Der Schmusekurs den unsere Bundeskanzlerin bisher mit den USA gefahren ist scheint immer mehr auf Eis gelegt zu werden. „Merkt Frau Merkel“ langsam, dass sie über viele Jahre hinweg schlichtweg verkohlt worden ist bzw. immer noch wird? Der unmittelbare Nachbar im Berliner Regierungsviertel war und ist nichts anderes als eine bestens ausgestattete Abhörfabrik. Edward Snowden hatte es gesagt, doch ihn schob man gewissermaßen auf die „Lügnerbank“.

Der Abhörskandal von außen ist spätestens jetzt komplett. Und das, obwohl man mit Vorratsdatenspeicherung & Co. das gesamte eigene Volk schon lange unter eine Art von Generalverdacht gestellt hatte. Was jetzt Frau Bundeskanzlerin? Verstehen Sie nun wie es ist, wenn man einfach so pauschal bespitzelt wird? Den Widerstand des deutschen Volkes gegen dieses Ausspionieren konnte oder wollte man in Berlin nicht verstehen. Dafür zeigt man sich jetzt um so entsetzter weil man selbst zum Opfer wurde. Ich nenne sowas verkehrte Welt.

Das Vertrauen der Bundesregierung den USA gegenüber ist schwer beschädigt, um das Vertrauen des Volkes in unsere Regierung speziell in Sachen Datenschutz steht es aber nicht viel besser. Ich möchte es mal ganz einfach ausdrücken – die Karre steckt jetzt ganz schön im Dreck! Noch vor gar nicht allzu langer Zeit gab Frau Merkel bekannt, sie wisse nicht alles was der BND so macht. So weit so gut. Offenbar weiß Frau Merkel aber auch nicht, was der BND nicht macht, nämlich Abhöraktionen auf Regierungsmitglieder zu verhindern. Oder wusste der BND auch von der Abhöraktion bei der Bundeskanzlerin und hat dabei nur zugesehen – wieso und warum auch immer?

Es türmen sich nahezu im Stundentakt Fragen über Fragen über uns auf. Fragen auf die in großer Zahl die passenden und erklärenden Antworten fehlen, sowohl von unseren Politikern wie auch von den USA. Letztere spielen vielmehr weiterhin den unwissenden und unschuldigen Partner. Ich selbst kann es mir einerseits weniger vorstellen, dass die amerikanischen Geheimdienste auch so freie Hand genießen wie hier zu Lande der BND. Ganz auszuschließen ist dies andererseits nicht.

Was nützen Geheimdienste eigentlich

Da werden auf der einen Seite die Telefonate und E-Mails von Herrn Meier aus P. mitgehört bzw. mitgelesen und alles findet unter dem Deckmäntelchen der vermeintlichen Sicherheit vor Anschlägen oder ähnlichem statt. Herr Meier weiß gar nicht dass er belauscht wird, er ist ja auch kein Fachmann auf diesem Gebiet. Er vermutet es vielleicht aber selbst das würde ihm nichts nützen. „Big Brother is watching you“.

Auf der anderen Seite haben wir Geheimdienste, deren Arbeit zu einem großen Teil der Sicherheit in Deutschland dient. Vordergründig natürlich auch der Sicherheit unserer Führungspersönlichkeiten. Sie sind mit hochmoderner Technik ausgestattet, ermitteln stets verdeckt und verschlingen jährlich nicht unbeträchtliche Summen an Steuergelder über die man natürlich nicht groß sprechen möchte.

Während man über das Surfverhalten von Herrn Meier aus P. bestens Bescheid weiß, die Inhalte seiner E-Mails kennt und wahrscheinlich vieles weiteres mehr merken die hochdotierten Geheimdienste überhaupt nicht, dass mitten im Berliner Regierungsviertel ein „ganz offizieller Abhör-Center“ der USA steht und sich erfolgreich in die Telefonate unserer Bundeskanzlerin eingehackt hat. Und das bereits schon vor 10 Jahren! In wie weit auch der Mail- und Faxverkehr betroffen ist will ich erst gar nicht wissen.

Sicherheit Deutschland

Da muss jetzt aber schon die zynische Frage gestattet sein, ob die E-Mails von Herrn Meier aus P. so fesselnd und wissenswert gewesen sind, dass keiner mehr die Zeit hatte sich um „den Freund aus den USA“ zu kümmern. Unsere Bundeslauscher wissen jetzt immerhin, dass Herr Meier auf dem letzten Kindergeburtstag seiner Nichte Wasser-Bomben geworfen und in der Mainacht einen Toilettenpapier-Anschlag auf das Auto seines Nachbarn verübt hat. Das ist ja auch enorm wichtig, denn Herr Meier ist 72 und ein hochgefährlicher Terrorist.

Dass Obama´s Mannen derweilen fleißigst Regierungsggespräche anzapfen musste uns erst ein Edward Snowden verraten. Klar, woher soll der BND sowas denn auch wissen? Und weil nicht sein kann was nicht sein darf – schließlich sind die Amerikaner unsere Freunde – stempelte man Snowden einfach als Whistle-Blower, Wichtigtuer oder sonst was ab und verweigerte ihm in Deutschland sicheren Boden zu betreten. Sowas konnte man dem dauerlauschenden Freund aus dem Regierungsviertel schließlich nicht antun.

Genau genommen ist es für Snowden sogar besser, dass ihn Deutschland nicht aufgenommen hat. Hier wäre Snowden nicht sicher, denn sein Aufenthaltsort würde der NSA sicher nicht verborgen bleiben – Dank der guten „Kontakte“ in den Deutschen Bundestag.

Deutschland kann einem nur noch leid tun – mehr aber auch wirklich nicht…..