Ein solches Urteil ist für unser digitales Entwicklungsland nicht wirklich eine große Überraschung – der Dash-Button von Amazon muss in Deutschland vom Markt genommen werden. So urteilte das Münchner Oberlandsgericht (29 U 1091/18 OLG München) jetzt in zweiter Instanz nachdem die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gegen Amazon geklagt hatte.

Amazon will gegen dieses Urteil Rechtsmittel einlegen und nennt es absolut zurecht ein innovationsfeindliches Urteil.

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dash-button amazon

Der Dash-Button von Amazon

Einen Bestellvorgang von unterschiedlichen Waren via einfachem Knopfdruck auszulösen – genau so stellt man sich digitalen Fortschritt in einer Smart-Home-Welt vor. Doch hier haben Amazon zu einen und der für Fortschritt offene Mensch hierzulande die Rechnung ohne den berühmten Wirt gemacht. Es wird in der Urteilsbegründung von intransparenten Bestellvorgängen sowie vom Fehlen eines Hinweises auf eine zahlungspflichtige Bestellung gesprochen.

Manchmal könnte man wirklich vermuten dass in Deutschland der digitale Fortschritt mit allen Mitteln verhindert werden soll.

Ich klage jetzt auch wegen des Fehlens eines Hinweises auf die zahlungspflichtige „Bestellung“ von Strom wenn ich den Lichtschalter im Wohnzimmer betätige oder auch nur den Wasserhahn aufdrehe …..! Wenn ich mit meinem Smartphone eine SMS verschicke werde ich auch nicht vor dem Versand auf dessen Preis hingewiesen. Oder wurde Dir z.B. schon mal konkret ein Hinweis gegeben, dass es etwas kostet (und vor allem wie viel), wenn ich mir ein Taxi bestelle?

Und jetzt komme keiner von wegen Logik….. dass Amazon Dir nicht 5kg Waschpulver „für lau“ schickt ist auch logisch.

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Träum weiter Tante-Emma-Land – das wird hier nix mehr!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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1 Antwort
  1. Markus sagte:

    Die Rechtsprechung ist nachvollziehbar. Ich drücke auf den Knopf und bestell einen Artikel zu unbekannten Konditionen. Das darf nicht sein.

    Rechtskonform wäre es, wenn ich die Bestellung mit dem Button anstoße, aber in der App nach Ansicht der Konditionen bestätigen muss.

    Antworten

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