Praxistest

So dann und wann braucht man mal ein bisschen mehr Ladefläche. Da bieten sich dann die Kombis regelrecht an, wenn ein Kleintransporter doch etwas überdimensioniert wäre.

Kürzlich hatte ich es deswegen mit einem Opel Zafira 1.8 (Bj. 2010) zu tun. Das Platzangebot ist echt riesig, sowohl die Zulademöglichkeit als auch Beinfreiheit im gesamten Fahrgastraum betreffend. Was die Ausstattung anbelangt sieht es schon ein wenig düsterer aus. Sicherlich muss es nicht immer Leder und Wurzelholz sein, mit Kunststoffen kann man auch ordentlich viel Ambiente schaffen. Voraussetzung natürlich, man verwendet auch hochwertigere Materialien.

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Diese, so zumindest mein Eindruck, wurden im Opel Zafira nicht verbaut. Die Plastikoptik ist auf den allerersten Blick erkennbar und wertet den Innenraum schon sehr ab. Über Geschmack lässt sich bekanntlich immer streiten, mein Fall war es jedenfalls nicht. Doch die Optik alleine ist es nicht.

Dem „Rüsselsheimer“ fehlen im Vergleich zu Fahrzeuggröße und Gewicht definitiv die Pferdestärken. Nach oben hin sind mit der 1.8-Motorisierung schon recht ordentliche Geschwindigkeiten möglich, auch wenn diese etwas Zeit in Anspruch nehmen bis sie erreicht sind. Ganz happig wird es wenn man „ausgebremst“ wird und dann wieder Geschwindigkeit aufnehmen möchte. Gerade auf Autobahnen macht man sich hierbei eine Freunde, nutzt man in diesem Moment den linken Fahrstreifen. Gerade dann wenn man etwas mehr Power gewohnt ist, muss man sich schon ganz schön umstellen.

Grundsätzlich und auf den ersten Blick hätte ich mich mit dem Opel schon anfreunden können. Das Fahrgefühl als solches ist recht angenehm auf längeren Strecken. Und dabei war gerade dieser Autobauer nie wirklich mein Favorit gewesen wenn es um einen Autokauf ging. Doch nach dem Kurztest sieht es unter dem Strich gleich wieder anders aus – einen Zafira würde ich mir garantiert nicht zulegen.

Zu einem guten Fahrgefühl gehört definitiv auch die Durchzugskraft und genau diese fehlte mir hier ganz gewaltig.

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Zum Glück stellt sich die Frage nach einem Autokauf nicht. Das erspart mir Diskussionen mit meiner Frau, die auch hinterher immer noch Gefallen am Opel gefunden hatte :rauch:

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
2 Kommentare
  1. John sagte:

    Hmm, also ich hatte vor ein paar Jahren durchweg gute Erfahrungen mit dem Zafira gemacht – auch gerade was die Optik anging; aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden;) was mir auch unheimlich gefallen hat, war die Power unter der Motorhaube. Leider war das ein Dienstwagen meines Vaters, den wir nur zwei oder drei Jahre hatten. Käuflich erwerben kann man so ein Ding ja auch nur, wenn man es dicke stecken hat…

    Antworten

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