Leider gibt es noch viel zu viele Hardwarehersteller, die keinerlei Treiber für Linuxsysteme zur Verfügung stellen. Einerseits gelingt es dank fleißiger Entwickler trotzdem die Hardware ordentlich zu installieren bzw. in Betrieb zu nehmen. Andererseits sind dafür manchmal Einbußen bei der Leistungsfähigkeit der entsprechenden Frontends hinzunehmen, Tools stehen nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung.

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Bei meinem Drucker (Epson Stylus Photo R220) ist es mir nicht ganz so einfach gelungen, ihm einen sauberen Text anstelle von wilden Steuerzeichen zu entlocken. Unter (K)ubuntu klappte es einigermaßen, unter Verzicht auf die Verwaltungstools des Druckers, bei OpenSuse jedoch wollte der Epson gar nicht so recht. Somit stieß ich auf TurboPrint 2, das für Tintenstrahldrucker der Hersteller Brother, Canon, Epson und Hewlett-Packard angeboten wird.

TurboPrint 2 verspricht ein High-End-Drucksystem für Linux. Der kleine „Haken“ an TurboPrint 2 – es ist nicht Open Source. Der Hersteller Zedonet vertreibt die Software ab einem Preis von 29.95 € . Das höherwertige TurboPrint Studio (59,95 € ) ist eher etwas für Grafikstudios oder wirklich professionelle Heimanwender. Für meine Zwecke reicht die Standardversion völlig aus, die es auch als 30-Tage-Testversion ohne Leistungseinschränkungen zum Download gibt und die ich mir einmal näher angesehen habe.

Der Download erfolgt ohne eine Registrierung, auch auf die Angabe einer E-Mail-Adresse wird erfreulicherweise verzichtet. In Zeiten der Werbeflut eine sehr kundenfreundliche Art des Herstellers.

Die Installation unter OpenSuse 11 ist im Handumdrehen erledigt und die Druckerverwaltung steht zur Verfügung. Auf dem Desktop werden das Kontrollzentrum und der Druckermonitor abgelegt. Die Einrichtung des Druckers erfolgt über TurboPrint Control (Kontrollzentrum). Hier stehen alle Einstellmöglichkeiten der Originalsoftware von Epson zur Verfügung und sogar darüber hinaus. Für meinen persönlichen Geschmack jedoch ansprechender und in seiner Verständlichkeit besser „verpackt“ als bei der Originalsoftware von Epson.

Der Druckmonitor ist so konfigurierbar, dass er bei einem Druckauftrag in der Vordergrund springt und die wichtigsten Informationen zum aktuellen Auftrag liefert. Der Füllstand der einzelnen Druckerpatronen wird dabei ebenso angezeigt wie der Tintenverbrauch des letzten Druckauftrages, des Gesamtverbrauchs oder die noch in der Warteschleife befindlichen Aufträge mit Details wie Dateiname, Besitzer, Größe und Datum.

TurboPrint 2 verspricht ein High-End-System und liefert nach meiner Erkenntnis auch ein solches. Nach Ablauf des noch 24-tägigen Testzeitraumes stehe ich dann vor der Wahl Software löschen oder kaufen. Ich erwähnte es bereits, mit 29,95 € schlägt das Programm von 50% der Kosten eines neuen Druckers zu Buche. Knapp 30 € , genau betrachtet nur für einen Treiber weil es namhafte Druckerhersteller nicht auf die Reihe kriegen Linux mit Treibern zu unterstützen ist schon sehr happig!

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Diese abschließende Kritik soll die sehr gute Leistung von TurboPrint nicht schmälern, verschweigen sollte man sie jedoch auch nicht!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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2 Kommentare
  1. Wolf sagte:

    Ich habe vor einiger Zeit auch mal mit TurboPrint herum experimentiert, übrigens auch um einen Epson unter Linux Beine zu machen. Auch mich habe seinerzeit die 30 Euro abgeschreckt. Erfreulicherweise gibt es für meinen jetzigen HP volle Treiberunterstützung inklusiv der ToolBox direkt von Ubuntu.

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  2. Thomas sagte:

    Meine Kaufentscheidung für den nächsten Drucker setzt auch eine „Linixverträglichkeit“ voraus. Hersteller die nur Hardware bzw. Treiber für Windows bereitstellen werde ich künftig schlichtweg meiden. Nicht zuletzt wenn dann zu solchen Produkten gegriffen werden muss -> Kaufpreis Hardware zzgl. 30 € in diesem Fall.

    Antworten

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