Insgesamt betrachtet dürfte Feedly jener Reader sein, der vom Verschwinden des Google Readers in Sachen Nutzerzahlen wohl am meisten profitiert hat. Obwohl bei Feedly richtig aufgerüstet wurde sind die zu verarbeitenden Datenmengen doch etwas viel. Seit einiger Zeit beobachte ich nun schon, dass meine abonnierten Feeds teils stark verzögert aktualisiert werden. Artikel die auf den jeweiligen Seiten längst online sind kennt Feedly noch gar nicht. Dieses Verhalten erinnert mich ein wenig an die Zeiten von Feedburner, bei dem es auch Stück um Stück träger wurde.

Was mir auch noch auffiel, worüber ich bislang aber keinen anderen Artikel lesen konnte ist die Tatsache, dass bei Feedly – speziell bei abonnierten Kommentarfeeds – die Artikelbilder nicht immer passen, sprich dem eigentlichen Artikelbild entsprechen.

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Hier kam es in letzter Zeit häufig vor, dass die dem Feed vorangesetzten Bilder „wahllos zugeordnet“ wurden. Refresh, leeren des Browsercaches und ähnliche altbekannten Maßnahmen haben nicht gegriffen.

feedly artikelbilder

Beispiel Artikelbilder Feedly

Im Beispiel wird bei einem Kommentar zum Artikel der 8 Tage alt ist das Bild eines Artikels gezeigt, der erst heute – also 8 Tage später erschienen ist. Durch so einen willkürlichen „Bildertausch“ kann ein Artikel auf den ersten Blick leicht missverstanden werden.

Obwohl ich Feedly schon weit vor dem Aus des Google Readers genutzt habe und zufrieden war zieht es mich jetzt zu weiteren Alternativen. Über einen Artikel in Sylvis Blog bin ich nun auf CommaFeed gestoßen den ich bisher gar nicht auf dem Zettel hatte. Sylvi hat in ihrem Artikel bereits eine kurze und gute Anleitung zum Umstieg geschrieben, sodass ich jetzt hier das Rad nicht unbedingt neu erfinden muss.

CommaFeed mit Vor- und Nachteilen

Einen großen Vorteil bei CommaFeed sehe ich darin, dass er optisch und auch im Handling dem Google Reader relativ nahe kommt. Teilen-Buttons der wichtigsten Social-Media-Dienste sind mit integriert. Noch mehrere Vorteile mache ich daran fest, dass CommaFeed „deutsch spricht“ und sich bei seinem Aussehen mehr beeinflussen lässt als das bei Feedly der Fall ist. Letzterer Grund wäre sicherlich am ehesten zu vernachlässigen, doch die Summe der Gründe macht es am Ende eben aus warum ich eigentlich lieber CommaFeed nutzen möchte.

Aber CommaFeed hat auch ein Problem, dass mir den Wechsel vermiest. Eigentlich sollte es möglich sein die Feeds mittels opml-Datei zu importieren. Doch genau da hakt es, alle Importversuche schlagen fehl, Fehlermeldung gibt es leider keine. Das macht es nicht unbedingt einfacher den Fehler zu suchen. Ich hatte schon vermutet, dass es eventuell an der Anzahl der Feeds (168) liegen könnte. Doch auch eine auf nur 10 Feeds reduzierte opml-Datei nimmt CommaFeed nicht an.

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Vielleicht ändert sich der Zustand ja noch und der Import klappt. Bis dahin muss ich wohl bei Feedly bleiben, denn alle anderen Alternativen sagen mir eher weniger zu.