Einige Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sehen sowohl das Recht als auch die Freiheit erheblich eingeschränkt blickt man auf Corona und dessen Folgen abseits der Gesundheit. Darüber mag man streiten, ich persönlich sehe das nicht so eng. Denn soviel sollte genau genommen jedem inzwischen klar sein, „mit einem feuchten Tuch wedeln“ reicht nicht aus um dieser Viruserkrankung den Gar auszumachen. Ein ganz erhebliches Defizit sehe (wohl nicht nur) ich beim Punkt der Einigkeit. Die sogenannten Regierungschefs der Länder hatten in dieser Woche wieder einmal ihre Köpfe zusammengesteckt und beraten wie es nun im Dezember mit den Regelungen zu Corona weitergehen soll. Dabei soll es richtig Zoff gegeben haben, sodass die eingerichtete Videokonferenz sogar mehrfach abgeschaltet wurde. Bis hierhin also nichts Neues, hatten wir ja schon alles mehrfach gehabt.

Einigkeit und Recht und Freiheit

Man konnte nicht wirklich erwarten dass angesichts der nackten Zahlen zu Corona der Punkt „Freiheit“ tatsächlich gelockert werden würde. Auch stagnierende Zahlen änderten daran nichts, sie sind einfach immer noch viel zu hoch. Und auf Grund der einen oder anderen gesetzlichen Nachbesserung sollten auch die bisher nicht selten angestrengten Eilverfahren vor den Verwaltungsgerichten ein Ende haben – so viel zur Abteilung „Recht“. Sind wir wieder beim Punkt „Einigkeit“ angelangt. Und hier hat sich nichts verändert, es war auch nicht wirklich anders zu erwarten gewesen um ehrlich zu sein. Die strittigen Punkte rund um das Maßnahmenpapier sind – um nur einige herausragende zu benennen

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  • frühere Weihnachtsferien
  • Weihnachtsfeiern nur im kleinen Kreis
  • Kontaktbeschränkungen (Personenzahl)
  • Beherbergungen in Hotels
  • Urlaubsreisen
  • erweiterte Maskenpflicht
  • Anstandsregelungen – auch in der Bahn

Drei Tage nach dem großen Videotreffen ist eines jedenfalls klar, der oft erwähnte Flickenteppich in Deutschland wurde alles, nur nicht kleiner. Dank unserem Föderalismus tut im wahrsten Sinne des Wortes wieder jeder was er will. Und wenn man dann hört, dass u.a. im Punkt Weihnachtsferien gestritten wurde ob diese nun am 16. Dezember oder 19. Dezember beginnen sollen – sorry liebe Volksvertreter, ihr habt sie doch wirklich nicht mehr alle beisammen.

Absurde Regeln verbessern die Akzeptanz derselben auf keinen Fall

Die Deutsche Bahn vergibt bei den Platzreservierungen nur noch Fensterplätze, Ausnahme wenn es in den Zügen voll wird. Wie soll es denn voll werden, wenn man ohnehin an vielen Orten wieder vor einem Übernachtungsverbot in den Hotels steht und auch die Rede davon ist die Skisaison ganz abzusagen? Und wenn doch, wenn es in den Zügen dennoch voll wird wie in den letzten Jahren rund um den Jahreswechsel? Was bitte bewirkt dann diese Einschränkung im Hinblick auf die Ansteckungsgefahr nur Fensterplätze zu reservieren?

Wo der Nutzen liegen soll, wenn man nun auf den Parkplätzen vor Lebensmittelgeschäften eine Maske tragen muss erschließt sich nicht so recht. Im Übrigen soll diese Pflicht auch für Zapfsäulen an Tankstellen gelten. Das hat schon alles auch ein bisschen etwas von blindem Aktionismus wie ich finde.

 

Der Norden ist bei den Kontaktbeschränkungen und Unterbringungen in Hotels etc. offener als der Süden – was in Schleswig-Holstein erlaubt ist wird in Baden-Württemberg wieder verboten sein. Kurios wird es, wenn Unterschiede herrschen bei angrenzenden Ländern. Beispiel in Ulm (Baden-Württemberg) ist etwas untersagt und im wenige Meter entfernten Neu-Ulm (Bayern) wiederum erlaubt oder umgekehrt. Ob sich Covid 19 wohl daran halten wird Menschen anzustecken? Und so langsam geht es auch los, dass Unterschiede zwischen geimpften und ungeimpften Personen gemacht werden. Dabei weiß doch kein Mensch in wie weit das alles wirklich klappen wird angesichts der fehlenden „Probezeit“ für Erfahrungswerte im Umgang mit den Impfstoffen.

Wie das auch rund um Weihnachten und Silvester werden wird kann heute noch keiner klar beantworten. Eines ist jedenfalls so sicher wie das Amen in der Kirche, chaotisch wird es in jedem Fall. Und der Jahresbeginn 2021 wird es dann zeigen ob sich der Virus an die Maßgaben unserer Volksvertreter gehalten hat oder nicht.

Eine schöne Adventszeit allen dennoch und immer schön Abstand halten zum Adventskranz, denn mit langen Haaren könnte das fatal enden.

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3 Kommentare zu „Einigkeit und Recht und Freiheit“

  1. Das die in Berlin einen an der Marmel haben, ist doch mittlerweile echt nix neues mehr.

    Die haben es in 6 Monaten nicht fertig gebracht, ein Konzept für die kommenden Monate und Jahre, schließlich werden wir bis 2025 brauchen, bis eine Grundimmunität vorliegt – und das eben nur in D. Von weltweit ist da ja nicht mal im Ansatz die Rede.

    Aber daran sieht man – meiner Ansicht nach – welches Trauerspiel (oder sollte man es besser Märchen nennen) aufgeführt wird!

    Nicht falsch verstehen: Ich leugne Corona nicht! Ich sehe nur nicht, was an dem Virus gefährlicher sein soll, als an allen anderen Viren.

    Man debattiert über zu volle (Schul)Busse, aber in den Schulen wird trotzdem mehr oder minder problemlos weiter unterrichtet. Das die eine oder andere Schulklasse in Quarantäne muss ist logisch.

    Aber wenn die vollen Busse wirklich das Problem wären, müssten meiner Meinung nach die Schulen reihenweise geschlossen werden wegen zu vieler Infektionen.

    Ich bin außer der Arbeit nicht viel unterwegs. Aber es wird sicher im Leben nicht passieren, das ich an der frischen Luft diesen Pseudo-Maskenschutz tragen werde.

    Sobald ich einen geschlossenen Raum wie eine Tankstelle oder Laden verlassen habe, ist das Ding runter. Und auf einem Parkplatz einen MNS tragen? Ja gehts noch?

  2. Nicht falsch verstehen: Ich leugne Corona nicht! Ich sehe nur nicht, was an dem Virus gefährlicher sein soll, als an allen anderen Viren.

    Nenne mir einen Virus, der die Chance hat, unter den Top 5 der häufigsten Todesursachen aufzutauchen.

    1. Mittlerweile keinen mehr, weil die bisherigen allesamt schon solange bekannt sind, das es Impfungen dagegen gibt!

      Nur sollte man bei der ganzen Geschichte auch mal die Kirche im Dorf lassen!

      Wenn ich mir das alles so anschaue, stelle ich mir die Frage, wie haben die Menschen früher die Pest oder die spanische Grippe überlebt!

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