Er hat schon recht der Holger, wenn er schreibt Weihnachten quo vadis. Auch ohne viel christliches am Hut haben zu müssen kann man leicht und schnell feststellen, dass dieses Fest nur noch den Namen Weihnachten trägt, mit dessen Grundgedanken aber nichts mehr zu tun hat. Heute zählen Geschenke, je größer und teuer umso besser. Die wahren Gewinner sind in der Geschäftswelt zu suchen, deren Kassenschublade gerade mal noch so zu geht! 

Es gab Zeiten, an die auch ich mich noch gut erinnern kann, da war Weihnachten noch wirklich ein Fest der Familie. Oma und/oder Opa waren zum Fest anwesend und auch mal ungeachtet ihrer Entfernung zum Wohnort auch mal übernacht. 

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Sie wurden aus Pflegeheimen zum Familienfest abgeholt um dabei zu sein. Heute werden sie „abgeschoben“ in Altersheime, Tagespflege und dergleichen oder schlichtweg erst gar nicht eingeladen – damit man seine Ruhe hat. Von einem Fest der Liebe kann heute nicht wirklich mehr gesprochen werden! Heute zählt Konsum und Kaufrausch – mehr nicht! Ausnahmen bestätigen sicherlich die Regel, doch der große Trend ist leicht zu sehen. 

Wirft man aber einen Blick in die Klassenzimmer unserer Schulen muss man sich dieser Entwicklung nicht wirklich wundern. Wo früher noch die eigentlichen Werte des Weihnachtsfestes erörtert wurden stehen heute andere „Veranstaltungen“ wie feudales Frühstück oder ein Yuleclub. Selbst die Lehrer interessiert mehr vor Weihnachten wohin die Kinder verreisen und nach Weihnachten was sie alles geschenkt bekommen haben. Und wenn nicht noch am Heilig Abend, dann später am 1. Weihnachtsfeiertag klingeln die Telefone mit der Frage „was hast Du alles bekommen?“

Gewissermaßen leben die Erwachsenen den Kindern genau diese Verhaltensweise vor, woher sollen die Kid´s heute noch andere Werte bzw. den eigentlichen Weihnachtsgedanken kennen lernen? 

In einem Punkt jedoch bekomme ich richtig Magenschmerzen – bei den statistischen Zahlen.

Im Durchschnitt hat jeder Deutsche 300 Euro für Geschenke ausgegeben.

Wer solche Statistiken schreibt hat den Halt zum wahren Leben wirklich verloren. Sicherlich sind es nur Zahlen, die man nicht zu ernst nehmen sollte.

Aber trotzdem verfälschen sie ein Gesellschaftsbild massiv. Denn hierbei werden die zahlreichen Menschen vergessen, die froh sind, wenn sie am Heilig Abend einen Teller warme Suppe zu essen haben – oder zählen diese inzwischen nicht mehr zur Bevölkerung? Allen Freunden solcher Statistiken muss ich an dieser Stelle leider vorwerfen: 

Wie es in Deutschlands Wohnungen (und seien es nur Wohnheime und Notunterkünfte) wirklich aussieht, habt ihr samt Euren verbogenen Zahlen absolut keine Ahnung. 

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Statistikwerte mit den Wohlhabenden unter uns nach oben zu treiben, sollte nicht der wirkliche Sinn solcher Zahlen sein!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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6 Kommentare
  1. Wolf sagte:

    Der Wert der Geschenke wird leider seit einiger Zeit an der Summe, die auf dem Preisschild steht, gemessen und das ist das, was ich so schlimm finde. Früher wurde Geschenke als Herzensangelegenheit gesehen, heute als lästige Pflicht.

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  2. juliaL49 sagte:

    Auch ich denke genauso und darf verkünden, dass es zum Glück nicht überall so ist. Bei uns wurden die Großeltern nämlich extra abgeholt und als Geschenk gab es (u.a.) ein Jahreslos der Aktion Mensch!

    Ja, es wird immer kommerzieller und unweihnachtlicher, aber ein paar bewahren den Ursprungsgedanken!

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  3. cms sagte:

    Auch bei uns ist es nicht ganz so.
    Man freut sich zwar über schöne Geschenke, aber nur darauf reduziert wird Weihnachten definitiv nicht!

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Trackbacks & Pingbacks

  1. […] bei den Gedanken und Argumente, die ich bei Thomas gelesen habe, muss ich mich dazu mal […]

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