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Stoppschild für Pornoseiten

Kinderpornografie ist zunächst einmal ein unendschuldbares Vergehen an Wehrlosen. Die Idee der Bundesfamilienministerin Frau von der Leyen, kinderpornografische Webseiten seitens der Provider sperren zu lassen und mit einem Stoppschild zu versehen klingt auf Anhieb nicht schlecht. Unter Tagesschau.de gibt es hierzu auch eine nicht repräsentative Umfrage.

Ungeachtet der Möglichkeit, dass im Hintergund mitgeloggt werden könnte, wer hier auf NEIN klickt habe ich genau so abgestimmt. NEIN deswegen, weil eine Sperrung dieser Webseiten am eigentlichen Verbrechen nichts, aber auch rein gar nichts zum Besseren verändert. Kinderpornografie wird weiterhin in dubiosen Hinterzimmern praktiziert.

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Liebe Frau von der Leyen, in erster Linie sollte es hier um um den Schutz der Kinder als solches und nicht um technisch realisierte Internetzensur gehen! Glauben Sie wirklich allen Ernstes es könnte sich an der Situation etwas verändern, wenn ganz einfach Seiten gesperrt werden? Selbst das komplette abschalten dieser Webauftritte löst die Problematik nicht. Wer sich auf solchen Seiten „vergnügt“ und es plötzlich nicht mehr kann, könnte von der virtuellen Welt auch ganz schnell in die reale Welt umsteigen – schon mal daran gedacht?

Kinderpornografische Seiten sind doch wie Angeln mit Köder in einem sehr trüben Teich. Die stinkenden Fische dieses Teiches fängt man nicht, in dem man die Angel einfach einholt und ein Stoppschild ans Ufer stellt – außer man hat am „Fischefangen“ kein nachhaltiges Interesse!

Sonst ist unser Staat doch auch nicht so zimperlich wenn es um Überwachung, Lauschangriffe, Onlinedurchsuchungen und dergleichen geht. Muss ich wirklich noch weiter ausholen oder reicht dieser Wink mit dem Zaunpfahl Strommasten bereits aus, um Denkprozesse in Bewegung zu setzen?

Unfrage

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Auf diese Weise kommt man sicherlich nicht sofort und ganz leicht an die Vertreiber von kinderpronografischem Material. Mit dem zensieren von Webseiten allerdings noch viel weniger! Es ist langsam wirklich mal an der Zeit, nicht nur bei diesem Thema, Nägel mit Köpfen zu machen anstelle von nutzloser Propaganda in den Vordergrund zu stellen nur um wieder mal sagen zu können: Wir machen ja was wir können!

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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2 Kommentare

  1. Wenn es nach mir geht, macht die Internetzensur sehr wenig Sinn. Das Geld sollte lieber in die Verfolgung solcher kranken Menschen gehen.

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