Bei Focus habe ich heute einen interessanten Artikel gelesen, der sich mit dem Thema "warum Perfektionismus nicht erstrebenswert ist" beschäftigt. Sicherlich ist übertriebener Perfektionismus nicht unbedingt das, was man unbedingt haben sollte. Doch eine gewisse Portion an Perfektionismus kann glaube ich nicht schaden, jenachdem um was es geht.

Ich gebe offen zu, dass ich ein Perfektionist bin und stehe auch dazu. So wie es im Focus beschrieben wird –Drang nach Vollkommenheit– will ich es nicht bezeichnen, denn vollkommen ist niemand, auch nicht der schlimmste Perfektionist. Aber ich kann mich nun mal nicht mit "halben Dingen" zufrieden geben. Wenn ich von vorne weg abschätzen kann, dass mein Vorhaben nichts so wird wie ich es mir vorstelle, dann lasse ich es lieber bleiben.

Perfektionisten sind beratungsbedürftig halte ich für ein wenig überzogen. Zumal dies eine Aussage von Psychologen ist. Und Psychologen sind in meinen Augen sowieso Schönwettermaler in höchster Vollendung. Das zeigt auch die Frage, was wohl passieren würde wenn ein Perfektionist Zweiter werden möchte und aber Erster wird. Alles was-wäre-wenn-Theorien, wie sie wirklich nur einem Psycholgen einfallen können. Doch das ist ein eigenes Thema für sich…..

Ist es wirklich ein Alles-oder-Nichts-Denken, wenn man seine Aufgaben einfach nur gut und richtig erledigen will? Ich meine nicht. Und würden in Deutschland bei so manchen Dingen kleine Perfektionisten sitzen, dann würden nicht soviele Hopp-oder-Topp-Entscheidungen gefällt werden, z.B. gerade in der Politik.

Und den psychologischen Ratschlägen, auch öfter mal über sich selbst zu lachen komme ich ja nach. Also kann es noch nicht so schlimm sein mit mir :lol: