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DPD – kein Paketdienst für größere Sendungen

Nicht jeder Empfänger einer Paketsendung wohnt in einem Einfamilienhaus im Erdgeschoss und die Sendungen sind gerne auch mal etwas größer als ein Schuhkarton. Abgesehen von der Größe erreicht ein Paket schon mal eine etwas höhere Gewichtsklasse. Das Logistikunternehmen DPD ist in diesen Fällen aus der Sicht des Empfängers eine denkbar schlechte Wahl. Denn die Fahrer des Unternehmens sind nur verpflichtet die Sendung bis zur ersten verschlossenen Türe zu transportieren und keinen Meter weiter. Bedeutet im Klartext, wohnt jemand in einem höher gelegenen Stockwerk hat er mit DPD als Logistikunternehmen sehr schlechte Karten. Er muss das Paket am Hauseingang abholen. Es soll Ausnahmen laut DPD geben, bei denen der Fahrer kundenorientiert denkt, darauf verlassen würde ich mich auf Grund eigener Erfahrungen jedoch keinesfalls mehr.

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Bei Bestellung auf Versandunternehmen achten

Logistikunternehmen leben vom Versandhandel nicht schlecht, eine Tatsache die sich unbestritten zeigen dürfte. Die Zahl der privaten Paketempfänger macht dabei höchstwahrscheinlich keinen völlig unbedeutenden Prozentsatz aus. DPD (Dynamic Parcel Distribution) bildet hierbei – auch wenn es sich nicht um den Marktführer handelt – keine Ausnahme. Der Versandhandel arbeitet zu einem kleineren Teil mit verschiedenen Logistikunternehmen zusammen und der Kunde kann bei einer Bestellung wählen wer ihm das Paket zustellen soll. Kleinere Preisunterschiede kommen vor, bilden jedoch nicht die Regel. Einige Unternehmen geben (leider) keine Informationen darüber preis mit welchem Unternehmen der Versand erfolgen wird.

Kundenservice vorhanden?

Paket PaketdienstAngesichts der eingangs geschilderten Tatsache sollte man sich die Bestellung größerer und/oder schwerer Sendungen mit einer Zustellung durch DPD genau überlegen. Insbesondere im Hinblick auf die eigene körperliche Verfassung (Gesundheitszustand). Dies hat der heutige Vorfall eindrucksvoll bewiesen. Die Empfängerin zweier größeren Pakete trägt nach einer Operation einen Fixateur am Arm, ist demnach außerstande die Pakete ohne Probleme selbst die Treppen hoch zu transportieren. Trotz der Bitte an den DPD-Zusteller wenigstens ein Paket hochzutragen berief sich dieser auf die Regelung „nur bis zur ersten verschlossenen Türe“, nahm die Unterschrift ab und verschwand wieder. Eine tiefergehende Bewertung dieses Verhaltens ersparen wir uns an dieser Stelle.

Zustellung an den Nachbarn als logische Folge

DPD zählt neben anderen Logistikunternehmen zu jenen, die gerne „das Klingeln vergessen“, auf dem Benachrichtigungszettel behaupten es sei niemand zuhause gewesen und stellen das Paket statt beim Empfänger an den Nachbarn zu. Kennt ein Fahrer seine Tour etwas genauer und weiß, dass der Empfänger eines Pakets im zweiten oder dritten Stock wohnt kommt ihm die Ausrede niemanden angetroffen zu haben natürlich sehr gelegen – untermauert von der ohnehin gültigen Regelung nur bis zur ersten verschlossenen Türe liefern zu müssen. Auch die Ablage von Sendungen auf dem Briefkasten ohne die Unterschrift des Empfängers erhalten zu haben sind – zumindest hier – keine ganz seltene Ausnahme.

Bei einer Bestellung die eventuell etwas größer und/oder gewichtiger ist daran denken – im Standardfall steht man alleine da und muss es, ob es körperlich geht oder nicht, das Paket selbst in das Obergeschoss transportieren. Bei Wahlfreiheit hinsichtlich des Logistikunternehmens scheidet der DPD bei mir zukünftig definitiv aus.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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6 Kommentare

  1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht auf den Paketdienst, sondern auf den Zusteller ankommt. Je nachdem wen man da erwischt, klappt es halt gut oder schlecht. DPD kommt bei mir jedoch immer in den dritten Stock hoch.

    Ich hatte an meiner jetzigen Adresse bisher zwei Probleme mit Paketdiensten. Einmal hat GO! das Paket beim Nachbarn abgegeben, es wurde jedoch in meinem Namen unterschrieben und es gab auch keine Benachrichtigungskarte. Und das andere Mal hat DHL den falschen Nachbarn eingetragen. Der eingetragene wohnte gar nicht im Haus, daher habe ich erstmal die Nachbarschaft abgesucht, bis dann eine Nachbarin aus meinem Haus kam und mir das Paket brachte.

    • Es ist schon richtig, dass das entscheidende Glied der Servicekette der Zusteller selbst ist. Nimmt aber ein Paketdienst Beschwerden nicht für ernst oder beschwichtigt immer nur, dann ist es nicht mehr alleine der Zusteller der nichts taugt. Alles schon durch hier….

      In diesem konkreten Fall ist es ja tatsächlich eine Regelung des DPD nur bis zur ersten verschlossenen Türe zu liefern. Hier trifft den Zusteller keine „Schuld“. Aber was nützt es, wenn der Empfänger aus gesundheitlichen Gründen ein großes Paket nicht in die Obergeschosse tragen kann und der Zusteller sich auf Regeln beruft? Deswegen…. je nach dem was man bestellt, genau hinsehen wer der Zustelldienst ist, sonst hat man ganz schlechte Karten.

  2. 2013 gab es bei mir auch mal einen Artikel zu DPD. Allerdings, da die Sendungsverfolgung zu wünschen übrig ließ. Schade auch von deiner gemachten Erfahrung hier zu lesen. :-/
    Jedenfalls kann es nie schaden andere zu informieren und das hast du mit diesem Artikel hingekriegt.
    Alles Gute!

    • In Sachen Paketdienste scheine ich ohnehin in einer „sehr schwierigen Zone“ zu wohnen, hier ist vieles dahingehend problembehaftet. Grüße nach LUX.

      • Da scheinst Du in der Tat schlecht bestrahlt zu sein. Soviel Pech mit Paketdiensten zu haben, ist schon ungewöhnlich

        • Naja, vielleicht nicht ungewöhnlich als solches. Sehr viele belassen ihren Unmut im „eigenen Kämmerlein“ und keine bekommt es mit. Unter dem Strich beurteile ich es wirklich so aus meinen Erfahrungen heraus, dass 75% der hier ausliefernden Logistikunternehmen Leute beschäftigen, die für diesen Job aus den unterschiedlichsten Gründen ungeeignet sind – leider eben auch bis hin zum Straftatbestand.

          Und – das darf auch nicht übersehen werden. Es sind keine Einzelfälle bei denen man sagen könnte, „ja, der hatte einen schlechten Tag“ oder so. Die Regel ist mies, nur durch Zufall klappt mal etwas wirklich.

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