Geld

Das Internet nutzen um Geld zu verdienen – ein Traum der für einige wenige Personen bereits in Erfüllung gegangen ist. „Geld verdienen“ ist dabei ein sehr dehnbarer Begriff. Auch monatliche Einnahmen von nur 20 Euro stellen verdientes Geld dar, sind jedoch meilenweit davon entfernt was sich die breite Masse darunter vorstellt – nämlich sein eigener Chef zu sein von den Einnahmen tatsächlich leben zu können. Die Zahl derer die dies von sich behaupten können dürfte im einstelligen Bereich liegen.

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Geht man von rund 53 Millionen Internetnutzern in Deutschland aus ist dies ein verschwindend geringer Anteil „der es geschafft hat“. Die Wahrscheinlichkeit dauerhaft vom Internet leben können hat so betrachtet etwas von einer Lotterieteilnahme. Doch jetzt der Reihe nach.

Geld verdienen im Internet bedeutet nicht gleich Reichtum

Reichtum ist ein dehnbarer Begriff. Für den einen bedeutet er ein sorgenfreies Leben in Saus und Braus ohne den Finger zu krümmen, für den anderen „nur“ ein ausreichendes und vor allem regelmäßiges Einkommen. Der Spagat hierzwischen ist weit und man sollte sich klar werden was das Ziel des Weges sein soll. Je höher die eigene Zielsetzung desto steiniger wird dieser Weg.

Seinen Job hinzuwerfen und sich blind in die Selbstständigkeit zu stürzen ist kein ratsamer Weg. Die Wahrscheinlichkeit eines nahtlosen und erfolgreichen Übergangs vom Angestellten zum eigenen Chef mit dicker Geldbörse ist als sehr gering einzuschätzen und deswegen höchst existenzgefährdend. Man darf nicht nur die Einnahmen sehen sondern sollte auf keinen Fall die Ausgaben wie z.B. die Sozialversicherungen übersehen die selbst getragen werden müssen.

Erfolg im Netz braucht Zeit und Erfahrung

Der eben angesprochene steinige Weg setzt voraus, dass ich ein sehr gutes Durchhaltevermögen habe. Das Internet ist keine Gelddruckmaschine die mich über Nacht zum Gewinner macht. Kein Projekt, so gut es auch sein mag, ist von Beginn an ein Selbstläufer. Nur mit dem entsprechenden Know-How und Geduld kann aus einer Idee eine dauerhafte Einnahmequelle werden.

An dieser Stelle kommt auch ein Punkt ins Spiel der im Zusammenhang mit Geschäftsideen immer wieder zu hören ist – das eigene Alter. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass mit zunehmenden Alter auch die gesammelten Erfahrungen wachsen. Würde man ausschließlich dieser Tatsache folgen dürften jüngere Erfolgreiche gar nicht existieren. Sicher spielt das Alter eine Rolle, den Erfolg würde ich daran aber nicht festmachen wollen. Das belegt auch die Verteilung der Altersgruppen von Unternehmensgründern in 2012.

Erfolg ist nicht allein altersabhängig, sowohl jüngere wie auch ältere Einsteiger sehen sich mit Vor- und Nachteilen konfrontiert.

Durststrecken auf denen es auch mal weniger erfolgreich läuft haben auch die Großen in diesem Business zu verzeichnen auch wenn sie nicht immer ehrlich dazu stehen. Man darf sich wegen einer solchen Phase nicht gleich komplett entmutigen lassen und den ganzen Krempel hinwerfen wie man so schön sagt.

geld verdienen

Es muss nicht gleich die Selbstständigkeit sein

Nicht jeder möchte gleich die gewisse Sicherheit einer Festanstellung riskieren und den Sprung zur Selbstständigkeit wagen. Die Beweggründe hierfür sind vielseitig und teils auch verständlich. Auch ein „kleiner Nebenverdienst“ hat seine Reize um sich finanziell unabhängiger zu sehen. Eines aber haben die Selbstständigkeit und die nebenberufliche Tätigkeit gemeinsam. Ohne persönlichen Einsatz geht nur wenig.

Es gibt einige gute Möglichkeiten die Webseite zu monetarisieren. Aus eigener Erfahrung kann ich hier folgende Dienste empfehlen:

  • Google Adsense – Durch Werbebanner und Linkblöcke lassen sich hier zwar keine Vermögen verdienen, doch für die Refinanzierung eines Webspaces dient Adsense auf jeden Fall. Ein gewisses Alter bzw. Traffic sollte die Domain schon haben ehe der Einsatz Sinn macht.
  • Hallimash (blog for cash @ hallimash*) – Durch das Testen von Produkten und dem Verfassen eines Reviews kann auch hier „gutes Geld“ verbucht werden. Die Aufträge kommen allerdings – je nach Themenausrichtung des Blogs – sehr unterschiedlich.
  • Adiro* – Hier wird sog. In-Textwerbung vergütet. In-Textwerbung sind Links die automatisch in den bestehenden Content eingebunden werden ohne dass dieser verändert werden muss. Für WordPress gibt es auch ein entsprechendes Plugin auf der Seite von Adiro.

Dies ist nur eine sehr kleine Auswahl, über weitere Möglichkeiten den Blog „Geld drucken“ zu lassen werde ich später noch berichten wenn mir ausreichende Ergebnisse vorliegen um eine Empfehlung aussprechen zu können. Die Erfahrungen sind natürlich unterschiedlich, nicht jedes Programm ist auch für jeden Blog geeignet. Hier kann man nur testen.

Warum ist es so schwer im Internet Geld zu verdienen?

Es sind so viele Faktoren die beim Geld verdienen im Internet eine Rolle spielen, sodass eine grundlegende Aussage eigentlich gar nicht getroffen werden kann. Für die Mehrzahl derer die es versucht haben kam über kurz oder lang die Ernüchterung und das Vorhaben ist gescheitert bzw. auf der Ebene eines Taschengeldverdieners gestrandet.

Bemüht man die Suchmaschinen um nach Erfolgskonzepten Ausschau zu halten wird man je nach Suchbegriff nahezu erschlagen was die vermeintlich erfolgreichen Verdienstprojekte betrifft. Doch in der digitalen Welt ist es nicht anders als „da draußen“. Die Zahl der fadenscheinig wirkenden Einnahmequellen ist recht hoch und haben teils reißerische Überschriften wie „Reich werden über Nacht“ oder versprechen sogar feste Monatserträge nach dem Motto „1000 Euro pro Woche sind kein Problem“. Zur Verbesserung der Glaubwürdigkeit werden sogar Bilder und Namen – wenn auch abgekürzt – von den Neureichen abgebildet.

Der Reiche Sack

Nicht selten wird hier vorausgesetzt erst einmal selbst das Portemonnaie zu öffnen und gewissermaßen in Vorkasse zu treten um Infomaterial etc. zu erhalten welches den Weg zu den Millionen ebnen soll. Von derartigen Geschäftsmodellen sollte man im eigenen Interesse Abstand nehmen.

Derjenige der hier als einziger Gewinner hervorgeht ist definitiv der Inserent solcher Angebote selbst aber nicht wir, die wir nach Einnahmequellen suchen. Generell kann man nur empfehlen sich jedes Programm genau anzusehen – ggf. auch die AGB´s – um richtig für sich entscheiden zu können.

Gesetzliche Fallstricke sind stets inklusive

„Wo Licht da auch Schatten“. Dieses Sprichwort trifft hier mehr denn je zu. Eine Webseite zu monetarisieren scheint auf den ersten Blick einfach, doch es gibt auch einiges zu beachten. Auf der Seite von e-Recht24 wird speziell auf die Kennzeichnung von Werbung eingegangen die gesetzlich vorgeschrieben ist.

Mit dem Finanzamt kann es Konflikte geben wenn es um die Abführung der Umsatzsteuer mit Google Adsense oder Amazon geht (gilt nicht für Kleinunternehmer gem. §19 UStG). Umsätze von Google Adsense bzw. Amazon müssen zwar deklariert werden, Umsatzsteuer ist jedoch nicht abzuführen.

Umfassende Information ist wichtig ehe man richtig loslegen will. Beim Blogverdiener gibt es etliche Hilfsthemen die den Einstieg in jedem Fall erleichtern. Den Erfolg herbeizaubern kann leider niemand.

Fazit

Ohne lange Umschweife, auch wenn ich mich erneut auf ein Sprichwort beziehen muss – wer nicht wagt der nicht gewinnt. Wer nebenberuflich einsteigt riskiert zumindest nicht seine Existenz, sollte das Unternehmen tatsächlich schief gehen. Jede Panne die ich erlebe ist gleichzeitig auch wieder Lehrmaterial um es künftig besser zu machen. Den Kopf in den Sand zu stecken – nein, das geht gar nicht. Dazu macht es auch viel zu viel Spaß rund um dieses Thema zu experimentieren.

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Ich wünsche schon mal viel Erfolg.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
9 Kommentare
  1. Marcus sagte:

    Das die Anzahl derer, die von ihrem Internet-Job leben können, im einstelligen Bereich liegt, glaube ich eher weniger.

    Als Beispiele möchte ich da nur Caschy, Peer Wandinger oder Perun aka Vladimir Simović nennen. Gut, die Leben nicht nur von ihrem / ihren Blog/s, aber die sind doch großer Einnahmegarant

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Ich nenne diese Blogger einfach mal „Edelblogger“. Die haben den Durchbruch in jedem Fall geschafft, keine Frage. Aber wie Du schon selbst schreibst… der Blog ist „nur“ ein großer Einnahmegarant. Sie machen eben auch noch anderes neben der Bloggerei. Deswegen mein Tipp auf den einstelligen Bereich derer, die ausschließlich vom Blog leben können. Ich gönne denen ihren Erfolg und lese auch sehr gerne und oft dort. Ich sehe es als nicht einfach an permanent oben mit zu schwimmen.

      Antworten
  2. Nils sagte:

    Geld verdienen im Internet ist für mich ein netter Nebeneffekt. Meine Aktivitäten (Blog) sind mein Hobby und waren für mich immer eine große Baustelle an der ich immer gerne weiter arbeite, es ist dann wirklich cool das nebenbei die Kasse klingelt.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Nils: Das würde ich so auch unterschreiben. Ein „bezahltes“ Hobby zu haben finde ich einfach klasse. Wie das Klingeln ausfällt ist natürlich immer unterschiedlich „laut“ wenn man so will.

      Antworten
  3. Alex L sagte:

    Hi,
    ja, das ist ein sehr interessantes aber auch umfangreiches Thema, finde ich und es ist wirklich nicht einfach, im Internet irgendwelche Einnahmen zu generieren. Ein kleiner Blogger ist da froh, wenn es etwas von oben gibt. Und bei grösseren und reichweiten-stärkeren Blogs ist die Sache wahrscheinlich ein bisschen anders. Letztendlich ist man froh, dass man im Web mit dem eigenen Blog überhaupt Geld verdienen kann. Du hast da ein paar Anbieter erwähnt und ich kann noch den Anbieter RankSeller und DomainBoosting empfehlen. DomainBoosting ist noch neu, aber da wird über kurz oder lang was kommen.

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    • Thomas Liedl sagte:

      @AlexL: Als „kleiner Blogger“ hat man vor allem das Problem nicht an Werbepartner heranzukommen, jetzt speziell für Bannerbuchungen bspw.. Da sind die größeren Blog definitiv im Vorteil. Und nicht nur hierbei. Doch wie Du schreibst, wir sind auch froh über kleinere Einnahmen. Stimmt, mich freut sogesehen jeder Euro. Rankseller und Domainbosting habe ich schon gehört von – danke für den Hinweis.

      Antworten
  4. Anja sagte:

    Hallo Thomas,

    Dein Beitrag zu diesem Thema ist sehr sachlich und ausführlich geschrieben. Sicherlich gibt es immer noch Menschen, die denken, sie können ohne viel Zeiteinsatz und ohne Vorkenntnisse im Internet das schnelle Geld machen. Doch gerade auch im Internet bekommt man wie auch woanders nichts geschenkt. Und wer unter Druck an die Sache rangeht, wird noch schneller auf die Nase fallen, denke ich.
    Ich muss auf jeden Fall immer herzlich über die netten „viel Geld im Internet verdienen“-Seiten lachen, die einem Google nur allzu gerne auflistet.
    Ich selbst gehe etwas anders an die Sache ran: Mein Blog ist gleichzeitig mein Hobby und stellt für mich eine Art Selbstverwirklichung dar. Sollte irgendwann einmal ein Nebenverdienst dabei herauskommen ist das schön, jedoch absolut nicht das Hauptkriterium für mein Schreiben.

    Herzliche Grüße Anja

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Anja: Willkommen bei Nicht spurlos. Danke für Deine Meinung zum Thema. Die ganze Sache etwas entspannter angehen ist sicher der bessere Weg als einen Erfolg erzwingen zu wollen.

      Antworten
  5. Steffen Hatko sagte:

    Ich bin mir sicher das jeder im Internet Geld verdienen kann. Sicherlich muss der absolute Wille zum Erfolg vorhanden sein. Auch ist es in jedem Fall empfehlenswert sich in diesem Bereich weiter zu bilden und die kostenlosen bzw. kostenpflichtigen Informationen zum Thema „Geld verdienen im Internet“ zu nutzen. Wer erfolgreich im Internet Geld verdienen möchte brauch auch unbedingt genügend durchhalte-Vermögen.
    Richtig ist auf jeden Fall, das man von den Geld verdienen im Internet leben kann. Das kann ich aus eigener Erfahrung behaupten ;-)

    Beste Grüße

    Steffen

    Antworten

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