Frankiersoftware wird Linux auch weiterhin nicht unterstützen

Das von der Deutschen Post angebotene Frankiersystem Stampit gibt es als Softwareversion (ausschließlich für Windows) und als Stampit Web für Frankierungen über den Internetbrowser.

Letztere Variante setzt zwingend das Betriebsystem Windows bzw. MAC voraus sowie entweder den Internetexplorer oder alternativ Mozilla. Für den Druck der „Wertzeichen“ ist Adobe Acrobat Reader erforderlich.

Als Nutzer von Stampit, gleichzeitig aber auch Umsteiger auf Linux wandte ich mich an den Support von Stampit um zu erfahren, warum das weitverbreitete Betriebssystem Linux nicht untersützt werde. Seitens des Supports erhielt ich die Auskunft, dass es ein Projekt namens GNUStamp gibt gab, das Stampit unter Linux lauffähig machen wollte.

Leider ist das Projekt ziemlich eingeschlafen.

so der Support weiter. Auf der Webseite von GNUStamp kann auch seit Mitte 2006 keine Aktivität mehr festgestellt werden. Die Deutsche Post AG aus ihrer Sicht der Entwicklung:

Wir werden in absehbarer Zeit Stampit nicht für Linux fit machen.

Zu dieser Meldung gibt es allerdings eine „andere Strategie“ der Post, die sich interessant anhört.

Briefmarken zum Selberdrucken

Im Spätsommer diesen Jahres soll es eine Frankierungsmöglichkeit geben, die plattformunabhängig ist, da es sich um keine Software im herkömmlichen Sinne mehr handeln wird. Briefmarken ausdrucken lautet dann die neue Devise der Post. Ein Vorteil daraus, die Frankierung ist in ihrer Gültigkeit nicht mehr zeitlich begrenzt, wie das bei Stampitfreimachungen bislang der Fall ist.

Bunt für die Oma, schwarz-weiss für das Finanzamt

Laut Deutscher Post AG können die Briefmarkenwerte selbst zusammengestellt werden, es sind also auch sog. Mischfrankierungen möglich. Der Ausdruck kann wahlweise und je nach Anlass in Farbe oder schwarz-weiss erfolgen. Auch eine Einfügemöglichkeit von Bildern aus einer Galerie wird ermöglicht. Und damit die Marken nicht mit mittels Klebestift, Tesafilm oder Spucke auf dem Umschlag befestigt werden müssen, wird es entsprechende Druckmedien geben, welche über die Postfilialen gegen Gebühr bezogen werden können.

Die geplante Frankierungsvariante stellt demnach einen kostengünstigeren Abkömmling zum schon im Angebot befindlichen Plusbrief dar. Nun heißt es nur noch warten und hoffen, dass die geplante Einführung auch im Spätsommer vollzogen wird. Bis dahin bleibt für Linuxnutzer leider nur der Weg zum Briefmarkenautomaten.