Ladezeit mit Cachify

Seit einiger Zeit führe ich hier im Blog kontinuierlich den Ladezeiten Check mit verschiedenen Cache Plugins für WordPress durch und lasse diesen durch den Dienst von Uptrends überwachen. Die wöchentlichen Auswertungen wurden jeweils mit den Tests von Google Pagespeed verglichen. Zu welchen Ergebnissen diese Tests geführt haben und wie sich die Ladezeiten von nicht-spurlos.de dabei verhielten habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

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Die Ausgangsposition vor den Tests und ohne jegliche Zuhilfenahme von Tools war eine durchschnittliche Ladezeit von 3,9 Sekunden und 82 von 100 Punkte bei Google Pagespeed. Diese Werte waren auch mein hauptsächlicher Beweggrund für eine Optimierung gewesen.

Mein erstes Plugin das ist getestet habe ist Cachify. Dabei habe ich mir sowohl die Arbeitsweise im Modus „Festplatte“ als auch im Modus „Datenbank“ angesehen.

Cachify – Aufbewahrungsort Festplatte

Das Plugin von Sergej Müller ist sehr anwenderfreundlich aufgebaut, sprich die Einstellungen sind übersichtlich und leicht verständlich. Das beweist, dass ein Cache-Plugin nicht immer dutzende von Einstellungsmöglichkeiten haben muss, die zum Teil wirklich nur von Fachleuten verstanden werden, um auch effektiv zu sein.

Die weitergehende Konfiguration des Plugins:

  • Cache-Gültigkeit in Stunden: steht bei diesem Modus nicht zur Verfügung
  • Minimierung der Ausgabe: nein

Die vom Plugin angelegte Cachegröße lag durchschnittlich bei 135 MB sofern der Cache nicht durch Veröffentlichung eines neuen Artikels oder Aktualisierung eines bereits bestehenden Artikels automatisch gelöscht wurde.

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Durchschnittliche Ladezeiten nicht-spurlos.de mit WordPress Cachify (Festplatte)

Die Punktzahl bei Google Pagespeed lag in diesem Abschnitt zwischen 90 und 95 von 100. Eigentlich ein Wert mit dem man vollkommen zufrieden sein muss. Trotzdem zeigt die oben dargestellte Kurve eher wild rauf und runter anstatt eine gewisse Gleichmäßigkeit erkennen zu lassen.

Interessant wenn auch nicht nachvollziehbar war jedoch, dass der Ladezeitencheck vor dem Einsatz von Cachify zwar nicht zufriedenstellend, dennoch aber „ruhiger“ in der Kurve verlief als mit aktiviertem Cachify. Der Spitzenwert lag hier einmalig bei 11.000 Millisekunden.

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Ladezeitencheck der Startseite ohne aktiviertes Cachify – 1248 Messpunkte

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Ladezeitencheck der Startseite mit aktiviertes Cachify – 1219 Messpunkte

Die Spitzenwerte in beiden Diagrammen sind vom „Prüfpunkt Köln“ des Tools der Fa. Uptrends und waren mir immer schon ein Rätsel. Ergebnisse von Prüfpunkten die tausende von Kilometern entfernt liegen sind meist um ein Vielfaches besser als jene aus dem „ums Eck liegenden Köln“. Da mein Hoster* ebenfalls in Köln beheimatet ist könnte es damit in Zusammenhang stehen. Wirklich aufklären lies sich dieses Phänomen allerdings nicht.

Cachify – Aufbewahrungsort Datenbank

Einen wirklich nennenswerten Unterschied zwischen Festplatte und Datenbank als Aufbewahrungsort konnte ich nicht feststellen. Das liegt sicherlich auch mit daran, dass bei dieser Variante die Serverlast höher ist, da diese mehr Abfragen erhält als bei der Einstellung „Festplatte“.

Insgesamt wurde die Kurve der durchschnittlichen Ladezeit etwas „ruhiger“, wesentlich konstanter ist sie nicht geworden. Die Ausreißer nach oben entstammen auch hier wieder dem Messpunkt in Köln. Die Punktzahl bei Google Pagespeed blieb mit 88 bis 90 Punkten von 100 weitestgehend unverändert.

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Durchschnittliche Ladezeiten nicht-spurlos.de mit WordPress Cachify (Datenbank)

Auch die einzelnen Ladezeitenchecks von Uptrends zeigen keine wesentliche Verbesserung. Ein Rätsel bleiben die massiven Ausreißer zwischen 20.000 und 65.000 Millisekunden. Diese stammen durchwegs alle aus dem deutschsprachigen Raum und nicht wie man eventuell vermuten könnte aus aller Welt.

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Ladezeitencheck der Startseite mit aktiviertes Cachify (Datenbank) – 1217 Messpunkte

Fazit zum Ladezeiten Check mit Cachify

Dieser Test zeigt wie relativ der Begriff Ladezeitenoptimierung – ob mit oder ohne Caching – letztlich tatsächlich sein kann. Verglichen mit den Werten aus der Zeit ohne Caching trat hier eher eine Verschlechterung ein.

Wie die Spitzenwerte der Ladezeit von 8 Sekunden und weit mehr zustande kommen kann ich nicht nachvollziehen. Es hängt weder mit dem Zeitpunkt der Leerung des Caches zusammen noch mit Zeitabschnitten in denen hier der Traffic insgesamt etwas ansteigt. Jeder Webserver, jede WordPress-Installation ist anders. Was bei anderen funktioniert muss hier deswegen noch lange nicht effektiv sein – und natürlich umgekehrt. Das zeigen auch Berichte, bei denen Cachify durchaus für Verbesserungen sorgen konnte.

In beiden Varianten der Aufbewahrungsart gab es keine Probleme mit Werbebannern, was mit unter nicht bei jedem Cache-Plugin der Fall ist. Lediglich bei Aktivierung von Minimierung der HTML-Ausgabe waren die Banner „verschwunden“. Schade, denn die Minimierung hätte nochmals einen kleinen Temposchub für die Ladezeit gebracht.

An dieser Stelle empfehle ich auch das Taschenbuch von Sergej Müller zum Thema WordPress Performance und Caching*. Es gibt Einblicke in die Funktion des Plugins und zeigt Wege auf wie WordPress am besten optmiert wird. Das Taschenbuch gibt es auch als eBook in der Kindle Version*. Das Buch enthält zwar keine Enthüllungen die keiner vermutet hätte, zeigt aber dennoch Wege auf WP Beine zu machen und liefert detaillierte Informationen zum Plugin Cachify.

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Mein Test geht weiter. In den nächsten Tagen probiere ich ein anderes Plugin aus und werde anschließend wieder über meine Erfahrungen berichten. Wie sagt ein Spruch so passend, „drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht etwas besseres findet“ ;-) . Und bis dahin verlose ich unter allen sachdienlichen Kommentaren (bis einschließlich kommenden Freitag) ein Exemplar von WordPress Performance und Caching.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
4 Kommentare
  1. Sergej Müller sagte:

    Danke für den Testbericht.

    Eins stört mich gewaltig im Bericht: Wenn dir das Analyse und Messungstool immer schon ein Rätsel war, warum versuchst du damit die Auswirkung des Caching zu testen?

    Denn kein Tool dieser Welt kann mir Weiss machen, HDD Caching (vollständig statisch) ist langsamer als dynamisch ausgelieferte Webseiten. Das ist Quatsch. Wenn das Analysetool das tatsächlich so meint wie es ist, dann liegt es an deinem Server, der statischen Content „zügig“ ausgibt.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Sergej: Nicht das Messtool als solches ist mir ein Rätsel – hab ich so nicht geschrieben – sondern warum der Messpunkt in Köln teils gigantische Werte an den Tag bringt. Das Tool als solches ist absolut in Ordnung was die Überwachung der Ladezeiten etc. anbelangt. Das Tool bildet sich als solches auch keine „Meinung“, die Messwerte sind ja nicht ausgewürfelt :-) . Am Server, so zumindest die Hotline von Host Europe, soll es nicht liegen. Das muss ich genauso glauben wie die Werte aus dem Tool.

      Abgesehen davon habe ich ja geschrieben dass es nicht mit Deinem Plugin zu tun hat. Nur die auf dem Tisch liegenden Fakten sind nun mal so, an was es auch immer liegen mag.

      Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      @Dominik: Willkommen bei nicht-spurlos. Ich hatte ja erwähnt, dass es Bericht über erfolgreichen Einsatz von Cachify gibt. Deinen kannte ich zwar nicht, nun ist er ja verlinkt ;-) . Ich bin derzeit immer noch auf der Suche warum es hier mit einer Reduktion nicht klappt. Deswegen teste ich auch andere Plugins um Vergleichswerte zu haben.

      Wegen der verschwundenen Werbung… HTML-Kommentare sind enthalten stimmt. Aber zur Positionierung der Banner ist die eben von Nöten. Darin sehe ich jetzt das Problem der Ladezeitschwankung nicht wirklich.

      Antworten

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