Wieviel Privates muss soll ein Blog enthalten? Dürfen auch Medienhypes enthalten sein, die bereits schon kräftig in Funk und Fernsehen herum geistern? Wo hört der „gute Geschmack“ auf bzw. wo fängt er denn an? Fragen über Fragen zu denen es je nach Sichtweise natürlich sehr unterschiedliche Meinungen geben wird. Bei der Beantwortung muss sich jeder Blogger natürlich an der eigenen Nase fassen, schließlich hat man als Blogautor alleinig die Gewalt darüber, was man bloggt und was besser nicht.

Unrecht hat Monsterdoc allerdings nicht wenn er fordert, sich wieder auf mehr auf eigenen Content, Selbsterlebtes und eigene Meinungen zu konzentrieren, anstelle Pressemeldungen in einer etwas abgewandelter Form wiederzugeben. Via kommerzieller Medien kann man sich z.B.über jedes politische Thema vielfältig informieren ohne dazu im Feedreader auf die Berichterstattung aus der Bloggerszene warten zu müssen. Reine Zitatensammlungen und Querverweise auf andere Artikel machen das Feedlesen nicht spannender – stimmt.

Die richtige Mischung mit einem Überhang zu privatem Content ist in meinen Augen sicherlich ein gangbarer Weg mit dem auch meine Leser einverstanden sein werden. So ganz auf die eigene Meinungsäußerung verzichten wenn es um gesellschaftliches Handeln (natürlich auch Politik) geht kann ich auch als Privatblogger nicht ganz – möchte ich auch ehrlich gesagt nicht wirklich.

Privater Content ist natürlich ein sehr dehnbarer Begriff. Nicht alle Leser sind am Privatleben eines Bloggers so sehr interessiert, dass sie ständig darüber lesen wollen bzw. auch etwas dazu schreiben möchten. Zuviel Privatkram, zu dem dann wieder keiner etwas kommentiert ist auch nicht spannend genug. Tja, es ist eben wirklich nicht so einfach die richtige Mischung zu finden, die dem Blog den richtigen Sinn verleiht, was nicht zuletzt auch vom Leserkreis und dessen Interessen abhängt.

Ich sollte vielleicht mal in der Sidebar eine Umfrage anbringen, was ihr meine lieben Leser bevorzugt oderEuch gar wünschen würdet. Aus dem einen oder anderen Wunsch kann ja durchaus eine ganze Serie von Beiträgen entstehen, sofern es sich um ein komplexes Gebiet handelt. Wäre das ein Ansatz für Euch?

via Luigi