Geld hat der Staat nie zur Verfügung, wenn es um wichtige Projekte geht. Doch nur um schön dazustehen, als tierliebender Bundesminister für Umwelt zu gelten eine Patenschaft für den Eisbär Knut zu übernehmen und diese dann aus dem Staatssäckel zu finanzieren ist schon wirklich dreist! Sigmar Gabriel jedenfalls scheint kein schlechtes Gewissen zu haben, sich auf Kosten der Steuerzahler einst ins Rampenlicht gestellt zu haben.

Wäre es nicht ans Tageslicht gekommen gäbe es jetzt auch keine berechtigte Kritik seitens der FDP in Person von Frau Ulrike Flach. Doch was ist los mit der „Buchhaltung in Berlin“? Zahlen die jede Rechnung ungefragt die man ihnen zuschickt? Die hierfür verwendeten Gelder sind nicht nur „falsch eingesetzt“, sie sind schlichtweg durch Herrn Gabriel mißbraucht worden.

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Knapp 12000 € Steuergelder als Futterkosten für den Berliner Eisbär sind inzwischen „verfressen“ worden. 12000 € , die Herr Gabriel für seine persönlich übernommene Patenschaft aus der Staatskasse finanzieren lässt. Man kann leicht mit Großzügigkeit prahlen, solange andere dafür gerade stehen.

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Eine Rückzahlung Gabriels der Futterkosten wäre jetzt das mindeste was man erwarten könnte – es träfe ja keinen Armen. Schließlich gab er dem Deutschlandfunk gegenüber ja selbst zu, dass er ein hohes Einkommen hat, das mit immerhin 10000 € (Angabe auf seiner eigenen Webseite) weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt! Ob Gabriels Fairness dem Steuerzahler gegenüber soweit reichen wird?

9 Kommentare
  1. Thomas
    Thomas sagte:

    Wieso sollte ich deswegen böse sein…..? Die 12.000 € als solches tun sicherlich niemandem weh, das stimmt wohl. Aber ich sehe die vielen „12000 €“, die auf solch persönlicher Profilierungsbasis verschleudert werden! Er übernimmt eine Patenschaft und der Staat zahlt, sorry das kann so nicht ok sein.

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  2. Gilly
    Gilly sagte:

    Naja, der Herr Gabriel ist ein Minister und Minister repäsentieren den Staat.

    Ich verstehe worauf Du hinaus willst, aber es ging ja auch darum auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.

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  3. juwi
    juwi sagte:

    Hallo Gilly,

    Wenn jemand auf den Klimawandel aufmerksam machen möchte, dann ist das ganz in meinem Sinne. Wenn das, wie in diesem Fall, mit Kosten verbunden ist, dann soll er für die Kosten, die sein Anliegen verursacht, aber auch selbst aufkommen. Herr Gabriel hätte in seiner Funktion als Umweltminister der Bundesrepublik Deutschland allerdings auch genug andere Möglichkeiten, auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Dafür müsste er nicht unsere Steuergelder verschwenden, zumal seine finanzielle Situation es ihm aufgrund seines Bundesminister-Jobs sicher ermöglicht hätte, die Übernahme einer Patenschaft für ein Zootier auch aus eigener Tasche zu bezahlen.

    Da ich nicht so gut betucht bin wie unser Herr Umweltminister, versuche ich zum Beispiel mit gelegentlichen Artikeln in meinem Blog „juwi’s welt“ und auf meiner Homepage „Das Juwiversum“ auf meine Anliegen „Umweltschutz“ und Klimawandel“ aufmerksam zu machen.

    Gruß,
    juwi

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  4. Wolf
    Wolf sagte:

    Wenn ich alles glaube, aber das der „Dicke“ die 12.000 Euro rausrückt, das glaube ich nicht. Aber vielleicht geschehen ja noch Zeichen und Wunder. :roll:

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  5. Anj
    Anj sagte:

    Krass, wie teuer kann so eine Patenschaft schon sein, dass man die als Gutverdiener ausm Staatsbeutel bezahlen muss? Is doch echt dreist! … Und vor allem dumm, wenn sowas dann letztendlich sowieso rauskommt. Da steht man doch schlechter da als zuvor.

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  6. www
    www sagte:

    das ist doch vollkommen okay! seit wann zahlt ein Minister die Patenschaften die er im Amt übernimmt selbst? Sorry, aber hier leidet der Autor wohl an einem Realitätsverlust!

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  7. Thomas
    Thomas sagte:

    Wäre dies ein ganz normaler Vorgang, würde er nicht vielerorts diskutiert werden. Man kann natürlich jeglichen politischen Mist schönreden, ihn rechtfertigen und für gut heißen, ich tu das eben nicht. Mit Realtitätsverlust als solches hat das wenig zu tun.

    Die Patenschaft wurde just in dem Moment übernommen als Knut bereits der Star schlechthin war. Ich habe eben kein Verständnis für derartig gezielte und persönliche PR-Maßnahmen, die der Steuerzahler dann finanzieren darf.

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  8. x-news
    x-news sagte:

    Sind wir doch mal Ehrlich: Solange das Medienwirksam war es für diesen Herrn interessant. Aber glaubt doch bitte nicht das der jetzt einen Gedanken daran verschwenden wird irgendwas selbst zu bezahlen… Wer ist eigentlich Knut???

    Antworten

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