Vorne weg sei gesagt, schuld ist immer der Computer und nie der, der in so bescheuert programmiert hat. Eigentlich dachte ich, dass das Abverlangen einer Unterschrift von Toten schon krass ist. Aber das gleiche Versicherungsunternehmen setzte noch einen drauf. Innerhalb von 6 Tagen erhielt ich für ein und dasselbe Fahrzeug sage und schreibe 4 Versicherungspolicen, 3 davon alleine an einem Tag. Das „Paket“ mit den 3 Policen sagte auch 3 mal unterschiedliches in Sachen Beitrag aus.

Einmal sollte ich 100,23 Euro bezahlen, bei der nächsten sollte ich eine Rückerstattung von 72,07 Euro erhalten und die letzte Police wies eine Rückerstattung von 293,51 Euro aus. Die vierte Police war sogar auf den Vorbesitzer (innerfamiliär) des Fahrzeugs ausgestellt und bescheinigte ein weiteres Guthaben in Höhe von 152,51 Euro. Gleichzeitig wurde der Wagniswegfall, also das Vertragsende bestätigt. Knapp 3 Monate später erhielt ich von einem Inkassobüro eine Forderung von knapp 100 Euro, inklusive deren „maßlosen“ Gebühren und Androhungen von Gerichtsverfahren und und und.

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Ein Rückruf beim Direktversicherer ergab dann nach langen hin und her, dass ich eine Rechnung nicht bezahlt hätte und deswegen das Inkassobüro eingeschaltet wurde. Diese Rechnung habe ich zwar nie erhalten, aber das nachzuweisen kann man vergessen. Mir wurde dann vom Kundenbetreuer der Versicherung erläutert

Das mit den 4 Policen innerhalb von 6 Tagen lässt sich nicht anders handhaben, das macht das Computersystem, nicht wir selbst. Und wenn Sie die ersten 3 Versicherungspolicen gegengerechnet hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass noch ein Betrag von 28,16 Euro offen ist. Eine der Gutschriften wäre auch unzutreffend gewesen, sie wurde vom System so errechnet. Wie die Police des Vorbesitzers zu Ihnen gelangte, kann ich Ihnen nicht beantworten.

Tut mir echt leid, einen solchen Schwachsinn habe ich noch nie gehört. Seit wann muss der Versicherungsnehmer den Rechenschieber hervorholen um nachzurechnen, ob sich aus den 4 unterschiedlichen Beträgen (darunter 3 Gutschriften) noch ein offener Posten befindet. Aber ich weiß, da ist der Computer schuld, der hat das errechnet. Du böser, böser Computer du (kopfschüttel). Ich frage mich nur, woher er die Rechenformel hat?

 

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Die Forderung des Inkassobüros wurde letztlich zurückgenommen. Schön dass dort das Computersystem etwas mehr „Hirn“ hat als beim Versicherer.

5 Kommentare
  1. Eli sagte:

    Wow – das erinnert mich ein wenig an meinen „Kampf“ mit einem großen Telekommunikationsanbieter (fängt mit Ar an und hört mit cor auf). Oder an die Auseinandersetzung, die ich gerade mit meiner ehemaligen Bank habe…

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  2. THL Admin sagte:

    Es scheint wirklich so, als würde es daran liegen, je größer ein Unternehmen ist, desto merkwürdiger wird es. Ich glaubte mich auch im falschen Film. Und was Banken betrifft, ließ mal hier auch eine „nette“ Haltung wie ich finde.

    Wie war das mal, „der Kunde ist König“? Aber nicht in der BRD, das ist lange her…..

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  3. Versichannel sagte:

    So etwas ist nervig und lässt sich mit Sicherheit auch anders Regeln. Aber derlei Probleme sind mir persönlich bisher auch nur bei sehr grossen Unternehmen aufgefallen, bei denen die eine Abteilung nicht weis was die andere macht, und deren Computersysteme scheinbar auch nicht zentral verwaltet werden.

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  4. Thomas sagte:

    Es handelt sich um einen großen, nicht unbedeutenden Direktversicherer. Die Kommunikation gestaltet sich oftmals alles andere als „simple“. Die einem einzigen Vorgang zwischen 2 und 4 Briefen (vorgefertigte Textblöcke) eigentlich der Standard. Manchmal widersprechen sich die einzelnen Briefe auch noch und die Aussage des Versicherers dazu:

    Es zählt immer der mit dem neuesten Datum!

    Da stellt sich mir die Frage, warum dann die anderen 3 Briefe überhaupt versandt werden :-) .

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  1. […] Versicherung kassiert, rechnen muss der Kunde […]

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