In den Anfangszeiten meines Internetdasein bestand mein Auftritt aus ein paar statischen Seiten und einem kostenlosen Provider. Später wurde es dann mit mehreren Projekten etwas komplexer und ich legte meine Seiten bei einem bekannten Berliner Hoster ab. Später landete ich bei einem Unternehmen vor den Toren Münchens ehe ich vor vielen Jahren letztlich zu All-inkl.com wechselte.

Die Anforderungen an einen Hoster waren damals – Mitte der 90er – noch nicht so umfangreich wie heute, sind aber stetig gewachsen. Spätestens seit dem Einstieg in die Bloggerei und mehreren Projekten dieser Art spielen Performance eine bedeutende Rolle. Mit dem Privat-Plus-Tarif von All-inkl.com bin ich bisher ganz gut gefahren, kleinere Engpässe gibt es schließlich bei jedem Hoster im Laufe der Zeit. In letzter Zeit allerdings klemmt es immer wieder mal.

Ein Blick auf My-IP-Neighbors.com zeigt mir außerdem an, dass sich teilweise erheblich mehr Seiten auf dem gleichen Server befinden als den „versprochenen“ 50. Darunter auch Linkfarmen und neben Domainhändlern noch sonstiger Krempel der mir nicht wirklich gut gefällt. Irgendwie kein Wunder wenn man dann auf den Gedanken kommt für seine Projekte ein Eigenheim in Form eines Root-Servers anzuschaffen. Mietet man einen Root-Server bedarf es zweier bedeutender Voraussetzungen:

  1. ausgeprägte Kenntnisse in der Serververwaltung
  2. hohe Eigenverantwortung

Man ist selbst verantwortlich was auf dem Server geschieht, muss sich um alle Updates und Wartungen jeglicher Art kümmern und darf den Server im Prinzip nie aus den Augen lassen. Tut man dies nicht (richtig) kann dies schnell sehr teuer werden und Ärger einbringen – Stichwort „Spamschleuder“. Einen sehr guten Artikel dazu habe ich bei SmashingWeb gefunden: „Darum sollte man als Laie keinen Server mieten“.

Eine mögliche Alternative dazu ist der Managed Server. Der Funktionsumfang ist der gleiche, lediglich den ganzen „Wartungskram“ samt der Verantwortung dazu übernimmt der Provider selbst! Irgendwie ist das für mich beruhigender, leider aber auch teurer. Denn dieses „managen“ des Servers treibt den Preis gleich deutlich in die Höhe – der Schnitt im unteren Preissegment liegt zwischen 50 € und 80 € . Eine durchaus nützliche Entscheidungshilfe ob Server, vServer oder Webhosting habe ich bei Jens Hellmeier gefunden.

Managed Server mit anderen Bloggern teilen

Eine weitere Alternative wäre jetzt, sich den Server mit mehreren Leuten zu teilen. Die Leistung – je nach Angebot – gibt dann immer noch mehr her als wie wenn sich 50, 100 und noch mehr Webseiten den Platz teilen wie dies beim „normalen Webhosting“ weitestgehend der Fall ist. Einzigstes Problem ist in dem Fall, man muss Blogger finden die in der Sache an einem Strick ziehen. Schließlich kennt man sich meist nicht und es ist irgendwie auch eine „rechtliche Beziehung“ die man mit einem geteilten Server eingeht.

Die besonders günstigen Angebote muss man sich schon genauer anschauen, oft handelt es sich dabei um sog. vServer (virtuelle Server) ohne dass dies auf den ersten Blick ersichtlich wird. vServer sind mittels Software geschaffene Server was wiederum bedeutet, dass man sich auf diesem Server „nicht alleine“ befindet und damit eigentlich schon wieder ein Stück weit in Richtung eines Webhosting-Paketes geht. Günstig ist eben nicht immer gleich günstig. Das bedeutet jetzt nicht pauschal, dass vServer kein geeigneter Platz für Blogprojekte ist!

Anbieter gibt es auf dem Markt viele, jeder behauptet von sich nur das Beste. Von den vielen Kundenbewertungen die es manchmal gibt weiß ich auch nicht was ich halten soll. Von „gekauften Positivbewertungen“ hört man in letzter Zeit immer mehr. Einzig und allein persönliche Erfahrungen zählen am meisten. Deswegen mal die Frage in die Runde:

  1. Nutzt Du einen vServer / Managed Server und wenn ja bei wem?
  2. Wie sind Deine Erfahrungen in Sachen Stabilität, Sicherheit und Performance?
  3. Teilst Du eventuell bereits einen Server mit jemandem?

Ich lass mich mal überraschen was an Informationen so zusammen kommt. Vielleicht – und das hoffe ich mal – ist eine Entscheidung dann leichter zu treffen wohin die Reise meiner Datenbanken & Co. geht.