Heute am 9. September ist Tag der Heimat. Doch was genau versteht man unter Heimat? Die Auffassung und Auslegung des Begriffs Heimat wird von jedem ganz individuell gehandhabt. Zum größten Teil wird unter dem Begriff jener Ort gesehen an dem man geboren und auch aufgewachsen ist. Verlässt man den Geburtsort, dann lässt man auch seine Heimat hinter sich. Das dürfte die häufigste Deutung dieses Begriffs sein. Ich selbst deute das Wort Heimat so, dass es jener Ort ist an dem ich mich am wohlsten fühle oder in der Vergangenheit zurückliegend gefühlt habe. Mit meinem Geburtsort Augsburg hat das so rein gar nichts zu tun.

heimat, zuhauseDiese Ansicht vertrete ich schon lange – so richtig bewusst wurde mir der Begriff Heimat erst dadurch, als ich Hamburg dauerhaft verlassen habe. Ja, Hamburg ist in jeder Hinsicht eine Heimat für mich geworden und ist es auch heute noch, wenn auch leider nur aus der Ferne. Gelebt habe ich schon an etlichen unterschiedlichen Orten.

So richtig ausgesprochen „schlecht“ war es nirgends gewesen, gleichwohl kann ich über keinen dieser Orte – mit Ausnahme eben Hamburg – behaupten, dass er eine wirkliche Heimat für mich dargestellt hat.

Da gibt es den alten aber weisen Spruch, dass einem Menschen erst dann richtig bewusst wird wie wichtig ihm etwas gewesen ist, wenn er es irgendwann einmal verloren hat. Diese Aussage kann ich aus heutiger Sicht und sehr passend zum Tag der Heimat bedingungslos unterschreiben. Nicht dass ich Hamburg zu Zeiten in denen ich dort gelebt habe nicht geschätzt hätte, nie hat es mir jedoch so gefehlt wie es das heute tut! Und das, obwohl ich leider mit dieser Stadt den größten jemals erlebten Schmerz in Verbindung bringen muss. Stünde ich hier und jetzt vor der Wahl wo ich gerne sein möchte, die Antwort würde mir so überhaupt gar nicht schwer fallen – Hamburg natürlich.