Startseite » Pressemeldungen und News » FinTechs gewinnt an Dynamik: Wie sich international günstig Geld überweisen lässt

FinTechs gewinnt an Dynamik: Wie sich international günstig Geld überweisen lässt

Innerhalb des europäischen SEPA-Zahlungsraums müssen Überweisungen innerhalb eines Bankgeschäftstags durchgeführt werden. Auf diese Weise will der Gesetzgeber verhindern, dass die Kreditinstitute das Geld der Kunden für die eigene Liquidität nutzen, ohne dass über den Betrag verfügt werden kann. Außerhalb der Europäischen Union endet die Zuständigkeit der EU-Behörden, was sich auch in längeren Bearbeitungszeiten äußert. Kundenerfahrungen zeigen, dass Überweisungen nach Südamerika, Asien und Afrika bis zu 20 Tage dauern können. Zudem ist eine solche Transaktionen mit hohen Gebühren belegt. Gibt es Alternativen?

Anzeige

Geschäftsmodell internationale Banküberweisung: hohe Gebühren belasten Arbeitsmigranten

Die Banken konnten ihre Marktmacht lange Jahre für sich nutzen – entsprechend gering fiel der Service bei internationalen Zahlung raus. Dabei handelt es sich um hohe Beträge, die über Landesgrenzen hinweg den Besitzer wechseln: Allein im Jahr 2013 haben Migranten in aller Welt rund 322 Milliarden Euro in Entwicklung- und Schwellenländer gesendet. Je Transaktionen wurden dabei etwa 300 Euro übermittelt – Tendenz steigend. Doch ein scheinbar sicheres Geschäftsmodell der Banken scheint zu bröckeln: Innovative FinTech-Unternehmen bieten diese Leistungen schneller und günstiger an.

So wie sich heute auch problemlos und mit wenigen Mausklicks digital shoppen lässt, können auch internationale Transaktionen durchgeführt werden. Zwischen FinTech-Unternehmen und Banken bilden sich Allianzen, in die beide Kernkompetenzen und Know-how mit einbringen – im Unterschied zu den Start-ups sind die konventionellen Kreditinstitute für viele Kunden noch vertrauenerweckender; zudem ist entsprechendes Kapital vorhanden. FinTechs bringen zwar innovative Ideen mit, aber kein Kundenstamm.

Britisches Startup treibt Banken vor sich her

Das britische Start-up Azimo macht es möglich, mit wenigen Mausklicks oder per Smartphone-App Geld in mehr als 190 Länder der Erde zu schicken. Im Unterschied zur konventionellen Banküberweisung liegt der besondere Vorteil darin, dass die Transaktionen beinahe sofort ausgeführt werden kann. Zudem fallen nur geringe Gebühren an, die zudem als Pauschale ausgeführt sind – insbesondere hohe Beträge profitieren hiervon.

Eine Besonderheit: Anders als bei einer herkömmlichen Banküberweisung ist es nicht notwendig, dass der Empfänger ein Bankkonto besitzt. Je nach Empfängerland kann der Betrag direkt bar entgegengenommen werden. Dafür stehen Postämter und Bankfilialen zur Verfügung. Ebenso lässt sich die digitale Brieftasche „Mobile Wallet“ oder des Handyguthaben auffüllen, eine herkömmliche Überweisung auf ein Bankkonto steht ebenso zur Verfügung.

Fazit: Banken müssen sich bewegen

Viele andere Branchen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die zunehmende Dynamik durch die Digitalisierung nicht zu stoppen ist. Die klassischen Banken werden sich dieser Entwicklung anpassen müssen, wollen sie keine Kunden verlieren. Neben den derzeit noch wenig kundenfreundlichen Konditionen für die Auslandsüberweisung dürfte eine ähnliche Entwicklung im Bereich der Kontoführungsgebühren oder der Zinsen für den Dispokredit zu erwarten sein.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

Artikelempfehlung

Tipp an die Presse

Ihr würdet der Umweltschutz einen großen Dienst erweisen, wenn künftig nur noch über Banken berichtet ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.