Der Vorgang einer Fahrzeugummeldung ist eigentlich kein großes Problem, der Zeitaufwand hängt vom Andrang auf die Zulassungsstelle ab. Von daher ein Arbeitsschritt der zeitlich relativ gut abschätzbar ist. Aber wie sagt man so schön, es kommt oft anders als man denkt. Nur gut, dass besagte Zulassungsstelle einen Informationsschalter anbietet und ich diesen vor dem Ziehen einer Wartenummer aufgesucht und in Anspruch genommen habe. Der von mir eingeschätzte Zeitaufwand wäre zwar nicht groß geworden, dafür völlig umsonst.

TÜV Stempel kann echt sein, muss er aber nicht

Die Dame von der Information – bereits vor meiner Frage schon leicht gereizt wirkend – eröffnete mir dann, dass ich bei jedem Fahrzeug das älter als drei Jahre ist unbedingt den originalen TÜV-Bericht vorlegen muss, anders ist keine Zulassung bzw. auch Ummeldung möglich. Der Grund dafür, und der erstaunte mich doch sehr, „die Echtheit des TÜV-Stempels im Kfz-Schein kann nicht überprüft werden und wird daher generell nicht anerkannt“. Auch die TÜV-Plakette, auf die ich hingewiesen habe sei kein Indiz für das Vorhandensein einer TÜV-Prüfung.

Bestenfalls würde der Sachbearbeiter anders entscheiden, wenn ich Glück habe. Auf dieses „Glück“ wollte ich mich nicht hundertprozentig verlassen und zog unverrichteter Dinge wieder von dannen. Verstehen konnte ich es und kann ich es immer noch nicht ganz.

Rein aus meiner Intuition heraus würde ich sagen, dass sich die TÜV-Niederlassungen hier Gedanken machen sollten was deren „Siegel“ anbelangt. Für mich macht er jetzt zwar keinen „unglaubwürdigen“ Eindruck, auch wenn das die Zulassungsstelle völlig anders und wie mir scheint auf „Zufallsbasis“ beurteilt. Es kann ja eigentlich nicht angehen, dass man den halben KFZ-Akt mit sich schleppen muss, nur wegen eines Ummeldevorganges und einer vermeintlichen Unglaubwürdigkeit eines Stempels. Hier scheint mir doch der Amtsschimmel ganz gewaltig zu wiehern… wie es in Deutschland eben gerne mal der Fall ist.

Einerseits klar, denn Stempel kann man heute in bestechender Qualität anfertigen lassen. Aber wenn ich hier ansetze kann ich generell jeden Amtssiegel ob dessen Echtheit anzweifeln   :nenene:

Update: Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es diese Regelung so nicht gibt. Eine andere Sachbearbeiterin bezifferte die Aussage als Blödsinn. Es träfe nur dann zu, wenn auf dem Kfz-Schein der TÜV-Stempel absolut nicht mehr lesbar ist. Dann kann ich es auch nachvollziehen. Man darf eben nicht jedem Sachbearbeiter alles glauben wenn man sich unnötige Wege ersparen möchte!