Frage

Noch nie zuvor habe ich innerhalb von nur kurzer Zeit soviel über Feedreader gelesen wie seit vergangenem Mittwoch als bekannt wurde dass der Google-Reader eingestampft werden soll. Obwohl noch ein bisschen Zeit bleibt bis es soweit ist – 31.07.2013 – werden bereits sehr intensiv Alternativen vorgestellt und getestet wohin man auch blickt. Meinen „Feedreader-Nachfolger“, der seinen Dienst bereits bereits verrichtet habe ich schon gefunden. Die Wahl fiel auf Feedly, einen Reader der alles mitbringt was man braucht, schnell und dennoch einfach in seiner Bedienung geblieben ist.

Der Google-Reader wird eingestellt. Wie u.a. zu lesen ist soll das ganze „zu Gunsten“ von Google+ geschehen um diesen Dienst zu pushen.

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Ein bisschen ist das so, als würde McDonalds den Hamburger komplett aus dem Programm nehmen und dafür Laugenbrezeln anbieten.

Zugegeben, wenn mir zu Beginn des Jahres jemand gesagt hätte dass der Google Reader vom Netz verschwindet hätte ich an nicht mehr als einen schlechten Scherz geglaubt. Der Google-Reader gehörte in der Vergangenheit bei vielen Nutzern als fester Bestandteil zum Internet.

Laut Google nahm die Nutzung des Readers ab, sodass dies unter dem Strich in dessen Einstellung endete. Vorstellen kann ich mir das nicht. Genaue Nutzerzahlen gibt es zwar nicht, über einen Nutzermangel kann sich der Dienst jedoch sicher nicht beschweren. Google scheint das nicht zu interessieren und hält an seinem Plan fest.

Netzgemeinde auf breiter Front enttäuscht

Während die einen mit einer Petition versuchen die Einstellung des Google Readers zu verhindern (aktuell 125.255 Mitzeichner) wandern die anderen scharenweise zu Feedly ab, 500.000 neue Nutzer in nur 48 Stunden sprechen eine deutliche Sprache.

Erst einmal abgewanderte Nutzer wieder zurück zu gewinnen dürfte im Falle einer tatsächlichen Erhaltung des Google Reader alles andere als einfach werden, zu groß ist die Enttäuschung über den Internetgiganten. So wie es den Reader und einige andere Dienste erwischt hat – z.B. auch Google Sync – kann dann es auch Dienste wie GMail treffen, ob mit oder ohne Vorwarnung. Zu 100% ausschließen kann man dies nicht, auch wenn das heute noch kein aktuelles Thema ist.

Ich bin auch enttäuscht und mache mir meine Gedanken, daraus mache ich keinen besonderen Hehl. Hier jetzt anderes zu behaupten wäre nicht in Ordnung. Trotzdem verfalle ich in keine Panikstarre und stelle alles um was in irgendeiner Weise mit Google zu tun hat. Google hat mit dieser Entscheidung den GR einzustampfen einen Kratzer weg, keine Frage. Trotzdem bieten die Googleaner gute Dienste an die ich zu schätzen weiß.

Die notorischen „Google-Gegner“ werden jetzt natürlich aufschreien sagen, „das war mir sowas von klar, deswegen binde ich mich nicht an diesen Anbieter“. Halt Stopp, ganz so darf man das jetzt nicht sehen. Kostenlose Dienste wie der Google Reader und andere Dienste waren können im Netz alle von einer Einstellung betroffen werden und das ggf. schneller als man denkt.

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Trotzdem – und hier gebe ich den Kritikern wieder ein Stück weit Recht – sollte man sich bei der einen oder anderen Sache rechtzeitig nach Alternativen umsehen und sich nicht generell an einen Anbieter binden, welcher dies auch immer sein mag.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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3 Kommentare
  1. Stefanie sagte:

    ich habe auch auf Feedly gewechselt, wobei ich mich noch an dem Reader gewöhnen muss, aber, das wird schon ;) na ja ändern kann man es sowie so nicht mit den Google Reader, zum Glück gibt es alternativen, ich hoffe nur, dass Google sich irgendwann ärgert, dass sie den Reader rausgeworfen haben *grins*

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  2. Sabienes sagte:

    Ich bin auch sehr enttäuscht, vor allen Dingen, weil ich den iGoogle als Startseite mag und noch keine brauchbare Alternative finden konnte.
    An der Petition habe ich mich nicht beteiligt – sowas lesen die doch gar nicht durch. Oder?
    Sabienes

    Antworten

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