Es sind Webseiten voller Informationen, die von Mobilfunkanbietern im Netz stehen. Wie toll und günstig die Tarife sind, welche Optionen zusätzlich gebucht werden können und vieles mehr. An die zahlreichen Fußnoten hat man sich schon fast gewöhnt, die nicht immer unbedingt „allgemeinverständlich“ geschrieben sind und eher den Eindruck eines Absatzes ohne Punkt und Komma vermitteln. Doch zumindest steht zum jeweiligen Thema etwas geschrieben. Über so manche Feinheit schweigen die Anbieter aber. Diese bekommt man erst zu spüren wenn der Fall der Fälle eingetreten ist.

Wie böse man auf die Nase fällt, steckt man sich ins Smartphone eine SIM-Karte von BILD-Mobil, darüber habe ich erst neulich berichtet. Auf kastriertes Internet am Smartphone habe ich keine Lust. Was bleibt also übrig als den Anbieter erneut zu wechseln? Die Portierungsgebühr wird durch das Startguthaben ausgeglichen, somit entstehen wenigstens hier dem Kunden keine Nachteile. Doch mit der Kündigung bei BILD-Mobil und deren Bestätigung kam die nächste unangenehme Erfahrung.

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Mit der Portierung zum Kündigungstermin entsteht eine Unerreichbarkeit von 6 bis 10 Werktagen. Das bedeutet, BILDMobil schaltet am Tag X die Rufnummer ab und damit ist dann für mindestens 6 Werktage (!!!) finster bestellt um die Erreichbarkeit. Im ungünstigsten Fall sind das 2 Wochen, an denen man sein Mobiltelefon höchstens als Zierde auf den Schreibtisch stellen kann – mehr nicht!

Dabei behauptet BILDMobil in seinen AGBs (Zitat):

….. bei Vertragsbeendigung ist es aus technischen Gründen möglich, dass die Rufnummernportierung bis zu vier Tage vor Beendigung des Vertrages mit allMobility durchgeführt wird und daher der neue Diensteanbieter schon ab diesem Zeitpunkt Mobilfunkleistungen anstelle von allMobility erbringt…..

Das wäre ja weiter nicht schlimm wenn dem so wäre. Es entstünde zumindest keine Zwangspause von fast 2 Wochen.

Auf Nachfrage beim neuen Anbieter (Fyve) erhielt ich die Auskunft, dass alle über die allMobility GmbH laufenden Provider bei der Rufnummernmitnahme des Kunden aus technischen Gründen so verfahren müssen. Tausch der Kunde also seinen Anbieter innerhalb des „allMobility-Netzwerkes“, dann ist er dieser genau dem gleichen Prozess ausgesetzt – bis zu 2 Wochen keine Erreichbarkeit mehr.

Als ausweichende Option bleibt dann nur eine neue Rufnummer, die dann wiederum zig Leuten mitgeteilt werden muss. Von Änderungen auf Briefbögen bzw. Visitenkarten mal ganz abgesehen. Kundenunfreundlicher geht es absolut nicht mehr – Danke  allMobility!

Von dieser Firma fühle ich mich doppelt verschaukelt. Erst bekomme ich von BILDMobil ein „zensiertes Internet“ verkauft, von dem auf der Webseite nicht erwähnt wurde und dann werde ich für 2 Wochen ins Niemandsland der Mobilfunknetze verbannt. Auch letztere Maßnahme wird nirgendwo mit auch nur einem Wort erwähnt.

Aus meiner Sicht ist  allMobility mit diesen Wechselfolgen ein absoluter Flop :no: .