Soll ich jetzt beleidigt sein weil ich eine Ratte bin oder depressiv werden weil ich in einer Scheinwelt lebe? Diese Frage ergibt sich aus einem Kommentar von Chris (Kommentar Nr. 3) bezüglich des Beitrages Solidarität in der Blogosphäre von Don Alphonso.Das die Qualität der Blogs und auch die Verhaltensweise der verschiedenen Blogautoren unterschiedlich geprägt ist streite ich nicht ab. Jedoch die Einstufung in "gut oder böse" halte ich für überzogen. Letztlich muss ich mich mit keinem Blog beschäftigen, der mir nicht liegt.

Das ist in der Blogosphäre nicht anders als im realen Leben. Dass es Neider gibt ist auch eine menschliche Verhaltensart, die nie aussterben wird. Aber auch mit solchem Klientel muss ich mich nicht beschäftigen wenn ich das nicht möchte. Sich auf die Solidarität von anderen zu verlassen, seien es virtuelle oder reale Menschen, ist immer ein zweischneidiges Schwert. Wie viel Verlass auf den einzelnen ist, stellt sich immer erst dann heraus, wenn es zu einer Bewährungsprobe kommt.

Ich handhabe es so, dass ich keine zu hohen Erwartungen in jemanden oder etwas setze, somit ist mein Sturz auch nicht so heftig, wenn ich tatsächlich enttäuscht werde. Ich blogge auch nicht um vorrangig Solidarität zu ernten, sondern aus "Spaß an der Freud´". Ergeben sich daraus virtuelle Freundschaften oder solidarische Züge nehme ich diese gerne an, ohne sie überzubewerten. Mit meinen Beiträgen will ich weder die Stimmung aufheizen noch jemanden beeinflussen. Ich schreibe schlichtweg meine Sichtweise zu einem Thema und stelle diese zur Diskussion, nicht mehr und nicht weniger.

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Bin ich jetzt Ratte oder Scheinweltbewohner?