Wer der Dampferei noch nicht so lange angehört wird früher oder später mit dem Aufrüsten seiner Dampf-Hardware beginnen. Mangels entsprechender Kenntnisse welcher Akkuträger empfehlenswert ist behilft man sich gerne diverser Fach-Foren. Ist ja eigentlich auch naheliegend. Nicht selten – und mir ging es dabei nicht viel anders – zieht man wieder von Dannen ohne wirklich schlauer zu sein wie zuvor.

Das liegt nicht etwa daran, dass sich dort niemand auskennen würde, ganz im Gegenteil. Die Empfehlungen machen alle durchaus Sinn, stützen sich jedoch meist auf eigene Erfahrungen. Letztlich es ist wie in allen Fachforen in denen man nach Empfehlungen welcher Art auch immer sucht. Was der eine in den Himmel hoch lobt, wird spätestens drei Einträge später wieder verteufelt. Erkenntnis für den Ratsuchenden: „Jetzt bin ich genauso schlau wie vorher.“ Die Frage bleibt weiter unbeantwortet bestehen.

Welchen Akkuträger soll ich mir denn nun kaufen?

Geregelt oder manuell? Ein Original oder einen Clone davon?

Viel wichtiger wäre zunächst die Frage, welchen Verdampfertyp ich mit dem Akkuträger eigentlich betreiben möchte sofern ich nicht zunächst ein Einsteigerset kaufe um erst mal in der Dampferei „anzukommen“. Diese Sets gibt es auch in verschiedenen Preis- und Modellklassen und es ist eigentlich für jeden Einsteiger was dabei. Jedem Dampfer reicht das aber nicht auf Dauer und er möchte mehr – verständlich, ich war nicht besser. Es muss ja nicht gleich der Sub-Ohm-Bereich sein. Nicht jeder ist schließlich so super neugierig wie ich es gewesen bin.

Für das Dampfen im Standardbereich von 1,2 bis 1,8 Ohm muss es nicht zwingend ein geregelter Akkuträger mit seinen u.U. unzählig vielen Einstellmöglichkeiten sein, von denen bei manchen Modellen ohnehin ein Drittel nicht genutzt werden wird. Denn dort wo viel Elektronik verbaut worden ist kann schließlich auch viel kaputt gehen und für die Ewigkeit ist sowieso kein Akkuträger produziert worden. Das ist hier nicht anders als bei allen anderen Elektronikgeräten aller Art und Gattung auch.

Sind teure Akkuträger besser als günstige?

Diese Frage ist genauso schwer zu beantworten wie etwa die, „ob ein Audi besser als ein Toyota ist“. Beide bringen mich von A nach B und erfüllen somit ihren Zweck. Worauf das besondere Augenmerk liegt ist jedem selbst überlassen. Ich würde daher die Frage nach teuer = gut mit einem Nein beantworten. Es sind zumeist die persönlichen Vorlieben eines Dampfers die sich über die Zeit hinweg ergeben welche Marke er bevorzugt und wo sein Hang zu technischen Ausstattungsmerkmalen der einzelnen Akkuträger liegt.

Mehr wie 3 oder 4 Jahre wird ein Akkuträger der täglich in Gebrauch ist vermutlich nicht machen ehe er seinen Job aufgibt. Oder hast Du schon mal Handys gesehen die das ewige Leben haben?Ich hatte es schon erwähnt, wo sich Elektronik im Einsatz befindet ist irgendwann einfach Schluss. Ob es sich deshalb wirklich lohnt für die Steuerung eines Verdampfers > 130 Euro auszugeben muss jeder selber wissen der sich den Kosten- / Nutzenfaktor mal durch den Kopf hat gehen lassen.

Etwas Vorsicht würde ich persönlich bei den besonders günstigen Clones walten lassen. Wenn das Original 200 Euro und mehr kostet müssen sich die mit einem Clone erzielten Einsparungen irgendwo am Material bzw. der Qualität niederschlagen haben sonst könnte er nicht für 75 % und mehr günstiger in den Handel gebracht werden. Denn daran wird ja auch noch verdient. Ein Clone eines Verdampfers fängt vielleicht zum Siffen wenn die Qualität nicht hinkommt. Das ist ärgerlich und gibt im schlimmsten Fall eine Schweinerei auf dem Tisch.

Bei einem Akkuträger dagegen kann es wegen der hohen Ströme die dort fließen durchaus gefährlich werden. Und seien es nur die Entgasungslöcher für die Akkus auf die man in entsprechender Anzahl, Größe und/oder Positionierung gespart hat. Gleiches gilt im übrigen auch für die Akkus selbst.

Fazit

Um bei einem Vergleich zu bleiben, mit Akkuträgern ist es wie mit Computern. Den modernsten hat man nicht besonders lange weil es ständig Verbesserungen und die entsprechenden Nachfolgemodelle gibt. Heute für teures Geld gekauft bekomme ich in 12 Monaten für den selben Betrag schon wieder besseres geboten. Wer einfach nur dampfen möchte muss nicht hunderte Euros auf den Tisch legen um die nötige Leistung zu erhalten. Ob es tatsächlich sein muss den Clone eines eigentlich sehr teuren Akkuträgers zu kaufen nur der ähnelnden Optik und des entzückten „Ohhhh“ von Dritten wegen? Bei dieser Entscheidung kann sowieso niemand wirklich helfen.

Teuer steht nicht für unverwüstlich und langlebig. Ein günstigerer Akkuträger hat in den allermeisten Fällen die gleiche Lebenserwartung wie in meinen Augen überteuerte Spitzengeräte. Ob an deren Funktionsmerkmale braucht bzw. nutzen wird sollte daher abgeklärt werden. Das Bild meiner Frau auf dem Display ist zwar schön und gut, aber wer schaut schon permanent auf das Display?

Die Frage „welchen Akkuträger soll ich mir kaufen“ kann niemand besser beantworten als der Dampfer selbst.