleranz hat das nichts zu tun. Denn wenn Muslime das Recht haben mir etwas aufzuzwingen was ich nicht möchte, dann darf ich mir im Gegenzug auch das Recht herausnehmen Nein zu sagen. Und der Schweiz, Deutschland oder mir Intoleranz vorzuwerfen trifft voll daneben. Deutschland ist sogar so tolerant, dass es bspw. Probleme anderer Länder auf seinem Boden austragen lässt in Form von Demos etc. Von den Straßenbarrikaden und brennenden Autoreifen wollen wir jetzt erst mal gar nicht anfangen. Irgendwann ist einfach mal Schluss nicht lustig.

    Ferner , dein Argument das man sich als Gast anpassen müsse ist soweit nicht richtig da auch Deutsche Moslems werden können und dürfen und auch sind.

    Mir geht es nicht darum, wer welches Gottesbild verherrlicht. Das können sie machen wie sie möchten. Nur auch das gibt demjenigen nicht das Recht ein nicht ins Landschaftsbild passendes Gebetshaus einzufordern. Oder bauen wir morgen gleich einen Tempel, weil ich und ein paar andere uns dem Buddhismus anschließen? Man muss schon ein wenig auf dem Teppich bleiben!

    aber mir ist eine öffentliche Moschee lieber als eine Hinterhofgaragenmoschee, vor allem weil sie hübscher aussehen und die Optik vieler Stadtteile einfach verschönern

    Das Recht räume ich Dir ein, dass Dir Minaretts gefallen. Aber verlange es nicht von den anderen, dass auch sie ihre Freude daran haben. Außerdem verschandeln Hinterhofgaragen sicherlich kein Stadtbild, wenn sich darin Muslime zum Gebet treffen. Denn auch ohne sie stünde diese Garage dort wo sie eben steht.

    Lieber Sebastian, bitte jetzt nicht in die Geschichte der Religionen eintauchen, darum geht es überhaupt nicht. Außerdem sind alles nur Überlieferungen, deren Echtheit sowieso niemand exakt bezeugen kann. Aber bitteschön, gehen wir ein paar hundert Jahre zurück – 500, 600, wie Du meinst? Ich erinnere mich nirgendwo jemals gelesen zu haben, dass es in westlichen Kulturkreisen großartige Minarettbauten gegeben hat.

    Einziger aber bedeutender Unterschied zu heute… heute gibt es den Terrorismus, mit dem man bedrohen, zerstören und erpressen kann. Denn nichts anderes ist dieses libysche Gehabe. Bau in St. Gallen, Zürich, Bern und Genf ein paar prunkvolle Minaretts und schon lacht Gadaffi wieder und alles ist in Butter. Um westliche Völker davon zu überzeugen Toleranz gegenüber dem Islam zu üben ist Gadaffis Drohhaltung genau das richtige. Ne Freunde, so eben genau nicht!

    @Kopflast: Das mit dem Fanatismus ist es nämlich, was „andere“ erschreckt. Heilig und Krieg passt zueinander wie Wasser und Feuer. Und was diese Kulturkreise unter Krieg, vermeintlicher Ehre und Rache verstehen hat man schon oft genug gesehen. Die Nummernkonten betreffend… :grin: kündigen und das Geld zurückschicken. Soll er doch sehen wie weit er in Libyen damit kommt. Die bringen sich alle gegenseitig um aus Gier. Ich weiß nicht wie Dein Bruder denkt, aber er wird die Sache sicherlich auch genau verfolgen und mitbekommen.

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  4. oldman sagte:

    Zwei Punkte:
    1. Herr Gaddafi wird selbst in der islamischen Welt nicht ernst genommen. Wenn er einen „heiligen Krieg“ ausruft, ist dies keinesfalls im Namen einer Religion. Das wäre ungefähr so, als wenn Westerwelle zum Kreuzzug aufruft.
    2. Die islamischen Staaten werden nie einen Krieg (ob heilig oder nicht) gegen die Schweiz unterstützen, da sie dort ja ihr Geld gebunkert haben.

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    • Thomas sagte:

      @Oldman: Bei Punkt 1 hast Du insoweit recht, dass Gaddafi jetzt nicht der große Oberbefehlshaber ist. Aber man kennt die zahlreich vorhandenen Extremisten. Denen würde es, um bei den netten Vergleichen zu bleiben, auch reichen wenn der Kaminkehrer von Abu Dhabi dazu aufruft – Hauptsache Terror, Angst und Schrecken verbreiten.

      Punkt 2 – Bei Geld hörts dann eben auf. Spätestens hier werden sich die Staaten auf keinen Heck-Mäck eines größenwahnsinnigen Gaddafi einlassen. Aber auch andere Staaten haben diese unter Punkt 1 genannten Verrückten.

      @Patsy: Sehr gutes Beispiel zum Thema Toleranz, danke. Ich hoffe auch, dass Dein letzter Satz Gesetz ist und es beim bloßen Säbelrasseln bleibt. Alles andere wäre nicht auszudenken…

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  5. patsy sagte:

    Erstmal @ Sebastian:

    Denn wie sehr gehört das Christentum nach Europan ,wenn man so argumentiert ? Eigentlich überhaupt nicht.

    Öh…. darf man daran erinnern, das die Katholische Kirche damals auch versucht hat ihre Religion der ganzen Erde „aufzuzwingen“ – Kreuzüge nur mal so als Stichwort. ;-)

    Im großen und ganzem geb ich Thomas Recht, denn ich bin gerne tolerant und aufgeschlossen den Menschen gegenüber, die ebenfalls auch mir bzw. meiner Kultur gegenüber aufgeschlossen sind. Aber genau da haperts auch schon! Wie gesagt, Religionsfreiheit herrscht in den Ländern, die diese Fordern oft selbst noch nicht mal. Aber das ist eh so ne Sache…. ich weiß von einer muslemischen Bekannten, dass das meiste, was angeblich im Koran steht nichts weiter als eine völlig falsche Auslegung ist. Heiliger Krieg gibt es nicht und Selbstmordattentäter landen auch nach dem Koran nicht im Paradis sondern in der Verdammnis. Aber erklär das denen mal……….(vielleicht halten die aber auch einfach nur die Verdammnis für das Paradis? Wer weiß?) Da hättest du auch damals versuchen können den Christen zu erklären, das es Töten im Namen Gottes nicht gibt und es eine Sünde bleibt. :roll:

    Nun, hoffen wir mal für die Schweiz, dass das nichts weiter als eine leere Drohung bleibt…….

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  6. Luigi sagte:

    Das der Herr Gadafi zum heiligen Krieg aufruft finde ich genauso schlecht wie das Nein der Schweizer zu Moscheen. Es gibt nichts schlimmeres wie Intoleranz!

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  7. Sebastian sagte:

    Nun ich gehe gerne nochmals auf die Punkte ein.

    Erstmal vorneweg, ich habe weder was gegen Moslems, noch gegen Moscheen, egal wo sie stehen sollten.
    Ferner bin ich für die Religionsfreiheit oder für den kompletten Verbot aller Religionen.

    @Thomas:

    Es geht nicht um das errichten von Gebetsstätten als solches, sondern um den Bau von nicht in unseren Kulturkreis passenden Gebäuden.

    Wie sollte, wenn es nicht in die Kultur passt, Fortschritt stattfinden ?
    Vor 100 Jahren gab es kaum Autos, nun sind sie in der Kultur angekommen. Ebenso ist es mit dem Internet und Mobiltelefonen und deren Masten.
    Vor langer Zeit war es so mit den Kirchen und der Demokratie.

    Dinge verändern sich eben. Kultur wächst und verändert sich.

    Mit Toleranz hat das nichts zu tun. Denn wenn Muslime das Recht haben mir etwas aufzuzwingen was ich nicht möchte, dann darf ich mir im Gegenzug auch das Recht herausnehmen Nein zu sagen.

    Was wird dir denn im genauen aufgezwungen ? Der Anblick einer Gebetsstätte ?
    Ich wollte nicht augezwungen bekommen das in unmittelbarer Nähe ein Eisstadion gebaut wird. Trotzdem ist es geschehen und Eishockey gehört hier auch nicht in die Kultur.

    Das hat schon was mit Toleranz zu tun andere Menschen ihre Religion ausüben zu lassen und eine Moschee oder eine Synagoge zu errichten, ebenso wie man die Babtisten lässt ein Gotteshaus zu errichten, egal ob man die Religion mag oder nicht.

    Oder bauen wir morgen gleich einen Tempel, weil ich und ein paar andere uns dem Buddhismus anschließen? Man muss schon ein wenig auf dem Teppich bleiben!

    Wo ist das Problem ? Stört es so wenn irgendwo in der Stadt ein Tempel, eine Kirche, eine Moschee oder eine Synagoge steht ?
    Wie gesagt, man sollte da nicht so kleinkariert sein sonst würden wir noch den Volksempfänger nutzen und in Altbau wohnen wenn keine Veränderung gewünscht ist.

    Einziger aber bedeutender Unterschied zu heute… heute gibt es den Terrorismus, mit dem man bedrohen, zerstören und erpressen kann. Denn nichts anderes ist dieses libysche Gehabe.

    Klar ist so eine Drohung scheisse, doch geht sie um mehr als nur das Minarettenverbot in der Schweiz.
    So sitzt sein Sohn in der Schweiz im Knast, er hat schon öfters Probleme mit der Schweiz, der Herr Gadaffi.
    Da ist also noch ein anderer Kontext um dieser Geschichte herum.

    Aber Terrorismus sollte man nicht überbewerten.

    @Patsy: Terrorismus und dergleichen will ich hier auch nicht unterstützen, egal ob von Moslems oder Christen oder sonstwem.
    Es geht mir nur um die Religionsfreiheit und das sich Kulturen verändern.

    Wenn eine Bevölkerungsgruppe einer anderen Religion anhängt als die Mehrheit sollte man einfach so Tollerant sein damit zu leben, solange natürlich sich diese Religion an geltene Rechte hält und niemand unterdrückt und nicht das Staatswesen umkrempeln will.

    Die Moslems die ich kenne sind bisher alle nette Menschen gewesen, keine Terroristen und die Moschee in meiner Nachbarschaft ist mir ebenso wie die Kirche in Blickweite nicht befremdlich aufgefallen.

    Ich finde das eigentlich alles spannend, wie Menschen glauben und das praktizieren.
    Ferner finde ich Minarette einfach nicht hässlich, nicht hässlicher als Kirchtürme oder Industrieschornsteine.

    Antworten
  8. Gast sagte:

    Thomas, ich stimme Dir zu. Die Schweizer Bürger durften wenigstens noch selber bestimmen ob die Bauwerke errichtet werden dürfen, nennt man auch Demokratie. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in BRD schon mal eine derlei Abstimmmung gab. Minaretts passen definitiv nicht in die Schweiz, wie sieht das bitte aus in der Landschaft? :shock:
    Und was wäre wohl los wenn wir in Libyen, Türkei etc. eine katholische Kirche hinbauen wollten? Ob die wohl akzeptiert wird? :lol:
    @patsy Das mit en Kreuzzügen ist aber auch schon ne Weile her, gelle ;-) Gab es zu jener Zeit irgend ein Volk dass nicht anderen ihren Glauben aufzwingen wollte?

    Antworten
  9. arthuro sagte:

    Hallo Sebastian

    Am besten du packst deinen koffer und haust ab zu diesen Geisteskranken vollidioten nach lybien!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :twisted: :twisted:

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Arthuro: Willkommen bei Nicht-spurlos. Ist vielleicht ein wenig hart formuliert wie Du hier argumentierst, aber ich verstehe was Du damit sagen wolltest.

      @Sebastian: Grundsätzlich ist mir egal welchen Glauben jemand verfolgt. Glaubensgemeinschaften gibt es wie Sand am Meer und jeder soll diejenige für sich aussuchen, die er für „richtig“ und für sich passend erachtet. Mit der Religion ist es ein Stück weit wie mit der Politik. Auch dort gibt es Vereinigungen, die nicht überall auf große Zustimmung stoßen. Aus diesem Grund ist Toleranz auch nur bedingt anwendbar.

      Ich stimme Dir zu, dass andere Lebensweisen nicht zwangsläufig als geisteskrank eingestuft werden können, nur weil sie den eigenen Idealen nicht entsprechen. Trotzdem vertrete ich weiterhin die Ansicht, dass ein Staat und dessen Bürger (sofern sie denn gefragt werden) selbst entscheiden kann, wie weit es mit der Toleranz geht.

      Wenn dir hier zu viele Moslems rumlaufen dann pack doch selber deinen Koffer und zieh in den Vatikan.

      Das ist jetzt Polemik pur.

      Antworten
  10. Sebastian sagte:

    @Gast Minarette passen ebensogut in die Landschaft wie Fabriken, Strommasten und was es sonst noch tolles gibt.

    Aber mal eine Frage. Wer sind denn „Wir“ ?

    Ferner gibt es in deinen aufgezählten ect. Ländern Christen und auch deren Gotteshäuser.

    Aber nur weil in anderen Ländern es eventuell nicht Möglich ist seine Religion frei auszuüben heisst das noch lange nicht das man sich hier ebenfalls so verhalten sollte und dies deswegen auch noch richtig ist.

    Demokratie dazu zu nutzen andere Menschen wegen ihrer Religion zu unterdrücken ist der falsche Weg in einer Demokratie.
    Haben wir ja schon mal in der Weltgeschichte gesehen wohin so eine Weise der Demokratieauslegung hinführt.

    @arthuro: Wer ist denn Geisteskrank ? All jene die andere Lebensweisen als die eigene nicht dulden können, oder nicht ?
    Ich habe nirgends gesagt das ich die Staatsführung von Lybien oder anderen Staaten für richtig emfinde, sondern nur das das hier die Religionsfreiheit eine wichtige Sache ist die auch nicht durch demokratischen Abstimmungen unterdrückt werden dürfen.

    Wenn dir hier zu viele Moslems rumlaufen dann pack doch selber deinen Koffer und zieh in den Vatikan.

    Antworten
  11. Sebastian sagte:

    @ Thomas: Das ist für mich leider der Grund an dem eine Demoktratie scheitert. Wenn sie dazu entscheidet das Bevölkerungsgruppen nicht mehr so leben können wie sie es wollen und dadurch in der Freiheit eingeschränkt werden.

    Klar, Verbrecher haben auch eine andere Weltanschauung als die Allgemeinheit, aber durch eine Religion wird niemanden direkt geschadet.
    Hierbei muss man sicherlich auf die Art der Religion achten und diese von einander unterscheiden.

    Doch sehe ich es nicht als kulturunpassen an wenn Bevölkerungsgruppen, egal woher sie kommen, eine andere Religion ausüben wollen mit den passenden Gebäuden als die Mehrheit der Gesellschaft.

    Man kann die Sache auch noch einmal ein wenig anders angehen. Da Christen immer weniger ihre Kirchen nutzen und Gemeinden teilweise sogar Kirchen verkaufen weil sie nicht mehr gebraucht werden kann man diese eventuell als Moschee nutzen. Hat alles eigentlich was gebraucht wird, einen Turm, oder zwei, Gebetsräume ect.
    Entweiht werden Kirchen vor dem Verkauf ja eh. Somit würde es die Kulturelle Stadtansicht in keinster Weise stören.

    Zur Polemik: Vielleicht war es welche, aber vielleicht sieht arthuro so auch wie tiefsinnig seine Äusserung war wenn sie mal andersrum aufgezeigt wird.
    Diskussionsgehalt gleich null.

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Sebastian: Eine gescheiterte Demokratie in der Schweiz will ich dennoch nicht erkennen. Die von Dir geschilderte Umgestaltung christlicher Kathedralen wird es so sicherlich nicht geben. Das liegt aber weniger an Demokratie als an der Sichtweise der jeweiligen Religionsgemeinschaft, oder soll ich besser sagen Toleranz? Da war es wieder dieses viel diskutierte Wort. Anpassung wäre passender oder warum darf ich mit einer kurzen Sommerhose in keine Moschee (obwohl es draußen 40 Grad hat)? Das ist „dort“ eben so und wenn ich dahin gehe muss ich es akzeptieren oder wegbleiben. Einen Schweinshax’n-Stand auf dem Marktplatz von Tunis genehmigt zu bekommen wird auch nicht möglich sein, Anpassung ist gefragt, Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten.

      Antworten
  12. Sebastian sagte:

    @ Thomas:

    Wie schon oben geschildert sehe ich das Scheitern der Demokratie darin das sie dazu benutzt wird eine Gruppe der Bevölkerung zu unterdrücken, oder einen Willen aufzuzwingen.

    Sehen wir es mal anders herum und fragen uns wie groß das Geschrei wäre wenn es zum Beispiel Juden getroffen hätte.

    Anpassung und Verbot von Synagogen in der jetzigen Bauweise ?

    Das wäre für mich die gleiche Geschichte wie nun das verbot von Minarette.

    Das mit der Umgestaltung der christlichen Kirche meinte ich nur in dem Fall das die christliche Gemeinde ihr Gebäude aufgibt.
    Es gibt Kirchen in denen sind Kletterparks, es gibt welche die wurden zu Diskotheken umgewandelt nach dem die Christen sie nicht mehr brauchen.
    Warum sollte es dann nicht möglichsein diese Gebäude, die schon viele Anforderungen entsprechen in eine Moschee umzuwandeln.

    Zu deinen Anpassungsgründen :
    Klar darf man nicht mit einer kurzen Hose in eine Moschee, aber man darf auch nicht mit einer kurzen Hose in eine orthodoxe Kirche wie zum Beispiel in Griechenland.
    Man darf in eine katholische Kirche nicht mit Kopfbedeckung und nicht in eine Synagoge ohne.
    An alle diesen Orten, orthodoxen, jüdischen und katholischen habe ich aus unwissenheit über die religiösen Sitten schon fast einen Rauswurf kassiert.
    Es sind religiöse Gebäude und innerhalb deren muss man sich eben an die religiösen Sitten halten.
    Das hat aber nichts für mich damit zu tun wo diese Gebäude sich befinden.

    Anpassen hat nichts damit zu tun wie eine Glaubensgemeinde sich innerhalb verhält – da hat ein Besucher sich eben an die dortigen Regeln zu halten wenn er sich mal umsehen möchte.

    Ferner, und das habe ich auch schon weiter oben genannt, kann man nicht damit argumentieren das es in Tunis zum Beispiel so ist das man etwas dort nicht darf.
    Nur weil es woanders nicht frei ist in der Wahl seines Lebenswandels heisst das am Ende nicht das man hier deswegen anderen auch die Rechte absprechen muss.

    Antworten
  13. Bodhi sagte:

    @Sebastian: Religion gleich welche hat immer nur Leid und Tot über die Menschen gebracht.
    Was soll der Mist eigentlich?
    Jede Religion beansprucht für sich das sie DIE eine ist. Jetzt mal ehrlich, gehts noch?
    OK die Katholigen fi…. Kinder, die Juden haben nur ihren Gazastreifen im Kopp, die Moslems sehen sich gleich immer verfolgt. Warum…?weil jeder intollerant ist… und die meinung eines anderen in Sachen Religion nicht akzeptiert.
    Geht mir alle mit den Mist wech… ich kann es nicht mehr hören. Die Schweizer ahben so entschieden und gut is. WEnn sie sich gegen die Juden oder sonst wem entscheiden hätten… na und auch gut.
    Sie haben das Recht sich zu entscheiden!
    Nicht wie wir hier!
    Wir in Deutschland leben doch schon lange wieder in einen faschistischen Staat.
    Denkt mal darüber nach!

    Antworten
  14. Sebastian sagte:

    @Bodhi : Religion hat nicht nur Tod und Unheil gebracht, aber wie ich schon hier sagte habe ich keine Religion, somit könnten von mir aus alle Verschwinden aber manche Menschen brauchen wohl ihre Götter.

    Ferner sind es nicht die Juden mit ihrem Gazastreifen sondern wenn dann die israelische Regierung.
    Da ist ein kleiner Unterschied, wie ich finde.

    Intollerant finde ich eher alle immer über einen Kamm zu scheren und Taten nicht als das zu sehen was sie sind, nämlich einzeltaten.

    Eigentlich habe ich hier nun schon mehrfach zu allen Punkten etwas gesagt. Doch halte ich es nicht für Richtig sich das Recht herauszunehmen gegen eine Minderheit der Gesellschaft vorzugehen und denen ihre Gotteshäuser in der Gewünschten Form zu untersagen solange man selber welche hat und baut.

    Aber wo ist Deutschland denn Faschistisch ? Weil hier Bevölkerungsgruppen so leben dürfen wie sie es wollen und nicht unterdrückt werden ?
    Komische Ansicht über Faschismus.

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