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Praxistest: Tierarzt Empfehlung für Hamburg

Einen guten Mediziner in der Humanmedizin zu finden ist nicht einfach. Nicht weniger schwierig gestaltet es sich einen guten Tierarzt ausfindig zu machen. Es hängt alles von der Erfahrungen ab die man mit dem Arzt gemacht hat. Und an solche Erfahrungen zu gelangen ist – wenn es mal eilt – gar nicht ganz so einfach. Die Erfahrung hat gezeigt dass es Tierärzte gibt, welche die Tierliebe der Besitzer ausnutzen und zu ggf. unnötigen Untersuchungen raten.

Im Vordergrund – so jedenfalls mein Eindruck -stehen die Dollarzeichen in den Augen. Oder mit anderen Wort formuliert, Hauptsache die Kasse klingelt. Da Tierbesitzer sind nun mal besorgt um ihren kleinen Liebling sind willigen sie in Untersuchungen bzw. Behandlungen ein. So schlimm eine Diagnose auch manchmal sein mag, in erster Linie sollte man hier vordergründig an das Tier denken, nicht an mögliche Umsatzzahlen.

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Ohne Empfehlung und „auf gut Glück“ sind wir an die Praxis von Dr. Andre Dörr in Hamburg-Niendorf  (Mitglied der Tierärztekammer Hamburg) geraten. Hierbei handelte es sich um einen Glücksgriff, wie sich im weiteren Verlauf herausgestellt hatte. Die Tierarztpraxis selbst ist nicht besonders groß. Doch darauf lag unser Augenmerk auch nicht. Bei betreten der Praxis sprangen uns nicht Verkaufsständer von Hundefutter an wie dies in anderen Praxen manchmal der Fall ist.

Der Empfang in der Praxis, auch wenn so wie bei uns zum ersten Mal, ist sehr freundlich. Dr. Dörr nahm sich Zeit und erklärte vor allem mit umgangssprachlichen Worten um was es ging und was er als nächstes gedenkt zu tun. Wir hatten stets den Eindruck, dass der Arzt mit Interesse zu Werke ging und seine Arbeit nicht als Job betrachtete.

Eine Alternativbehandlung wurde angeboten, nicht aber aufgedrängt. Vor-und Nachteile von Untersuchungs- bzw. Behandlungsvarianten wurden uns sehr genau erklärt. Dabei stand immer das Tier selbst unter Berücksichtigung des Alters und des Allgemeinzustandes im Vordergrund. Eine Eigenschaft die ich leider bisher nicht bei allen Tierärzten feststellen konnte. Dr. Dörr strahlte stets Ruhe aus die sich auch auf unseren sonst sehr ängstlichen Hund (was Tierarztbesuche betrifft) übertrug. Auch dies für meine Begriffe ein wichtiger Ansatzpunkt.

Die Abrechnung seiner Leistungen findet in bar statt. Ob auch andere Bezahlmöglichkeiten (ggf. Rechnungsstellung) angeboten werden kann ich nicht beurteilen, ich hatte danach aber auch nicht gefragt. Eine Frage in diese Richtung war nicht zuletzt auch deswegen nicht notwendig geworden, weil seine Honorare verglichen mit bisherigen Erfahrungen sehr „human“ gehalten sind. Für die eine oder andere Tätigkeit hätte ich aufgrund bisheriger Erfahrungen ehrlich gesagt mit höheren Rechnungsbeträgen gerechnet. Als Beispiel möchte ich hier die Kosten für ein großes Blutbild nennen, die bei 50 € gelegen haben. Alleine für diese Untersuchung sind mir auch Preise zwischen 80 € und 110 € bekannt.

Es geht mir nicht um das Geld als solches. Für eine adäquate Behandlung – deren Sinn und Notwendigkeit natürlich vorausgesetzt – bin ich auch bereit etwas dafür auszugeben. Trotzdem ist es aus meiner Sicht nicht notwendig, dass ich mit den Behandlungskosten die „Mahagoni-Empfangstheke“ oder anderen für die Behandlung unwichtigen Schnick-Schnack des Arztes mitfinanziere.

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Tierarztpraxis Dr. Andre Dörr
An der Lohe 9 –  22459 Hamburg
Telefon (040) 55 00 48 22
Sprechzeiten: Montag bis Freitag
9.00 – 12.00 Uhr und 16.00 – 19:00 Uhr

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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2 Kommentare

  1. Nunja, was den Ärzten der Humanmedizin recht ist, ist den Zahnärzten Billig, also warum sollen es die Tierärzte anders machen und nicht auf ihren Geldbeutel achten. Nur hier ist der Unterschied, das der Kunde, also der Halt vom Patienten die Rechnung noch zu Gesicht bekommt und sich dann beim nächsten Mal anderweitig orientieren kann, das ist bei den anderen beiden Ärztegruppen dann schon schwieriger…

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