In wenigen Tagen ist es wieder soweit. Mit dem Jahreswechsel ändern sich wieder einige Dinge, von denen aber nicht alle pauschal betroffen sind. Die wichtigsten Änderungen ab 1. Januar 2014 habe ich hier einmal zusammengefasst.

Geeichte Zähler für Warmwasser und Heizung

Ab Januar müssen Vermieter darauf achten für die Erfassung von Warmwasser- bzw. Heizkosten nur noch geeichte Zähler zu verwenden. Kürzungen durch den Mieter für nicht korrekt gemessene Anteile sind möglich. Zu diesem Thema werden die Mietervereine wahrscheinlich wieder mehr in Anspruch genommen werden (müssen).

Deutsche Post und DHL drehen die Preisschraube

Wer hauptsächlich nur E-Mails schreibt den wird es weniger interessieren, dass die Preise für Briefe und Pakete steigen. Der Standardbrief wird um 2 Cent teurer und kostet zukünftig 0,60 Euro. Das Porto ist somit um 5 Cent im Vergleich zu vor 2 Jahren gestiegen. Gleich bleibt das Porto für Postkarten, Kompakt-, Groß- und Maxibrief. Dafür steigen die Preise für Zusatzleistungen wie Einschreiben und Rückschein sowie einzelnen Auslandstarifen.

Begründet wird die Erhöhung mit dem Rückgang an Briefsendungen mit Verweis auf die steigende Zahl von SMS und E-Mail-Verkehr. Bei DHL-Paketen steigen die Preise um 9 Cent pro Sendung. Gespart werden kann weiterhin 1 Euro pro Paket mit der Onlinefrankierung.

Gesundheitskarte mit Bild wird zur Pflicht

Seit Monaten nerven die Krankenkassen mit der Zusendung von Formularen und der Einforderung von Passfotos. Jetzt ist es soweit, alte Krankenkassenkarten verlieren ihre Gültigkeit und werden durch die neue elektronische Gesundheitkarte mit Lichtbild ersetzt. Neben den persönlichen Angaben befinden sich zunächst keine Patientendaten wie etwa Diagnosen etc. mit auf der Karte.

Raucher werden stärker belastet

„Du brauchst ja nur aufhören“. Diesen Satz werden viele Raucher zu hören bekommen wenn sie sich über die steigenden Tabakpreise aufregen. Bis zu 8 Cent steigt der Preis für eine Packung Zigaretten, Feinschnitttabak (40g) wird um rund 14 Cent teurer. Der blaue Dunst ist in Deutschland damit bezogen auf das Jahr 1992 um mehr als 100% kostspieliger geworden. In den nächsten 2 Jahren soll die Tabaksteuer noch weiter angehoben werden.

Auch wenn Rauchen gesundheitsschädlich ist und teils auch von Politikern „verurteilt“ wird muss die Bundesregierung froh sein dass es Raucher gibt. Die unzähligen Millionen Steuergelder die plötzlich wegbrechen würden könnten so ohne weiteres und ohne die Erfindung einer neuen Steuer nicht aufgefangen werden.

Die steuerfreie Einfuhr von Zigaretten aus Rumänien, Bulgarien, Lettland, Litauen und Ungarn wird von bisher 800 auf 300 Zigaretten beschränkt.

SEPA-Umstellung

Ab 1. Februar 2014 geht es los mit der Umstellung auf SEPA (Single Euro Payments Area). Kontonummer und Bankleitzahl gehören dann im Bankverkehr Zug um Zug der Vergangenheit an. Die Kontonummer hat künftig 22 Stellen und setzt sich aus Bankcode, Bankleitzahl und Kontonummer zusammen. Eine Umstellung die sicherlich besonders ältere Menschen mehr verunsichern oder gar verwirren wird. Ob der Zahlungsverkehr dadurch letztlich wirklich beschleunigt wird muss die Zeit zeigen.

Verkehrssünder werden mehr zur Kasse gebeten

Die Flensburger Verkehrssünderkartei wird zum 1. Mai 2014 die Sanktionen für Verkehrssünder verschärfen und gleichzeitig etwas vereinfachen. 1, 2 oder 3 Punkte gibt es dann für Vergehen nach nach deren Schweregrad. Bisher reichte die Skala von 1 bis 7 Punkte. Die Schallmauer von 18 Punkten bis zum Verlust der Fahrerlaubnis wird auf 8 Punkte gesenkt. 

Ebenfalls werden Bussgelder teils deutlich teurer. Mit dem Handy am Ohr erwischt werden kostet künftig 60 statt 40 Euro. Und eine Umweltzone ohne entsprechende Plakette zu befahren kostet künftig 80 Euro anstelle bisher 40 Euro – die Eintragung eines Punktes in Flensburg entfällt dafür.

Für mich gilt die Umweltplakette nach wie vor als ein zusätzliches Abzocksystem. Feinstaub wird sich ganz bestimmt nicht an Umweltzonen halten und unmittelbar davor stoppen.

Warnweste für private Fahrten

Was für gewerblich genutzte Fahrzeuge bereits schon gilt greift ab 1. Juli 2014 auch für Privatfahrzeuge – die Warnweste nach Europäische Norm EN 471. Ausgenommen von dieser Regelung sind Motorradfahrer.

Staubsauger mit mehr als 1600 Watt

Wer noch richtig „Dampf“ unter der Düse haben will soll sich beeilen. Aber dem 1. September dürfen Geräte mit mehr als 1600 Watt nicht mehr verkauft werden. Für das Jahr 2017 ist eine erweiterte Drosselung auf maximal 900 Watt geplant.

Für saubere Böden und Teppiche braucht es aber auch wirklich keine stromfressenden Monster mit 2000 Watt und mehr. Von daher ist diese Regelung eher als beiläufig zu betrachten ohne größere Bedeutung.