Trotz der WM hat Hans immer noch die Zeit um mir ein Stöckchen zuzuwerfen. Dabei hat er sich ein unter Umständen sehr verfängliches Thema geschnappt – Mein erstes mal. Was man hier als Thema aufgreift bleibt jedem selbst überlassen, nur es sollten schon 5 verschiedene Bereiche sein die man aufgreift. Ich bringe es leider nur auf 4.

Bis zum nächsten Spiel ist noch ein wenig Zeit, also los gehts.

Anzeige

Ein sehr schönes erstes Erlebnis möchte ich dem Fussball widmen. Meine Anhängerschaft zum FC Bayern ist ja nun schon hinlänglich bekannt. Allerdings zählte ich nicht mein ganzes Leben lang zu den TV-Anhängern, die ihren Verein ausschließlich via Sportschau & Co. unterstützen. Mein erstes Live-Fussballspiel sah ich mit 10 Jahren im Mai 1974 im Brüsseler Heysel-Stadion zusammen mit meinem Vater. Es war nicht irgendein Spiel, wir sahen uns das Enspiel im damaligen Europapokal der Landesmeister – FC Bayern vs. Atletico Madrid – an. Die Partie endete 1:1 n.V., das Wiederholungsspiel zwei Tage später gewannen die Münchner dann deutlich mit 4:0. Dieser Spielbesuch war der Auslöser für die zahlreich folgenden Fussballreisen.

Ein anderes Kapitel war mein Führerschein. Am 02.10.1982 saß ich das erste Mal am Steuer eines Autos. Das weiß ich deswegen so genau, weil ich erst kürzlich Unterlagen aus dieser Zeit durch den Reißwolf gejagt habe. Etliche meiner Kumpels saßen schon früher hinterm Steuer und fuhren des Vaters Auto auf einem leerstehenden Parkplatz o.ä. zur Probe. Auf dieses Vorschnuppern hatte ich immer verzichtet. Theorie und Praxis klappten auf Anhieb und am 23.12.1982 hielt ich dann meinen „grauen Lappen“ in Händen. Den hab ich übrigens bis heute in Gebrauch… diesen etwas befremdlich wirkenden und rosafarbenen Führerschein mag ich nicht.

Zeitzeuge ReisepassWas heute als die „neuen Bundesländer“ bezeichnet wird war 1984 noch die mit Vorsicht zu geniesende DDR. In diesem Jahr war ich das erste Mal in der Ostzone, genauer gesagt in Ost-Berlin. Damals gab es im Westteil von Berlin eine Bank nahe dem Bahnhof Zoo, in der man D-Mark in Ost-Mark tauschen konnte – in einem Kurs von 1:7.

Selbstverständlich war dies eigentlich nicht erlaubt, die Ein- und Ausfuhr von Devisen war in der DDR verboten. Und trotzdem gab es diese vollkommen offizielle Bank. Konnte ich nie verstehen. Mit dem Wechsel von 10 D-Mark in 70 Ost-Mark war man bei Tagesausflug in den Ostteil der Stadt natürlich der absolute King. Muss man eben alles mal miterlebt haben.

Meine erste Rucksack-Tour durch Europa absolvierte ich im Juni 1985. Italien, Frankreich, Spanien und Portugal waren meine bereisten Länder. Für mehr reicht die zeit nicht aus, weil ich meine Reiseunterbrechungen hauptsächlich zum Erkunden nutzen wollte. Meine erste Brauereibesichtigung fand auch im Rahmen dieser Zugtour statt.

An der südwestlichsten Spitze Portugal (Sagres) wird der Superbock hergestellt – ein Bier das es damals in Literflaschen mit Schraubverschluss gab. Drei dieser überdimensionalen Bierflaschen schleppte ich zuzüglich zum übrigen Marschgepäck mit in die Heimat.

Mehr oder weniger mit dem aller letzten Zug und mittels einer knapp 48-stündigen Bahnfahrt durch Westeuropa erreichte ich den Grenzübergang nach Deutschland wieder ehe die Fahrkarte seine Gültigkeit verlor.

Für einen leidenschaftlichen Bahnfahrer wie ich einer bin ein absolut unvergessliches Erlebnis abseits der katalogtypischen Tourismusstrecken.

Anzeige

Das „Offenbarungsholz“ werf ich mal an Arven, Konna und Patsy weiter. Alle anderen Finder dürfen sich natürlich auch bedienen und über „das erste Mal“ berichten, was auch immer das gewesen ist.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
3 Kommentare
  1. hans sagte:

    hehe, dabei fällt mir gerade ein, wie ich meinen grauen lappen abgeben musste. aber nicht etwa durch trunkenheit, sondern angesichts der tatsache, dass ich den auf dem motorrad immer in der hosentasche der jeans hatte. und da ist er so oft mitgewaschen worden, dass ein polizist bei einer kontrolle anstatt eines fotos nur noch weiß sah… :lol:
    da war er weg, der graue… danke fürs beantworten. :mrgreen:

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Hans: Na als Bleichgesicht gehste eben nicht ganz durch :grin: . Das Beantworten hat doch Spaß gemacht :wink:

      @Marc: Auf Schalke… hm…! So so… kalt war es da….hm…! :cool:
      Das erste Spiel vergißt man eben nie :wink:

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt. Du kannst aber auch abonnieren ohne zu kommentieren.