Das Dampfen hat noch keine so lange Tradition, dass man hier auf Jahrzehnte zurückblicken könnte. Und trotzdem – der Markt rund um die E-Zigarette revolutioniert sich sowohl im technischen Bereich als auch im Bereich von Liquids und Aromen. Als ich vor etwas mehr als vier Jahren vom Raucher zum Dampfer wurde gab es in der Welt der Aromen noch nicht diese enorme Auswahl die heute in den jeweiligen Shops zur Verfügung steht. Wem „die geringe Auswahl“ nicht ausgereicht hat, der wurde früher oder später zum Selbstmischer seiner bevorzugten Liquids. Das erweiterte zwar den Aromenhorizont, doch nicht jeder Dampfer möchte gerne selber mischen, aus den unterschiedlichsten Gründen.

Heute – im Jahr 2019 – muss man nicht zwangsläufig zum klassischen Selbstmischer werden, will man in seinen Verdampfern die weitreichende Vielfalt der Dampfaromen genießen.

Shake and Vape ist das Zauberwort

Fläschen auf, Aroma in die Leerflasche schütten, ggf. noch einen Nikotinshot mit dazu, mit bevorzugter Base auffüllen und schütteln – fertig ist das gewünschte Liquid. Das hat zwar auch etwas von „Selbstmischerei“, doch was hier entfällt ist die Berechnung des Mischverhältnisses, das Abwiegen bzw. Abmessen der Zutaten und weiterem Zubehör rund um das Liquidmischen. Bei Shake and Vape Aromen wird inkl. des „Mischbehälters“ alles was man braucht geliefert. Die geläufigsten Größen bei Shake and Vape sind 120ml in den sog. Chubby Gorilla Flaschen* aus PET. Das alles hat natürlich gegenüber dem „herkömmlichen“ Aromenkauf auch seinen Preis.

Zwischen eher seltenen 5-6 Euro bis hin zu Spitzenpreisen an der 30 € Marke ist ein breites Angebot vorhanden. Die durchschnittlichen Preise für die 120ml-Variante liegt zwischen 7,95 € und 14,95 €. Mancher Aromen-Choreograph greift dem anvisierten Kunden auch gerne über kleiner Flaschen (60ml-Varianten) entsprechend tiefer ins Portemonnaie. Bei Shake and Vape kommt nicht selten das viel genutzte Wort Premiumliquid ins Spiel, wenn auch manchmal – wie ich finde – nur der Preis premium ist.

Shake and Vape ist immer weiter verbreitet, waren es anfangs noch eine überschaubare Anzahl, so sind es heute nahezu unzählig viele Hersteller dieser Verkaufsvariation an Dampfaromen. Geschmacklich sind die teils auch komplexeren Aromen natürlich immer der Subjektivität eines jeden einzelnen Dampfers unterworfen. Was mir schmeckt, muss noch lange nicht einem anderen schmecken. Unter dem Strich gilt es für einen Dampfer abzuwägen, ob sich der persönliche Liquidverbrauch pro Monat in einer Größenordnung bewegt, welche die dauerhafte Verwendung von Shake and Vape Aromen finanziell akzeptabel erscheinen lässt oder nicht.

Eine Flasche mit 120ml, oder je nach dem auch mal „nur“ 60ml sind angesichts so mancher Wicklung nicht unbedingt viel und schnell durchgelaufen. Die extrem schnelllebige Zeit im Dampfersektor wird es zeigen wohin die Weiterentwicklung geht. So einiges was heute als völlig normal angesehen wird war noch vor ein paar Jahren nicht ansatzweise vorstellbar bzw. im Gespräch.