Für jeden Link zu einem Presseartikel Geld bezahlen? Vor ein paar Jahren hätte man denjenigen in psychiartrische Behandlung geschickt, der so etwas behauptet oder gar plant. Unsere Politik schreckt aber bekanntlicherweise vor nichts zurück. Dahinter stecken tun in Wirklichkeit aber die Medienkonzerne, die per Gesetz Geld kassieren wollen anstatt selbst in den Vordergrund zu treten. Ist ein bisschen wie mit der Kirchensteuer welche die Glaubensgemeinschaften auch „über Dritte“ einziehen lassen.

Leistungsschutz – ein Wort das sich zunächst völlig harmlos und positiv anhört. Was hinter dem Wort in Wirklichkeit steckt zeigt ein Artikel beim Deutschlandfunk.

Wie ernst das von Schwarz-Gelb geplante Leistungsschutzgesetz wirklich werden kann zeigt ein Artikel des Rechtswanwaltes Markus Kompa, der offen über die Gründung einer Stiftung Bloggerhilfe nachdenkt um die drohenden Abmahnungen „aufzufangen“. Dies würde nicht in Erwägung gezogen, wenn alles „nicht so heiß gegessen würde wie es kocht wird“!

Bei Presseschauder gibt es in 4 Stichpunkten zu lesen, „dass Blogger dieses Gesetz nicht fürchten sollten„. Seine Einschätzung klingt zumindest für diejenigen Blogger, die nicht gewerblich / kommerziell schreiben schon deutlich besser. Allerdings kennt man die übereifrigen Anwälte, die alles und jeden abmahnen….. Hauptsache die Kasse klingelt. Die Vergangenheit hat hierzu immer wieder – und nicht nur in der Bloggerwelt – genau dies bewiesen.

Als Schildbürgerstreich bezeichnet der Berlinknipser dieses Vorhaben. Damit drückt er sich noch sehr zurückhaltend aus. An anderer Stelle (den Link leider nicht mehr zur Hand) las ich auch von einer Art „Gema für Presseartikel“, was es auch sehr gut trifft.

Wie auch immer das Politikum entschieden und welchen Gesetztestext es letztlich geben wird – die Gründung einer Bloggerhilfe wäre sicherlich sinnvoll und wünschenswert. Beispielsweise als eine Art von „Rechtschutz für Blogger“ fände garantiert großen Anklang, auch wenn hierfür eine kleine monatliche Gebühr fällig wäre, denn die breite Masse der Blogger sind nicht immer automatisch die Bösen.

Die Idee eines Bloggervereins gab es übrigens schon einmal, leider ist daraus nichts geworden. Vielleicht kommt das Projekt jetzt noch ein wenig besser ins Rollen.