Bei einem 5 Monate alten Welpen so eine Diagnose aus dem Nichts heraus zu bekommen ist schon ein Schlag für uns gewesen. Gelenkoperationen sind ja nun mal kein Spaß und man weiß nie ob es hinterher wirklich besser ist. Wie wir heute wissen hatte Merlin das Komplettprogramm bekommen.

Die Knochenrinne in der die Kniescheibe läuft wurde vertieft. Eine kleine Fehlstellung von Unter- Und Oberschenkelknochen wurde mittels eines Metallstiftes korrigiert / fixiert und an der Muskulatur wurde auch noch „gebastelt“, damit alles wieder in Ordnung kommen kann. Das der kleine Lump schmerzgeplagt war kann ich gut nachvollziehen.

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Am Tag 4 nach  Merlins Operation  geht es dem kleinen Racker schon wieder erheblich besser. Der blaue Verband wurde bereits einen Tag nach der Operation wieder abgenommen und inzwischen läuft er bereits wieder auf dem Bein. Noch nicht unter Volllast, aber es wird täglich mehr.

Der blaue Verband störte ihn ganz besonders, da sein Bein deswegen etwa um 3-4 Zentimeter länger gewesen ist. Irgendwie erinnerte er mich ein wenig an Kapitän Ahab, so wie er damit umher lief. Die Naht entlang des Knies verheilt gut und zeigt keinerlei Entzündungen… das wird alles wieder! Nur die blöden Tabletten, die schmecken ihm so ganz und gar nicht. Aber was sein muss….

Nach rund 14 Tagen sollte die Angelegenheit laut Tierklinik erledigt sein.

Anstelle eines Plastiktrichters am Hals, der Hunde vom lecken der Wunde abhalten soll, wurde uns seitens der Tierklink ein Babystrampler empfohlen. Hörte sich zunächst etwas seltsam an und warf beim Kauf auch die eine oder andere Diskussion auf, stellte sich im Nachhinein aber als sehr praktisch heraus.

Mit gut funktionierenden Druckknöpfen passen die Dinger echt prima.  Natürlich mussten die Strampler vor dem ersten Einsatz etwas „überarbeitet“ und dem „hündischen Geschlecht“ angepasst werden. Was uns erstaunt hat, Merlin hat bisher keinerlei Anstalten gemacht die doch ungewöhnliche Bekleidung loszuwerden. Darin lagen ursprünglich meine größten Bedenken. Ausnahmen bestätigen eben auch hier die Regel.

Alles was die Hundereziehung betrifft ist hier natürlich für eine gewisse Zeit hinfällig. Die Tipps aus diesem Buch nützen da alles nichts.

Der Heilungsfortschritt macht sich auch dadurch bemerkbar, dass er inzwischen wieder frech wird, so frech wie wir ihn ursprünglich vom Züchter bekommen haben. Und das ist gut so.

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Ach ja, Thema Züchter – wir haben natürlich die Züchterin über den Vorfall informiert. Da es sich nachweislich um einen angeborenen Defekt handelte erklärte sich die Züchterin von sich aus und ohne jegliche Diskussion bereit die Kosten für die Operation komplett zu übernehmen. Die liegen nämlich mal ganz so nebenbei bei rund 740 € .

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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