Kein Tag vergeht an dem es nicht irgendwelche „Weissagungen“ jedweder Art gibt. Sei es aus der Politik oder dem Wetter, dem Sport, der Wissenschaft oder der Gesellschaft. Wo man hinguckt nur noch Mythen und fauler Zauber. Dabei spielt es wirklich keine entscheidende Rolle ob man Printmedien liest, Informationen aus dem Internet bezieht oder sonstiger „volkstümlicher“ Mundpropaganda auf den Leim geht. Es bestärkt mich in meiner persönlichen Lebensdevise immer wieder aufs Neue – Glauben heißt nichts wissen.

Nervigster Mythos ist das Wetter

Mit deutlichem Abstand zu allem anderen ist das Wetter, allem voran die Wetterberichte und Wetterwarnungen. Mir ist klar, dass sich Wetterlagen auch mal unvorhergesehen ändern können und ein Wetterbericht deswegen „in eine Schieflage“ gerät. Passiert dies jedoch in 8 von 10 Fällen kann es nicht mehr unter dem Deckmantel dieser Schieflage Platz finden. Bei so manchem Wetterbericht stellt sich mir schon die Frage ob es meinen Wohnort noch einmal auf der Erde gibt und eventuell dieser gemeint gewesen sein könnte. Denn was zum Wetter erzählt wurde traf nicht mal annähernd hier ein. Wie bereits erwähnt, nervige Mythen eben.

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Ein Dauerbrenner sind auch stets weiße Weihnachten und die Strenge des kommenden Winters im allgemeinen.. Einer dieser faulen Zauber besagt, dass ein besonders strenger Winter bevor stünde, wenn Maiskolben dicker sind als normal. Nun, dieses Video zeigt, dass von „dicken Maiskolben“ nicht wirklich die Rede sein kann.

Demnach ist nicht von einem besonders kalten Winter auszugehen. Ebenfalls gegen einen harten Winter spricht die Regel, dass besonders starker Nebel im August einen heftigen Winter zur Folge haben wird. Ich kann jetzt zwar nur für das Saarland sprechen, aber ein besonders starker Nebel diesen Monat habe ich nicht erlebt. Und für die restlichen Tage des August wird es wohl ebenso keinen geben. Gibt es also wieder Weihnachten auf der Terrasse und am Grill? Wäre ja alles nicht das erste Mal.

Mythen werden immer mit der Realität kollidieren

Es wird wohl weiterhin für alle Jahreszeiten 5, 8 oder mehr verschiedene, sogenannte Wettermodelle geben – irgend eins wird dann schon zutreffend sein. Hat für meinen Geschmack jedoch mehr was von einer Lotterie als von wirklicher Wettervorhersage. Am interessantesten finde ich Wettervorhersagen wenn sie „abgelaufen“ sind, also die Wettervorhersage für diese Woche 1 Woche später betrachtet.

Ganz amüsant fand ich diesen Sommer die zahlreichen und teils auch bösartigen Diskussionen um den Zusammenhang von Hitzewelle, Trockenheit und Dürre. Gut dass es auf Twitter keine virtuellen Guillotinen gibt, es wären garantiert einige Köpfe ins Rollen geraten. Wie man sich nur um ein solches Thema derartig zanken kann ist mir unbegreiflich. Den betroffenen Landwirten beispielsweise wird es egal sein ob man es Trockenheit oder Dürre nennt, die Ernteschäden sind so oder so präsent.

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Dass es diesen Sommer definitiv zu heiß war, darüber brauchen wir nicht streiten. Das sind ebenso unumstößliche Fakten wie die Tatsache, dass es zukünftig nicht sehr viel anders verlaufen wird. Aber auch das ist eine Prognose die letztlich abgewartet werden muss – wie alles wenn es ums Wetter geht. In diesem Sinne auf ein hoffentlich kühleres Wochenende – zumindest ist dies so angekündigt.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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