Für jeden selbstmischenden Dampfer gehören sie zum Alltag – (Nikotin-)Basen als Grundstock zur Liquidherstellung. In nahezu allen Shops die Basen vertreiben sind Propylenglycol und/oder pflanzliches Glycerin in Kunststoffflaschen abgefüllt. Das trifft sowohl für nikotinhaltige wie auch für nikotinfreie Basen zu. Plastikflaschen sind natürlich speziell für den Versand von Vorteil weil sie erheblich bruchsicherer und auch leichter sind wie Glasflaschen.

Eine besondere Beliebtheit bei einigen Abfüllern bilden hier Flaschen aus PET (Polyethylenterephthalat). Andere Bezeichnungen für PET lauten auch auf PETE oder PETP.

PET-Flaschen haben bereits in der allgemeinen Verwendung mit Lebensmitteln nicht den allerbesten Ruf. Propylenglycol, Glycerin und Nikotin sollten darin aus meiner Sicht noch viel weniger gelagert werden. Die große Beliebtheit von Basen-Herstellern ist nicht verständlich, weil preislich betrachtet ist nämlich der Unterschied zwischen Plastik- und Glasflaschen nicht von so großer besonderer Bedeutung als dass sich dies sonderlich spürbar auf den Verkaufspreis auswirken würde.

Abgesehen davon wäre es ein Aufschlag der der Sicherheit und Qualitätssicherung dient.

Basen in Plastikflaschen haben ihre Nachteile

UV-Schutz

Plastikflaschen haben neben ihren Vorteilen aber auch Nachteile die insbesondere im Hinblick auf Lagerung von Bedeutung sind. Die Basen sind in diesen Behältnissen zwar vor UV-Licht geschützt in dem z.B. blaue, braune oder violette Flaschen verwendet werden. Somit ist zumindest ein Zersetzen von Nikotin und PG deutlich gehemmt oder je nach Qualität der Färbung komplett ausgeschlossen. Dieser Zersetzvorgang von Nikotin und Propylenglycol greift nämlich auch die Oberfläche der Plastikflaschen an und kann somit Schadstoffe freisetzen die wir in unseren Basen nicht wirklich sehen möchten.

Luftdurchlässigkeit

Nikotin reagiert nicht nur auf UV-Licht. Ein weiterer „Feind“ ist hier die ganz normale Luft die wir atmen. Die Dichtigkeit von Plastikflaschen gegenüber Sauerstoff lässt zu wünschen übrig und ist mit Glasflaschen nicht annähernd vergleichbar. Das auf Luft reagierende Nikotin zersetzt auch hier das Material und führt ggf. zu einem ungewünschten Ergebnis. Besonders bei längerer Lagerung hat Luft genügend Zeit die Flasche zu durchdringen.

Geschmacksneutralität

Als Dampfer legen wir stets wert darauf, dass Dampfen unbedenklicher ist als Rauchen. Das ist es nachweislich auch. Durch eine „falsche Lagerung“, unterstützt durch eben besagte Kunststoffflaschen wirken wir dem jedoch entgegen und ermöglichen ggf. eine über die Zeit betrachtet automatische Zusetzung von unerwünschten Stoffen wie Acetaldehyd und Antimon die beide in PET-Flaschen zwar nicht vorkommen müssen aber durchaus vorkommen können. Ich denke nicht, dass man sich diesem „kann“ unbedingt ausetzen muss wenn es auch anders, nämlich mit Glasflaschen geht.

Antimon bspw. schmeckt wenn enthalten ganz minimal fruchtig und würde so wahrscheinlich nicht als unerwünschte Beigabe festgestellt werden. Auch Acetaldehyd kann den Geschmack / Geruch des Füllgutes beieinträchtigen. Es erklärt aber, warum manche Basen nicht ganz geruchsfrei sind wie sie eigentlich sein sollten. Die oft gescholtenen Weichmacher sind in PET-Flaschen im übrigen nicht enthalten. Ob das jedoch ein Pluspunkt für diese Art der Basenverpackung sein soll? Ich behaupte nein.

Fazit

Mit ein wenig Aufpreis wäre die Abfüllung von Basen auch in Braun-, Blau- oder Violettglasflaschen möglich und die Lagerung der (Nikotin-)Basen wäre in jedem Fall sicherer. Sicherer im Hinblick auf die Haltbarkeit und auch die Geschmacksneutralität der Basen auf die wir Dampfer verständlicherweise immer besonders viel wert legen. Wer möchte schon unbedingt eingelagerte Basen mit Beigeschmack der sich nach vielen Monaten erst ans Tageslicht kommt?

Warum es trotzdem noch so viele Hersteller / Händler gibt, die Basen in Plastikflaschen anbieten ist eine immer wieder auftauchende Frage. Dieser Frage bin ich auf den Grund gegangen und wollte wissen woran dies liegt bzw. ob die Umstellung von Plastikflaschen auf Glasflaschen generell in näherer Zukunft geplant ist. Das Ergebnis dieser Anfragen gibt es im nächsten Artikel hier zu lesen und es wird, so viel sei bereits verraten, auch für mich sehr überraschendes zu Tage bringen.